Asien,  Indien

Eine Reise durch Südindien: Hausbootfahrt in Kumarakom in den Backwaters von Kerala und Besuch von Fort Kochi

Hier finden Sie die Indien-Reisen von Sommer Fernreisen

Hallo, ich bin Tanja und zur Zeit bin ich für Sommer Fernreisen in Indien. An einem Wochenende in Kochi machten wir quasi einen Betriebsausflug in Kerala. Fast alle Mitarbeiter aus dem Büro in Kochi fuhren mit. Wir wurden gegen 11 Uhr morgens abgeholt und fuhren mit dem Auto in Richtung der Backwaters nach Kumarakom, was ungefähr 2 Stunden dauerte. In Kumarakom angekommen mussten wir auf einen kleinen Weg entlang des Flusses abbiegen und es ging ein ganzes Stück am Flussufer entlang, wo auch schon jede Menge Hausboote lagen. Nach ungefähr 5 Minuten Fahrt stellten wir das Auto an einem Haus ab und schauten uns das Hausboot an, dass uns durch die Backwaters von Kerala fahren sollte. Anschließend zeigte uns der Besitzer noch einen Homestay. Dort kann man direkt am Flussufer wohnen und bekommt auch drei Mahlzeiten am Tag. Anderenfalls würde es schwierig werden, da sonst eine ganze Weile nichts kommt, wo man sich etwas zu essen besorgen könnte. Anschließend gingen wir aufs Hausboot und schauten uns um.

Auf den Backwaters in Kerala
Auf den Backwaters in Kerala

Das Hausboot besaß drei Schlafzimmer mit angeschlossenem Bad und hinten im Boot eine Küche. Der vordere Bereich des Bootes wurde als Aufenthaltsraum und Essraum genutzt. Von dort kann man seine Mahlzeiten mit einem wunderschönen Blick auf die Backwaters in Kerala genießen, während man unterwegs ist. Als wir losfuhren, wurde in der Küche auch gleich angefangen zu arbeiten und kurze Zeit später konnten wir uns an den gedeckten Tisch setzen und während unserer Hausbootfahrt durch die Backwaters ein wunderbares Mittagessen genießen. Der Fisch dort war einfach fantastisch. Anschließend konnten wir die herrliche Landschaft betrachten, die in langsamer Fahrt an uns vorüber zog.Ungefähr zwei Stunden dauerte unsere Fahrt auf dem Hausboot, bis wir wieder an unserer Anlegestelle waren. Von dort ging es wieder zurück nach Kochi.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Fort Kochi. Das wollte ich eigentlich gleich am Anfang machen, aber mir wurden immer zuerst die anderen Orte gezeigt. Letztendlich ging es jetzt aber doch nach Fort Kochi. Auch an dem Tag wurden wir wieder abgeholt und bekamen einen Fahrer, der uns dort hinfuhr. Wir mussten ungefähr 10 Kilometer weit nach Fort Kochi fahren und Willingdon Island überqueren. Das ist eine der drei Inseln aus denen Kochi besteht. In Fort Kochi angekommen, hielten wir als erstes im jüdischen Viertel und liefen zur jüdischen Synagoge. Ich machte dort nicht einmal ein Foto, weil ich ziemlich enttäuscht davon war. Erstmal war geschlossen, da es ein Samstag war und außerdem sah das Ganze von außen aus wie in einem Hinterhof. Da sah ich nicht mal, wo dort eine jüdische Synagoge sein sollte. Das sah auf Fotos ein wenig anders aus. Dafür war der Rest des jüdischen Viertels in Fort Kochi schön. Wir liefen dort durch und es gab viele Antiquitätenshops und man hatte jede Menge anzuschauen. Auch hier wurde ich leider in einem recht hohen Tempo durchgejagt. Der Grund hierfür war, dass meine Kolleginnen sich dort nicht wohl fühlten, da wir immer angeschaut wurden und auch angesprochen wurden, ob wir nicht etwas kaufen wollen. Ich fand das überhaupt nicht schlimm. Das habe ich in anderen Ländern schon ganz anders erlebt. Auf jeden Fall fanden die das nicht schön und dementsprechend schnell ging es weiter.

Der Dutch Palace in Kochi
Der Dutch Palace in Kochi

Die nächste Station war der Dutch Palace in Fort Kochi. Dieser wurde von den Portugiesen erbaut und 1555 an die Könige von Kochi gegeben. 1663 wurde der Dutch Palace von den Holländern renoviert und erweitert. Daher kommt auch der Name. Auch diesen hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt. Die Fotos, die ich gesehen hatte, sahen anders aus. Wir gingen in das Museum hinein. Dort gab es Exponate der Könige von Kochi und Wandmalereien. Außerdem wurden Münzen und alter Schmuck ausgestellt. Insgesamt fand ich persönlich das Museum nicht sehr beeindruckend und den Dutch Palace selber auch nicht. Das ist aber vielleicht auch eine Sache des persönlichen Geschmacks. Anschließend fuhren wir zu den Chinese Fishing Nets und hier war ich wirklich begeistert. Es gab einen wunderschönen Weg entlang des Meeres und an den Chinese Fishing Nets vorbei.

Chinesische Fischernetze in Kochi
Chinesische Fischernetze in Kochi

Auf jeden Fall war das mein Highlight des Tages. Wir liefen eine ganze Weile am Ufer entlang. Diesmal ohne es eilig zu haben. Wir bogen dann irgendwo auf dem Weg ab, um wieder zum Auto zurück zu laufen. Der Fahrer hatte auf uns gewartet und wir steuerten unser nächstes Ziel an.

St. Francis Church in Kochi
St. Francis Church in Kochi

Die St. Francis Church.  Diese ist die älteste europäische Kirche in Indien und wurde 1503 erbaut. Dort wurde Vasco da Gama, der portugiesische Seefahrer, 1524, als er bei seinem dritten Besuch in Indien starb, beerdigt. 14 Jahre später allerdings wurden seine Überreste nach Lissabon überführt. Diese Kirche schauten wir uns von innen an und ich fand, dass das von innen eine richtig schöne Kirche ist. Auch die Umrandung des ehemaligen Grabes von Vasco da Gama ist zu erkennen.

Santa Cruz Basilika in Kochi
Santa Cruz Basilika in Kochi

Anschließend fuhren wir, mit einem kurzen Zwischenstopp an einem Strand, zur Santa Cruz Basilika in Fort Kochi. Die Santa Cruz Basilika ist nicht nur eine von 8 Basilikas in Indien, sondern auch eine der ältesten Kirchen in Indien. Auch diese wurde von den Portugiesen erbaut. Diese Kirche war für den heutigen Tag das letzte Ziel und wir fuhren im Anschluss wieder zurück nach Kochi und von dort aus, ging jeder nach Hause.

 

 

 

Hier finden Sie die Indien Reisen von Sommer Fernreisen/ Indien-Discover