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Traum-Insel Wa Ale im Mergui-Archipel: Anreise, 1. Tag

Reisebericht von Ralph Sommer, März 2020

Bangkok – Ranong (Thailand) – Kawthaung (Myanmar)  – Insel Wa-Ale

Wa Ale Mergui Archipel Myanmar

Reisebericht von Ralph Sommer, März 2020

1. Tag: Ankunft in Ranong (Thailand), Erledigung von Zollformalitäten und Bootstransfer nach Kawthaung, Fahrt mit dem Schnellboot zum Luxus -Eco-Resort Wa Ale.

Air Asia-Flug Flughafen Don Mueang in Bangkok
Air Asia-Flug, Flughafen Don Mueang in Bangkok

Von Bangkok nach Ranong

Heute ging es von dem nationalem Flughafen Don Mueang in Bangkok mit Air Asia in einem 1 ½-stündigen Direktflug nach Ranong, einer Kleinstadt im Süden von Thailand gelegen.

Transferbus Flughafen Ranong Thailand zum Pak Chan-Fluss
Transferbus Flughafen Ranong/Thailand zum Pak Chan-Fluss
Kofferträger zum Transferboot am Pak Chanfluss Thailand
Kofferträger zum Transferboot am Pak Chanfluss (Thailand)

Auf dem Flughafen trugen schon viele Passagiere wie auch das Boden- und Flugpersonal Schutzmasken, da die Covid-19 Krise ihren Anfang nahm, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch unklar war, welches Ausmaß die Krise nehmen sollte.

Ankunft in Ranong und Transfer nach Kawthaung

Nach Ankunft in Ranong, wurde ich schon von einem Fahrer erwartet, der mein Gepäck in seinem Kleinbus verstaute. Danach ging es auf dem Flughafen noch durch die Passkontrolle, um anschließend zusammen mit anderen Passagieren nach einer circa 20-minütigen Fahrzeit den Pak Chan-Fluss zu erreichen, der die Grenze zwischen Thailand und Myanmar bildet.

 Pak Chan-Flusshafen Thailand
Pak Chan-Flusshafen
Transferboot nach Kawthaung
Transferboot nach Kawthaung

Nach Erledigung der Einreiseformalitäten, die von dem hilfreichen Personal des Wa Ale-Resorts auf der thailändischen Seite erledigt wurden, ohne, dass ich etwas dazutun musste, ging es mit dem Motorboot in 10 Minuten über den Fluss zu der Immigration von Myanmar, wo ebenfalls die Grenzformalitäten reibungslos erledigt wurden. Auf dem Pak Chan Fluss boten sich mir Ausblicke auf Buddha-Statuen und Pagoden und viele

Königsstatue Pak Chan Fluss Thailand
Königsstatue im Pak Chan.Fluss (Thailand)

Händler, die mit Longtail-Booten, bestückt mit Außenbordmotor den Fluss überquerten. Es herrschte, wie man sah, ein reger kommerzieller Austausch zwischen Thailand und Myanmar. Bei Ankunft auf der Myanmar-Flussseite bekam ich von einer freundlich lächelnden burmesischen Dame

Begrüßung in Kathaung durch burmesische Damen mit Sonnenschirm und Erfrischungstuch
Begrüßung in Kathaung durch burmesische Damen mit Sonnenschirm und Erfrischungstuch
Smiley für den Fotografen, Empfangskomitee in Kawthaung
Smiley für den Fotografen, Empfangskomitee in Kawthaung

ein gekühltes Erfrischungstuch gereicht, die mich anschließend mit ihrem Sonnenschirm zum Auto begleitete, das mich nach kurzer Fahrt an der Boots-Anlegestelle (Jetty) von Kawthaung absetzte.

Per Schnellboot von Kawthaung zur Wa Ale Insel

Pünktlich um 14.00 Uhr ging es mit einem luxuriösen Schnellboot auf einer ca. 2-stündigen Fahrt zur Wa Ale Insel.

Bootstransfer zur Wa Ale Insel im Mergui Archipel
Mit dem Schnellboot in 2 Stunden Kawthaung – Wa Ale-Insel, Mergui-Archipel

Da ich außer einem französischen Ehepaar und dem WA Ale-Resort-Manager der einzige Passagier an Bord war, gab es sehr viel Platz, da dieses Boot für 12 Passagiere ausgelegt war. Auf beiden Bord-Seiten konnte ich die vorbeiziehende Inselwelt

 Schnellboottransfer zum  Wa Ale Eco-Luxus-Resort
Happy Manager, Schnellboottransfer zum Wa Ale Eco-Luxus-Resort

beobachten. Einige Inselchen bestanden nur aus vulkanischen Felsspitzen, die von tektonischen Konvulsionen vor Millionen von Jahren ausgespuckt wurden, wobei andere dicht bewaldet waren und eine beträchtliche Größe aufwiesen.

Dschungelüberwachsene Inseln mit schneeweißen Sandbuchten und smaragdfarbigem Wasser sowie scharf aus dem Wasser ragende

Felsformationen bestimmten die Insel-Szenerie. Ich wünschte mir, diese Inselwelt mit Dschungel und Unterwasserwelt selbst erkunden zu können. Auf dem Schnellboot gab es gekühlte Erfrischungsgetränke und auch Toilettenmöglichkeit. Die gepolsterten Sitze fingen die Stöße bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 30 bis 40 km/h gut auf. Trotzdem war Sitzfleisch erforderlich, was aber durch die herrliche Landschaft Szenerie wettgemacht wurde.

Ankunft auf Insel Wa Ale – Mergui

Nach circa 2 Stunden trat die ca. 5.000 Hektar große Wa Ale-Insel auf, an der wir dann bei einer Mangrovenbucht an einem Steg andockten.

Karte Wa Ale
Wa Ale Insel grenzt an Nationalpark Lampi-Insel

Hier hieß uns das Wa-Ale Team herzlich willkommen und nach einer 10-minütigen Wanderung auf einem gut ausgebautem Natursteinpfad vorbei

Landesteg und Steinpfad  zur Wa Ale-Insel
Landesteg und Steinpfad zur Wa Ale-Insel

an knorrigen alten Bäumen gelangten wir an den Mangroven-Strand, wo uns ein Buggy geräuschlos quer durch einen kleinen Urwald zum Hauptpavillon von Wa Ale brachte. Auf diesem kurzen Wegabschnitt konnte ich schon einige Makaken Affen flüchtig erspähen, die sich im Dickicht bewegten.

Von der Resort-Managerin Alyssa und ihrem Mann Roy wurden wir herzlich mit einem Fruchtcocktail begrüßt.

Hauptpavillon Wa Ale Resort
Alyssa und Roy, Gastgeber zum Begrüßungs-Cocktail, Hauptpavillon, Eco-Ressort Wa Ale

Dann erhielten wir eine Einführung zur Resort-Anlage. Auf einer Karte konnte ich nachverfolgen, dass es 11 Tented Villas (Zelt-Villas), 3 Treetop-Villas (Baumwipfel-Villas), ein River Cafe, eine Jungle Gym, ein Conservation Centre sowie den Hauptpavillon gab, indem wir uns befanden

Turtle Beach, Luxus Resort Wa Ale, Mergui Archipel

und wo auch die Mahlzeiten eingenommen werden. Nur wenige Schritte entfernt liegen der Chef’s Garden und das Activity Centre und 10 Minuten weiter durch den Urwald der Jetty (Bootsanlegestelle) und das Dive Centre.

Mein neues Domizil – Tree Top Villa, Wa Ale Resort

Danach wurde ich zu meinem neuen Domizil für die nächsten 2 Tage begleitet, der Tree Top-Villa, vollständig aus Holz gebaut und von Urwaldbäumen umgeben.

Um in das Zimmer zu gelangen, ging es über eine mehrstufige Holztreppe mit Handgeländer auf die Terrasse des Baumhauses auf ca. 8 m Höhe; zuvor legte ich unten an der Treppe meine Sandalen ab und spülte mit einer Kokos-Kelle den Sand von den Füßen.

Doppelhorn-Nashornvogel
Doppelhorn-Nashornvogel

Als ich die Zimmertür aufmachte, wurde ich freudig überrascht: Ein geräumiges Zimmer mit Himmelbett und Baldachin-Moskitonetz. Ich möchte vermerken, dass ich trotz offenen Fenstern in der Nacht nicht einmal von Moskitos gestochen wurde. Eine leichte Brise machte das Tree-Top-Villa-Zimmer noch angenehmer und es war nicht einmal nötig, den großen Deckenventilator einzuschalten.

Langschwanzmakake beim Öffnen von Muschel mit Steinwerkzeug
Langschwanzmakake beim Öffnen von Muschel mit Steinwerkzeug

Von einem der Seitenfenster bot sich ein herrlicher Blick auf den umgebenden Urwald und von dem geschmackvoll eingerichteten Badezimmer führte eine Tür ins Freie mit „Open-Air-Dusche“ mit Blick in das Baumwipfel Reich. Von der Holzterrasse aus sah ich aus der Vogelperspektive auf die Bucht, die in die Turtle-Beach übergeht und die blaue Andamanensee. Wenig später stapfte ich schon barfuß durch den feinen Sand, um den Strand zu erkunden.

Bei der Aufnahme vom Strand aus auf die Tree-Top-Villa kann man von außen nicht erahnen, wie geschmackvoll und angenehm das Interieur ist. Ein bewusstes Understatement.

Turtle Beach und Andamanensee, Insel Wa Ale, Mergui-Archipel
Turtle Beach und Andamanensee, Insel Wa Ale, Mergui-Archipel

Vom Strand der Turtle Beach aus sieht man sehr gut den Hauptpavillon, dessen Terrasse einen Panoramablick auf die Bucht gewährt. Nach Umrunden eines Felsvorsprunges kam ich auf den Hauptteil der ca. 600 m langen Turtle Beach, benannt nach den Meeresschildkröten, die diesen feinsandigen Strand zu Eiablage aufsuchen. Unterwegs zum Ende der Turtle-Beach konnte ich Affenspuren im Sand erkennen, aber auch Löcher von Sandkrabben.

River Café und Python-Schlange

Wenige Meter vom Strandende zurückgezogen, versteckt sich das sympathische River-Cafe, das aus alten Schiffsplanken und Hausbrettern von abgerissenen Häusern vom Festland erbaut wurde. Das Konzept der Wa Ale-Luxus-Lodge ist „Recycling“, das heißt keine

Bäume für Konstruktionen fällen, sondern alte edle Holzmaterialien wiederzuverwenden und mit ihnen im Interieur mit dem besten Outfit zu überraschen. Bei den Brettern kann man noch zum Teil die alten Farben sehen und sich mit etwas Fantasie vorstellen, wie vor vielen Jahren dieses Holz an anderen Ecken des Mergui-Archipels oder auf dem Festland seine Verwendung gefunden hatte und welchen Zweck es gedient hatte. Nach einem Espresso und Snacks – man hat hier auch die Möglichkeit zu essen – führte mich der Kellner mit strahlenden Augen zu dem nahe-gelegenen Creek , wo eine Python-Schlange im Geäst der Baumkrone ruhte. Es kostete mich etwas Zeit, diese ausfindig zu machen und zu fotografieren. Wegen der dunklen Umgebung und der Entfernung wurden allerdings das Foto verpixelt 😊.

Python-Schlange  eingerollt im BaumWa Ale Mergui
Python-Schlange eingerollt im Baum, River Café

Auf einem der Liegestühle vor dem River Café sah ich dem fast kitschig roten Sonnenuntergang entgegen. Auf dem Rückweg zu meiner Tree-Top-Villa konnte ich noch mit der Taschenlampe einen nachtaktiven Tokeh-Gecko im Sand erspähen, der auf Insektenjagd war.

Das exquisite Abendessen war garniert mit Gemüse aus dem eigenen Öko-Garten. Die Küche untersteht dem Profikoch Roy, einem engagierten Engländer mit langjähriger Koch-Erfahrung. Mit fachlicher Begeisterung erläuterte uns Gästen die Ingredienzen des Menüs.

Kostenloser Rosé Tischwein und andere Getränke rundeten das Essen ab. Dann ging es zurück zum Baumhaus, um am nächsten Morgen schon vor Sonnenaufgang Naturbeobachtungen anzustellen.

Hier geht es zu weiteren Inselerlebnissen auf Mergui – Alle Reise-Tage im Überblick:

Trauminseln im Mergui-Archipel von Myanmar Einleitung

1. Tag: Traum-Insel Wa Ale: Anreise
2. Tag: Traum-Insel Wa Ale: Kayaking, Schnorcheln, Hornvögel und Flughunde
3. Tag: Traum-Insel Awei Pila: Urwald und Abfahrt nach Awei Pila
4. Tag: Traum-Insel Boulder-Island: Urwald und Abfahrt nach Boulder Island
5. Tag: Traum-Insel Boulder-Island: Buchten, Schnorcheln und Strände
6. Tag: Traum-Insel Boulder-Island: Riff- und Dschungelwanderung, Schnorcheln und mehr
7. Tag: Traum-Insel Boulder-Island: Rückfahrt nach Kawthaung

Autor +
Fotos von Ralph Sommer
, einige Fotos wurden freundlicherweise von den
Insel-Resorts zur Verfügung gestellt


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