Tigerkopf
Asien,  Indien

Indien: Nationalparks und Kultur, 24 Tage

 

Unsere Indien-Reisen finden Sie unter www.indien-discover.de

 

Reiseprogramm von Herrn Peter Rettig und Frau Jutta Lindemann

Reisedatum: 06.11. bis 29.11.2011

Mumbai – Nationalpark Sasan Gir – Udaipur – Jodhpur – Jaisalmer – Fort Amber – Jaipur – Fatehpur Sikri – Agra – Orchha – Khajuraho – Nationalpark Bhandavgarh – Nationalpark Kanha – Delhi


Liebes Indien-Discover Team, liebe Frau Kapp,

es war eine außerordentlich abwechslungsreiche Reise und der Slogan „lncredible India“ beschreibt unsere Eindrücke bestens. Wir sind in der Welt schon viel unterwegs gewesen, doch Indien kann mit keinem anderen Kontinent verglichen werden. Es waren ganz neue und andere Erfahrungen, die wir machen konnten. Schönheit, Chaos, Natur, Kultur, Staunen, Sprachlosigkeit, Armut, Reichtum und eine unglaubliche Gastfreundlichkeit haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Nachdem es zu Beginn etwas Unmut über diverse Änderungen in unserem Tourenplan gegeben hat, haben sich unsere Bedenken schnell zerstreut. Ihr Leistungspartner in Indien, Herr Manish Kumar Bhardwaj, war ein perfekter Gastgeber! Manish und seine Mitarbeiter haben alles getan, damit unser Aufenthalt in Indien zu einem besonderen Erlebnis wurde. Wir haben Manish in Jaipur bei einem Abendessen persönlich getroffen und ihn als sehr sympathische Persönlichkeit mit viel Schwung und Energie kennengelernt. Darüber hinaus hat Manish sich laufend persönlich über den Stand und Verlauf unserer Reise telefonisch erkundigt und weitere kleinere Änderungen mit uns besprochen. Insgesamt haben wir diverse Extras und Upgrades bekommen, damit nicht verschuldete Änderungen mehr als kompensiert wurden.

Grundsätzlich ist zu unseren Unterkünften auf der Reise folgendes zu sagen. Es war ein sehr gelungener Mix von Hotels, Heritage Hotels, Boutique Hotels und Lodges. Alle Unterkünfte waren sehr gut, teilweise einzigartig und oft sehr luxuriös. Der Standard der Reise war insgesamt sehr hoch und die Reise insgesamt mehr als ihren Preis Wert.

Sasan Gir und das Lion Safari Camp haben unsere Erwartungen erfüllt. Wir konnten einige Exemplare der letzten asiatischen Löwen in freier Wildbahn beobachten. Die Gir Löwen sind ein einzigartiger Erfolg für den indischen Natur- und Artenschutz, aus unserer Sicht sollte dieses Reiseziel für Wildtierfans aktiv empfohlen werden. Die Anreise über Mumbai und Diu ist im Prinzip problemlos möglich, die Weiterreise nach Udaipur über Ahmedabad mag auf dem Papier lang und ereignislos erscheinen, aber eine Zugfahrt in Indien ist völlig stressfrei möglich (wenn man die Tickets und eine Reservierung hat) und wir haben es fast bereut, nicht noch einen weiteren Tag in Ahmedabad verbracht zu haben.

Unser besonderer Dank für die schöne Zeit in Gir gilt Bachchu Singh. Er arbeitet im Lion Safari Camp als Naturführer und hat uns auf den Safaris immer begleitet. Er hat dafür gesorgt, dass alles nach unseren Vorstellungen verlaufen ist. Das House of MG in Ahmedabad ist großartig, eines der schönsten Hotels unserer Reise (leider haben wir dort nur eine Nacht verbracht).

Udaipur hat uns sehr gut gefallen. Das Trident war ein sehr gutes Hotel, allerdings wäre das Fateh Garh sicherlich die bessere Adresse gewesen. Aber wir konnten uns persönlich davon überzeugen was es in Indien bedeutet, wenn eine bedeutende und reiche Persönlichkeit Geburtstag feiert (darüber hinaus haben wir in diversen anderen Städten gesehen wie „Fat Indian Wedding“ umgesetzt wird, Incredible India). Der Herr hatte unter anderem das komplette Fateh Garh gemietet (oder zumindest große Teile) und darüber hinaus noch diverse andere Örtlichkeiten.

Auf dem Weg nach Jaisalmer haben wir dann in Jodhpur die Perle unserer Reise kennengelernt: Ranjeet Bhaskar war einfach unglaublich. Er war unser Fahrer für die nächsten 11 Tage. Ein besonnener Fahrer, eine mehr als angenehme Begleitung, ein perfekter Gastgeber und am Ende der 11 Tage ein guter Freund. Wir waren mehr als glücklich, ihn dann zum Ende unserer Reise in Delhi wiederzutreffen. Ranjeet können, nein, müssen wir uneingeschränkt empfehlen!

Jaisalmer gehört aus unserer Sicht auf die Tourenliste all derer, die nicht nur das „Goldene Dreieck“ bereisen möchten. Das orientalische Flair hat uns außerordentlich gut gefallen und das Killa Bhawan ist eine einzigartige Unterkunft. Jodhpur ist beeindruckend lebendig und das Raas hat uns ebenfalls beeindruckt, ein modernes Hotel mit großem Komfort und authentischer Atmosphäre.

Fort Amber
Fort Amber

Das goldene Dreieck“ ist sicherlich ein MUSS, Jaipur mit seiner Altstadt unbedingt sehenswert. In Agra hatten wir das Pech, morgens um 6.00 Uhr am Taj Mahal kaum 10 Meter weit sehen zu können. Grundsätzlich waren wir erstaunt zu erfahren, dass der Nebel im Norden Indiens zu dieser Jahreszeit an der Tagesordnung ist. Wir haben viele Touristen getroffen, deren Reiseplan durch Flugstornierungen und Verspätungen im Flug- und Bahnverkehr arg durcheinander gekommen ist. Wir sind von größeren Problemen verschont geblieben, allerdings ist das (Mit)Fahren auf Indiens Straßen im dichten Nebel eine eher gruselige Erfahrung. Ranjeet hat nicht nur dies sehr gut gemeistert, er hat uns auch noch einige weniger bekannte Seiten von Agra gezeigt und das Taj Mahal am Nachmittag sichtbar von der „anderen Seite des Flusses“. Delhi war zum Ende der Reise ein weiterer Höhepunkt. Der Besuch der Gewürzmärkte in Old Delhi war ein echtes Erlebnis. Unser Führer in Delhi, Sanjay Malik, hat uns in eine komplett andere Welt geführt und uns teilweise Dinge gezeigt, die nicht in einem Reiseführer zu finden sind.

Taj Mahal
Taj Mahal

Grundsätzlich waren alle Führer vor Ort sehr gut, der eine mehr und der andere weniger. Es war uns anfangs nicht klar, dass alle Führer ihre Touristen in bestimmte Geschäfte (ent)führen. Natürlich mit dem Ziel den Konsum zu fördern und an den Umsätzen zu partizipieren. Unsere Führer haben uns in der Regel in sehr gute Geschäfte geführt. Dabei konnten wir teilweise echte Handwerkskunst live erleben. Die Shoppingtouren waren nicht unangenehm und haben auch ein vernünftiges Maß nicht überschritten. Wir haben uns nicht genötigt gefühlt etwas zu kaufen. Allerdings sind die indischen Händler sehr geschäftstüchtig und lassen nicht so leicht von ihren Kunden ab. Einen ganz besonderen Führer wollen wir allerdings noch nennen: Dr. Rasheed in Jaipur war eine besonders informative, fähige und angenehme Begleitung.

Der abgeänderte Plan nicht in Orcha, sondern in Gwalior zu übernachten, hat sich gelohnt. Das Fort in Gwalior war definitiv das Beeindruckendste auf der Reise, das Usha Kiran Palace eine Unterkunft mit dem Prädikat „besonders schön“. Eine längere Pause in Orcha hat uns dann auch diesen Ort etwas näher gebracht. Khajuraho ist für nordindische Verhältnisse eher beschaulich, eine gute und interessante Etappe auf dem Weg in die Tigerreservate.

 

Tiger im Nationalpark
Tiger im Anmarsch

Bandhavgarh war großartig. Wir hatten sicherlich großes Glück, auf nahezu jeder Pirschfahrt Tiger zu sehen. Andererseits ist dies sicherlich auch der guten Planung des Lodge Managers und Inhabers von Banhav Villas, Manish Kumar Sharma, geschuldet. Es kommt halt auch darauf an, in welchen Sektoren des Reservates die Pirschfahrten unternommen werden. Dies wurde von Manish perfekt eingeteilt. Darüber hinaus haben Manish und sein Team die Gabe, dafür zu sorgen sich in Bandhav Villas rundum wohl zu fühlen. Die Lodge ist hervorragend geführt, bietet das richtig Level an Komfort, Privatsphäre und Safari-Erlebnis. Dazu gehört auch, daß Manish sich immer viel Zeit genommen hat mit seinen Gästen am offenen Feuer über das Erlebte zu plaudern sowie interessante Informationen zum Reservat und über die Tiger von Bandhavgarh zum Besten zu geben. Bandhav Villas ist definitiv zu empfehlen!

Die drei Übernachtungen in Bandhavgarh waren das richtige Maß für dieses Reservat. Von Khajuraho kommend, erreicht man die Lodge rechtzeitig für eine Mittagspause und die anschließende Pirschfahrt am Nachmittag. Vier weitere Pirschfahrten die nächsten 2 vollen Tage komplettieren das Erlebnis Bandhavgarh. Geplant war dann die Weiterfahrt nach Kanha früh am Morgen nach der dritten Übernachtung. Dieser Plan wurde allerdings geändert: die Pirschfahrt am Tag der Ankunft in Bandhavgarh wurde gestrichen, dafür eine Pirschfahrt am letzten Morgen eingefügt, dafür dann die geplante

Pirschfahrt am Nachmittag des gleichen Tages in Kanha gestrichen. Damit standen dann nur noch 2 statt der ursprünglich geplanten 3 Pirschfahrten in Kanha auf dem Programm (und insgesamt eine Pirschfahrt weniger). Sicherlich war die Intention, die jeweilige Anreise nach Bandhavgarh und Kanha etwas entspannter zu gestalten. Aus unserer Sicht aber völlig unnötig. Der ursprüngliche Plan wäre problemlos umsetzbar gewesen. Wie gesagt, wir sind rechtzeitig in Bandhav Villas angekommen. Wir hatten noch in Khajuraho mit Ihrer Agentur die Planänderung diskutiert und Manish Kumar Sharma hatte es dann auch gemanaged, dass unsere Pirschfahrt am Nachmittag nach unserer Ankunft in Bandhavgarh möglich wurde. Allerdings ist es ihm nicht mehr gelungen, die nachmittägliche Pirschfahrt am Tag der Anreise in Kanha zu ermöglichen. Somit standen nur 2 Pirschfahrten in Kanha auf dem Programm. Definitiv zu wenig, um einen wirklichen Eindruck von diesem sehr schönen Reservat zu bekommen. Unabhängig von der Planänderung, eine weitere Übernachtung in Kanha wäre sicherlich sinnvoll gewesen.

Im Tuli Tiger Resort hat es dann auch anfangs noch Probleme mit unserer Unterkunft gegeben. Die Logde war ausgebucht (primär durch eine größere französische Reisegruppe) und wir haben dann ein Zimmer bekommen, welches nicht nur dringend renovierungsbedürftig war, sondern auch noch feucht und stickig. Das Problem wurde dann allerdings schnell und „unbürokratisch“ gelöst. Wir bekamen ein Upgrade in den Tuli Tiger Corridor, ein wunderschönes Camp (Luxus Zelte!) in unmittelbarer Nähe zum Tuli Tiger Resort. Möglich wurde dies insbesondere auch durch eine besondere Persönlichkeit im Tuli Tiger Resort, Naturalist Pradeep Krishna Wasunkar. Pradeep hat sich gleich nach unserer Ankunft (obwohl eigentlich nicht seine Aufgabe), um uns gekümmert. Er hat nicht nur den Umzug gemanaged, sondern hat sich permanent um uns gekümmert und war bei den Pirschfahrten unser Führer. Somit wurde auch Kanha zu einem sehr schönen Erlebnis.

Insgesamt blicken wir auf eine großartige Reise zurück. Wir möchten uns noch einmal bei Ihnen, bei Sommer Fernreisen und Ihrer Partner-Agentur herzlich bedanken. Sommer Fernreisen war die richtige Wahl für unsere erste Indienreise und es wird nicht die Letzte gewesen sein.

Ihnen wünschen wir für 2012 alles Gute, Gesundheit und Erfolg!

Mit herzlichen Grüßen,

Peter Rettig

Unsere Reise „Taj Mahal – Tiger – Rajputen – Löwen“ ist eine ähnlich konzipierte Reise. Diese finden Sie unter unseren Indien-Reisen.

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