Naranjilla Früchte
Ecuador,  Sommer Fernreisen Redaktion,  Südamerika

Kontrastreiche Küche Ecuadors

 

Unsere Ecuador-Reisen finden Sie unter www.ecuador-discover.de

 

Wer eine Reise nach Ecuador macht, um eines der kontrastreichsten Länder Südamerikas, von den schneebedeckten Vulkanen der Anden bis in den Urwald und an die Küste und nach Galápagos zu entdecken, der wird  von dem Kontrastreichtum der Natur fasziniert sein, genauso aber von der sehr abwechslungsreichen Küche. Wir möchten Ihnen diese wie folgt mit einigen Beispielen vorstellen:

Kräftige Küche aus dem Hochland von Ecuador

Die Ecuadorianer sind „paperos“, da sie im Andenhochland viel Knollengemüse genießen, vor allem die Kartoffel (papas), die auf die verschiedenste Art und Weise zubereitet wird. Vor der Eroberung durch die Spanier waren den Indianern, heute sagt man „Indigenas“ (Einheimische), die Backöfen unbekannt. Die Speisen wurden in Tontöpfen über dem offenen Feuer gekocht, wobei sich diese Form der Esskultur bis heute erhalten hat.

Ecuadorianer sind Suppen Kaspars

Gemüse
Gemüse

Jeder Ecuadoriano ist ein „Suppen Kaspar“, da Suppen fast bei jeder Mahlzeiten dabei sind. Wenn bei uns Petersilie als Beigabe in die Suppe kommt, so ist es in Ecuador die Avocado, in Stücke geschnitten. Man unterscheidet verschiedene Suppenarten:

sopa oder caldo = dünne Suppe mit kleinen Fleischstückchen, mit unserer Bouillon vergleichbar.

locro = dicke, cremige Kartoffelsuppe

fanesca= reichhaltige Suppe aus Hülsenfrüchten, Milch, Weißkohl, Kürbis, Reis und Kabeljau, die nur in der Karwoche gegessen wird

Weiteres wichtige Grundnahrungsmittel sind Quinoa (Indianerhirse mit über 30% pflanzlichen Proteinen) und Mais. Man knabbert die gedünsteten Maiskolben mit Käse oder die gekochten Körner (mote).

Hauptgerichte im Hochland:

Zu den traditionellen Hauptgerichten des Hochlandes zählt das Spanferkel, im Lehmofen als Ganzes auf einer Art Kuchenblech gebacken (el hornado de chancho) oder in Stücken von dem ausgewachsenen Schwein in großen Messingtöpfen frittiert. Dazu werden in der Pfanne gebackene Kartoffelküchlein (IIapingachos) aus Kartoffelpüree, Käse und Zwiebeln gefertigt, serviert. Diese sind sehr lecker und sollten unbedingt probiert werden. Die besten Hornados kommen aus dem kleinen Ort Sangolquí, eine Stunde von Quito enfernt.

Cuy (Meerschweinchen)

Meerschweinchen am Grill
„Cuy“

Wer seine Gefühle zu seinem Meerschweinchen überwindet, das er als Maskottchen in der Kindheit in Erinnerung hatte, der sollte die ecuadorianische Spezialität „cuy“ (Meerschweinchen) probieren, seit den Inka-Zeiten ein Festmahl in den Anden. Die Tiere werden nach dem Schlachten gewürzt und auf einem Spieß über glühender Holzkohle langsam drehend gegrillt. Die Cuys werden Ihnen besonders in Ambato, Riobamba und Cuenca angeboten.

Bizcochos (Kekse aus Mehl, Butter und Zucker)

In der Gegend von Cayambe kann man beim Backen der Bizcochos in fast jedem Restaurant zusehen. Dazu benötigt man einen großen Lehmofen mit Holzglut. Dazu isst man einen in Stücke geschnittenen Weichkäse. Weitere wichtige Kohlenhydratlieferanten sind Nudeln, Yuca (Maniok=stärkehaltige Knollenfrucht, die entweder gekocht oder danach noch gebraten wird), Mais und vor allem Bananen gibt es in jeder Form und diese werden, je nach Art, geschält gegessen oder gebraten, gegrillt, gebacken, deshydriert und sogar zu Klößen verarbeitet.

Von der Ess- zur Bratbanane

Bananenstaude
Bananenstaude

Ecuador ist weltweit Hauptexporteur der „Chiquita“ und „Delmonte“-Banane. Im Lande nennt man sie „guineo“. Aber außer der für den Export produzierten Bananen gibt es eine große Vielfalt an Sorten an der tropischen Küste und im Urwald. Daneben gibt es noch kleine fingerlange Bananen („oritos“ = die kleinen goldenenen), die ca. 10-15 cm langen dicken „rosados“=rosafarbenen (Achtung, bitte nicht mit Bier genießen, da dies starke Blähungen und Bauchschmerzen verursacht), die kurzen, dicken gelben „maqueños“, die in Torten zum Backen verarbeitet werden, die riesigen grünen „platanos verdes“ oder „barraganetes“, die als Kochbananen oder auch als im Fett gebackene Chips gegessen werden oder wenn sie gelb und reif sind, über dem Holzgrill zubereitet, lecker süß schmecken.

„Aji“=Chili darf bei keinem Essen fehlen

Chili, auch unter dem Namen Paprika (Capsicum) und Peperoni bekannt, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). „Salsa picante“ (Chili-Sauce) ist typisch für alle Regionen Ecuadors. Allerdings bekommt man die salsa separat in einem Schälchen serviert, so dass jeder selbst entscheidet wie scharf er würzen möchte. Jede Hausfrau hat ihr eigenes Rezept, so dass die „salsa picante“ immer ein wenig anders aussieht und entsprechend schmeckt. Als Grundlage zum Anmachen verwendet man die gekochte Baumtomate (tomate de arbol) und vermengt sie mit Wasser und gestampften oder kleingehacktem Chili. Andere verwenden kleingehackte Chili-Schoten, verdünnt diese mit Wasser und fügen kleingehackte Zwiebeln hinzu. Diese salsa ist feuriger und rosafarbig. Allen gemeinsam ist die unverkennbare Schärfe.

Essen der Küstenregion Ecuadors

Maulesel mit Bananen
Maulesel mit Bananen

Typisch für die Küsten ist die große Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten (mariscos). Diese werden frittiert, paniert, gekocht oder gegrillt, je nach Wunsch. Probieren sollte man die Afroecuadorianische Art der Zubereitung von in Kokosmilch gekochtem Seefisch, „encocado“ genannt. An der Küstenregion und in ganz Ecuador bekannt ist Ceviche: Fisch oder Garnelen (shrimps), Krebse oder Austern in Limonensaft, Zwiebeln und Baumtomatensaft mariniert. Begleitet wird dieses Gericht von salzigem Popcorn und gerösteten Maiskörnern (tostado) oder Bananenchips (chifles).

Essen im Oriente=Urwald

Im Urwald und an der Küste werden vor allem gekochte und gebratene Yuca (Maniok), Reis  und grüne Kochbananen verzehrt, dazu kommen Süßwasserfische (Tilapia und Welse), die als Eintopfgericht (sancocho) zusammen mit Kochbananen, Yuca, Chili und Koreander (cilantro) gedünstet werden. Ein Spezialität ist „el Maito de la Cachama“ (Piaractus brachypomus), einem ausgezeichneten Speisefisch, der bis zu 60 cm lang werden kann; dieser wird zerlegt und in bijao-Blätter eingewickelt gedämpft. Dazu gibt es grüne Kochbananen. Ein köstlicher Palmito-Salat wird aus den Palmenherzen der Chonta Palme gewonnen.

Pisco Sour
Pisco Sour

Abgesehen davon, dass Ihnen das Essen frisch von, Wasser, Erde, Baum, Früchte neue exotische Geschmackserlebnisse bieten und die Früchte dazu noch sehr dekorativ aussehen, enthalten viele einen hohen Gehalt an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen und verdauungsfördernden Substanzen, die das körperliche Wohlbefinden steigern.

Zu dem Essen wird zuvor und/oder danach oft noch ein typischer Cocktail „Pisco Sour“ serviert. Wie dieser zubereitet wird, verraten wir Ihnen in einer der nächsten Folgen über Ess- und  Trinkgewohnheiten oder vor Ort.

Entdecken Sie mit uns Ecuador, eines der kontrastreichsten Länder der Welt auch unter dem Aspekt Essen und Früchte und erleben und erfahren Sie das faszinierende Land mit allen Sinnen ..-J

Unsere Ecuador-Reisen finden Sie unter www.ecuador-discover.de

 

© Ralph Sommer

Schreibe einen Kommentar