Asien,  Indien

Eine Reise durch Südindien: Wasserfälle in Athirappilly und Kathakali-Show in Kochi

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Hallo, hier ist wieder Tanja, für Sommer Fernreisen in Südindien unterwegs. An einem weiteren Wochenende fuhr ich wieder nach Thrissur mit. Von dort aus war geplant zu den Wasserfällen in Athirappilly zu fahren. Gegen Mittag fuhren wir los und es war eine etwa 2-stündige Fahrt bis wir bei den Wasserfällen von Athirappilly ankamen. Dort mussten wir Eintritt zahlen und dann konnten wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen machen. Es ging einen kleinen Hügel hinauf und auf dem Weg saßen Affen, die einem fast sofort in den Rucksack sprangen, wenn man auch nur Anstalten machte, diesen zu öffnen. Ich wollte ja eigentlich ein Foto machen, aber ich konnte wegen den Affen meinen Rucksack nicht öffnen. Die waren ganz schön frech. Ein Stück weiter entlang des Weges zu den Wasserfällen von Athirappilly schaffte ich es aber doch noch die Kamera heraus zu holen und ein Foto zu machen. Es ging noch ein Stück weiter den Hügel hinauf und dann kamen wir bei den Wasserfällen an.

Auf dem Weg zu den Athirappilly Wasserfällen
Auf dem Weg zu den Athirappilly Wasserfällen

Es war toll. Man hatte eine herrliche Sicht auf die Umgebung. Außerdem war dieser Wasserfall auch der Drehort eines Filmes, den ich mit meinen Kolleginnen im Kino gesehen hatte. Da der Film in Malayalam war, kann ich mich an den Titel allerdings nicht mehr erinnern. Wir fuhren noch zu weiteren Wasserfällen in Athirappilly, allerdings fing das in der Zeit schon so an zu regnen, dass man nicht mehr aus dem Auto heraus konnte. Das war schon sehr schade. Auch auf dem Weg gab es immer wieder schöne Stellen, wo man einen tollen Ausblick gehabt hätte, aber im Regen sieht man nicht viel und dann macht es auch keinen Spaß.

Schmetterlingsgarten in Thrissur
Schmetterlingsgarten in Thrissur

Auf dem Rückweg nach Thrissur hielten wir aber doch noch einmal und zwar an einem Schmetterlingsgarten. Dort führte auch ein Fluss vorbei, der teilweise gestaut war. Dort liefen wir eine Weile herum. Der Regen hatte inzwischen so weit nachgelassen, dass man das Auto wenigstens mit Regenschirm wieder verlassen konnte. Das war ein recht schöner Garten, wo es auch einen ziemlich großen Spielplatz für Kinder gab. Meine Freude wurde allerdings ein wenig getrübt, da ich jedes Mal, wenn ich ein Foto machen wollte bzw. meine Kollegin bitten wollte ein Foto von mir zu machen, das Foto entweder nicht machen konnte, weil meine Kollegin es für viel zu gefährlich hielt, weil es zu dicht am Fluss war oder ich musste ewig betteln, bis sie mich doch dort fotografiert hat, wo ich das Bild haben wollte. In meinen Augen war das alles ein wenig übertriebene Fürsorge. Nachdem wir den Garten wieder verlassen hatten, fuhren wir zurück nach Thrissur und es war mal wieder ein erlebnisreicher Tag vorbei. Der Rest dieses Wochenendes war frei.

Kathakalitänzer beim Schminken
Kathakalitänzer beim Schminken

An meinem vorletzten Tag in Indien bekam ich dann schließlich doch noch eine Kathakali Show zu sehen. Ein Kollege hatte das organisiert und fuhr mit mir nach Feierabend vom Büro in Kochi aus dorthin. Das war eine ganze Ecke durch die Stadt bis wir an dem Kathakali-Zentrum ankamen. Dort holten wir kurz die Eintrittskarten und gingen dann in einen größeren Raum. Dort wurden gerade die Kathakali Akteure geschminkt bzw. schminkten sich auch selber und man konnte dort zuschauen. Nach ungefähr einer halben Stunde kam jemand und brachte uns alle in einen anderen Raum, in dem die Kathakali-Show stattfinden sollte. Als erstes stellte ich fest, dass in diesem Raum arktische Temperaturen herrschten. Es war ein recht kleiner Raum, der aber dafür 3 Klimaanlagen hatte, die alle auf Hochtouren liefen. Ich hatte noch nicht einmal eine Jacke dabei. Damit konnte ich ja nicht rechnen. Ich fror erbärmlich während der ganzen Show. Trotzdem war die Kathakali-Show toll. Als erstes wurden die einzelnen Bewegungen und Gesichtsausdrücke erklärt. Das ist unglaublich wie die ihre Augen bewegen können und was die für eine starke Mimik haben. Fantastisch. Anschließend wurde die gesamte Geschichte für uns zusammengefasst, damit wir dann auch hinterher wussten was wir da sehen würden. Dann ging es los. Die Akteure kamen nun im vollen Kostüm auf die Bühne und die Kathakali-Show begann.

Die Kathakali-Vorführung
Die Kathakali-Vorführung

Ich muss sagen das war wirklich toll. Es wurde ja nicht gesprochen. Die gesamte Geschichte wurde nur mit Gestik, Mimik und Tanz erzählt und mit Musik bzw. Trommeln untermalt. Das war echt faszinierend. Da vorher schon die Geschichte erzählt wurde hat man auch gut mitverfolgen können was gerade dargestellt wird. Ich stell mir das sehr schwer vor, so etwas einzustudieren. Es gibt dafür auch richtige Schulen und die Darsteller werden dafür richtig ausgebildet. Es gibt außerdem so etwas wie ein ABC für die Gestik. Da hing eine Tafel, auf der aufgeführt war, welche Handbewegung was bedeutet. Insgesamt gibt es 24 alphabetische Gesten. Das muss man sich erstmal merken. Dazu kommen noch die Augenbewegungen. Mir würden davon die Augen wehtun, wenn ich das so lange machen müsste. Kurz gesagt: Es war ein toller Abend mit einer tollen Kathakali-Show. Hinterher konnte man sich dann noch mit den Akteuren  fotografieren lassen und einen Eintrag im Gästebuch des Kathakali Zentrums hinterlassen. Im Anschluss fuhr ich zurück in mein Hostel. Das war ein toller Abschluss meines Praktikums in Indien.

 

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