Myanmar Spinnenfrau Mrauk U
Asien,  Myanmar

Mrauk U und Sittwe

Unsere Myanmar-Reisen finden Sie unter www.myanmar-discover.de

Hiermit möchten wir Ihnen noch von unserer kleinen und wirklich feinen Reiseverlängerung zu dem Städtchen Mrauk U berichten.

Der organisatorische Ablauf der Verlängerung war sehr gut. In Sittwe wurden wir zwei am Flughafen schon von einem jungen, englisch sprechenden Reiseführer in Empfang genommen, der uns überall begleitete, auch an Tagen an denen wir mit einem Fahrer und Jeep unterwegs waren. Alle Schiffe und Boote, die wir von Sittwe nach Mrauk U und von dort zu den Chin-Dörfern benutzten, standen grundsätzlich für uns zwei mit Führer alleine zur Verfügung. Es war also insgesamt eine absolut individuelle, ja ganz familiäre Angelegenheit. Zum Beispiel nahm uns der Führer abends, zum Höhepunkt des Vollmondfestes in Mrauk U, zusammen mit seinen Verwandten und Bekannten, mit. Da bewunderten wir reihenweise lebende Nats auf der Showbühne. Wir standen jedoch nicht bei den Zuschauern, sondern hinter den Kulissen, was ungleich interessanter war. Wir wohnten einer lustigen Trauerfeier eines Klostervorstandes bei, mit Tanz und Musik der Mädchen aus der Umgebung. Der Leichnam, des nur 46-jährigen, lag schon mehrere Tage in der Hitze, durch ein Fenster im Sarg konnten wir seinen inzwischen schwarzen Teint, betrachten. Natürlich lag er mitten im Geschehen. Auch die Tempelanlagen und Pagoden sind im Baustil überhaupt nicht mit den bereits gesehenen vergleichbar gewesen. Die Chin-Dörfer sind nur mit Booten auf dem Lemrofluss erreichbar. Während der 4-stündigen Bootsfahrt konnten wir noch eine jungsteinzeitliche

Myanmar Tempelanlage Mrauk U
Tempelanlage in Mrauk U

Felderbestellung beobachten: Männer spannten sich selber vor die Pflugschar. In den Dörfern angekommen, wurden wir von der gesamten Bevölkerung umringt und begutachtet, niemand wollte etwas verkaufen – jedoch haben sie uns Bananen geschenkt, niemand zeigte den leisesten Anschein betteln zu wollen – jedoch sind alle bettelarm. Wir konnten sogar noch einige der alten, tätowierten Spinnennetz–Frauen bestaunen. Eine von ihnen war 100 Jahre alt, jedoch wird schon seit über 50 Jahren nicht mehr tätowiert, folglich sind sie im Aussterben. Glaubt uns, Eile ist geboten, denn in Mrauk U haben wir höchstens 3 Dutzend Touristen gesehen, es könnte sich ändern. Den unverdorbenen Zustand der Leute kann man hier echt genießen und auch ihre Rückständigkeit in der sie ausgeglichen und zufrieden leben.

In Sittwe existiert eine andere Welt. Die Leute von Bangla Desch sind hier zahlreich vertreten, die ursprüngliche Bevölkerung leidet unter den Einflüssen des Islams, der Zuwanderer und deren Bettlertum. Auch Geblendete aus Bangla Desch bevölkern das Straßenbild um zu betteln. Das Hotel in Sittwe, zum Glück hatten wir nur eine Nacht, war der Tiefstand der gesamten Reise. In Mrauk U hatten wir einen geräumigen Bungalow aus Holz und ein liebenswert demütiges Personal, dass uns alle Wünsche von den Augen ablesen wollte. Das Essen war sehr schmackhaft. Die einzige Pille, die hier zu schlucken ist, war die Stromversorgung (nur 2-4 Std. täglich Generatorstrom, nachts 12V Stromnetz aus dem Akku). Eigentlich wisst ihr jetzt fast nichts, ihr müsst eben selbst den Sprung in das alte Myanmar wagen.

 

Hier kommen Sie zu unseren Myanmar Reisen.