Asien,  Vietnam

Vietnamreise – Individualtour mit Auto, 29 Tage

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Eine Kurzeinschätzung unserer Vietnamreise vom 02.10. bis zum 30.10.2010:

Hin- und Rückflug:

Ohne Probleme mit Thai Airways, empfehlenswert ist aber, bei einem Flugzeugwechsel in Bangkok mindestens 2 oder mehr Stunden einzuplanen […] Der Flughafen in Bangkok ist fluggastfreundlich und man könnte in Ruhe  bummeln. Der Service im Flugzeug ist gut.

Im Norden:

Die Fahrt über Son La nach Bien Phu empfanden wir als sehr entspannend durch ursprüngliche und abwechslungsreiche Landschaft und erste Eindrücke von der Lebensweise der Bevölkerung. Sapa und der Sonntagsmarkt in Bac Ha sind schon touristisch, trotzdem nicht nervig, Handel und Wandel sind interessant. Sapa hat den Charakter eines Kurortes mit netter Gastronomie und einen Markt. Nicht zu empfehlen sind Wanderungen auf engen und bergigen Teerstraßen durch Lasterverkehr.

Landschaftlich reizvoll ist die Fahrt in den BaBe-Nationalpark – Ausflüge (Bootsfahrten, Wanderungen, Wasserfall) sind erholsam. Zu empfehlen ist auch der Ausflug zum Ban Gioc-Wasserfall, Fahrt durch ursprüngliche Landschaft mit Reisterrassen.

Insgesamt können wir sagen, dass es sich lohnen würde, die Reiseangebote in den Norden auszubauen, er hat mehr als Sapa und Bac Ha zu bieten. Man begegnet noch freundlichen und aufgeschlossenen Ethnien.

Unser Rat wäre auch, sich mehr Zeit bei der Bootsfahrt in der Halong-Bucht zu lassen. Unsere Bootsfahrt wurde hier leider von 6 Stunden auf 2,5 Stunden zusammengeschrumpft. Eine Übernachtung auf dem Schiff ist besser.

Trotz Regen hat uns auch die sogenannte „Trockene Halongbucht“ gefallen trotz geschäftstüchtiger Bootsfrauen.

Hanoi:

Wasserpuppentheater in Hanoi
Wasserpuppentheater in Hanoi

Wir waren zur Zeit der 1000-Jahrfeier da. Die Stadt war voller Leben und sehr schön geschmückt. Noch kann man den Charme der Altstadt sehen und ein abendlicher Bummel hat durchaus seinen Reiz. Das Wasserpuppentheater ist auch interessant. Zwei Tage Zeit vergehen sehr schnell.

In Hue fasziniert die Geschichte der Kaiserstadt mit Zitadelle und den Grabanlagen, ebenso die Pagoden am Parfümfluss. Negativ und nicht zu empfehlen ist die uns angebotene knapp einstündige Bootsfahrt auf dem Parfümfluss. Man sollte eine Halbtagesfahrt einplanen, um so auch die vielen Schlängelungen und beschriebenen flussseitigen Tempel, Pagoden und Dörfer fernab der eigentlichen Stadt zu sehen.

Hoi An:

Hat uns trotz vieler Touristen gut gefallen durch die entspannte Atmosphäre auch der einheimischen Bevölkerung, der historischen Gebäude und vielfältiger Geschäfte, Märkte, Restaurants, dem abendlichen Glühen der Lampions und dem Geschehen am Fluss. Hier sollte man aber zusätzlich einen Tag am Strand einplanen.

My Son:

My Son Vietnam
My Son

Die Tempelanlagen vom Volk der Cham sind leider noch sehr rudimentär – aber sehenswert.

Unsere Weiterfahrt in das zentrale Hochland wurde erst interessant mit dem Verlassen des Highway Nr. 1 – hier sollte man schon eher auf untergeordneten Straßen abbiegen, denn bis Kontum findet sich noch eine abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft.

In Erinnerung wird uns die Besichtigung der Gedenkstätte des von den Amerikanern zerstörten Dorfes Son My bleiben.

Die weiteren Stationen unserer Reise – Pleiku und Buon Ma Thuot – waren für uns etwas enttäuschend. Seitens der dort beauftragten Agentur hatten wir den Eindruck, dass ein intensiver Kontakt mit den Bewohnern der Langhäuser nicht erwünscht war. Das angebotene Programm erschöpfte sich sich in einem Spaziergang durch ein touristisch „aufbereitetes“ Museumsdorf. Nur unserer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass wir noch ein ursprüngliches Dorf mit seinen Bewohnern sehen konnten. Das war schade. Landschaftliche Höhepunkte gab es hier weniger, da ausgeprägte Landwirtschaft die ursprüngliche Flora und Fauna verdrängen.

Saigon:

Pulsierende und nie schlafende Millionenmetropole mit reger Geschäftstätigkeit. Wirklich nicht auslassen sollte man den Besuch des Kriegsmuseums (ergriffene Besucher aus aller Welt) und die Tunnelsysteme. Wir standen dem erst skeptisch gegenüber, aber wir waren dann froh, uns das angesehen zu haben.

Der Ausflug in das Mekong-Delta war für uns weniger beeindruckend, hier sind wir durch die Reisen nach Laos und Burma verwöhnt. Vielleicht war aber auch der Regen schuld, dass wir den schwimmenden Markt nicht bei besserem Wetter erlebt haben.

Zum Essen in lokalen Restaurants:

Mit unserem Guide waren wir fast ausschließlich in Straßenrestaurants. Dies war für uns auf Grund der sichtbaren hygienischen Mängel trotz ausgeprägter Toleranz durch Reisen nach Westafrika recht gewöhnungsbedürftig. Die Qualität wechselte, war aber im Schnitt akzeptabel. Es dauerte aber auch geraume Zeit, bis der Reiseleiter aktzeptiert hatte, dass wir kein loses Wasser und Eis in Getränken wollten. Wir haben aber mit ihm alles gut und freundschaftlich lösen können.

Fazit:

Eine gelungene Rundreise mit unterschiedlichsten Eindrücken – zu empfehlen in Kleingruppen bis ca. 8 Personen. Abwechslungsreicher Mix aus Kultur, Historie, Natur und Erholung. Wir sind der Überzeugung, dass dazu auch das gewählte Transportmittel Auto mit der stetigen Möglichkeit der Stopps bzw. der weitgehenden Unabhängigkeit von zeitlichen oder örtlichen Vorgaben beigetragen hat. Die uns betreuende vietnamesische Agentur und das gestellte Fahrzeug waren ohne Fehl und Tadel. Wir haben uns während der gesamten Reise gut betreut gefühlt, auch standen Guide und Agentur in täglichem Kontakt.

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