Yeak Laom See Banlung Rattanakiri Kambodscha
Asien,  Kambodscha,  Sommer Fernreisen Redaktion

Eine Reise durch Kambodscha: Banlung, Yeak Laom See und Kachang Wasserfall

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An diesem Tag auf meiner Reise durch Kambodscha ging es auf eine Motorbiketour, auf die ich mich schon sehr freute. Ich frühstückte zunächst einmal gemütlich, wobei ich noch einen Kanadier kennenlernte, der dort schon seit ein paar Tagen war und Treckingtouren in die Umgebung unternahm. Später kamen noch die beiden Finnen und wir frühstückten schließlich mehr oder weniger alle zusammen. Pünktlich um 09:30 Uhr trafen wir uns dann alle wieder und unsere Tour begann. Jeder von uns hatte ein eigenes Motorbike mit Fahrer und dann ging es los zu unserem

Liegender Buddha Banlung Rattanakiri Kambodscha
Liegender Buddha in Banlung

ersten Ziel, dem liegenden Buddha.

Von dort hatte man auch eine ziemlich schöne Sicht über die umliegende Umgebung. Unsere Fahrer erklärten uns, dass hierher auch Leute kommen, um zu beten. Außerdem stand hier auch der „Baum der Erleuchtung“. Der englische Name ist Canon Ball Tree. Wie der botanische Name ist, weiß ich aber auch nicht und konnte ich auch nicht in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall kletterten ein paar Kinder dort herum und schienen dabei ziemlich viel Spaß zu haben. Nachdem wir uns eine Weile den liegenden Buddha angeschaut hatten und die schöne Aussicht über die Umgebung bewundert hatten, ging die Fahrt weiter. Unterwegs kamen wir noch an ganzen Wäldern mit Gummibäumen vorbei. Diese wurden angeritzt, so dass der Saft aufgefangen werden konnte, der dann weiterverarbeitet werden würde. Es war also eine riesige Kautschukplantage. Dort sahen wir auch eine recht hübsche Spinne. Ich bin zwar nicht so der Spinnenfan, aber diese war ziemlich auffällig gefärbt. Gelb mit gemusterten dunkleren Streifen. Außerdem sprang ihr zu dem Zeitpunkt eine Grille ins Netz.

Gummiplantage Banlung Rattanakiri Kambodscha
Spinne in der Kautschukplantage

Das ging unheimlich schnell wie die Grille eingewickelt wurde und zwar ziemlich gründlich. Anschließend wurde sie auch schon verspeist. Schon interessant. Nächstes Ziel war aber dann ein Minderheitendorf in der Nähe von Banlung. Allerdings war es dort ziemlich ruhig, da alle bei der Arbeit auf den Feldern waren und somit waren nur die Kinder in dem Dorf anwesend. Normalerweise hätten die Unterricht gehabt, doch am Tag davor war der Geburtstag des Königsvaters Norodom Sihanouk und da das ein Sonntag war, wurde der Feiertag auf den Montag verlegt. Aus dem Grund hatten die Kinder schulfrei. Wir sahen dort wie der Reis zum Trocknen ausgebreitet war und ein paar Häuser. Insgesamt war es in dem Minderheitendorf sehr ruhig. Wir liefen dort durch und machten uns anschließend auf den Weg zum Kachang Wasserfall, in der Nähe von Banlung.  Hier mussten wir 2000 Riel Eintritt zahlen und kurz hinter dem Eingang sahen wir auf einem Grundstück ein paar Affen. Diese wurden von ihren Besitzern aus den Wäldern gefangen und nun dort an einem Baum angeleint und als Haustiere gehalten. Allesamt waren sie angekettet. Entweder mit einem Halsband oder einem Bauchgurt. Beides war nicht sehr praktisch, aber das Halsband war ziemlich ungünstig, da sich der kleine Affe damit immer fast aufhängte sobald dieser versuchte außer Reichweite zu springen. Das sah relativ schmerzhaft aus. Armer Kerl. Die Affen waren aber recht zutraulich und kletterten auf ihrem Besitzer herum und versuchten in dessen Taschen hineinzugreifen oder ihm die Mütze zu klauen. Das war recht unterhaltsam. Allerdings hielt ich mich von den Affen lieber doch ein wenig fern. Die haben nämlich die ganze Zeit geleckt und auch ein wenig gebissen, wie Laura und Otto, die beiden Finnen, ziemlich schnell feststellen mussten. Nicht, dass sie richtig gebissen worden sind, aber das Knabbern war wohl recht unangenehm und ich mag es auch nicht, wenn solche Tiere mich ablecken, deswegen schaute ich mir das lieber außer Reichweite der Kette an.

Kachang Wasserfall Banlung Rattanakiri Kambodscha
Kachang Wasserfall

Schließlich fuhren wir dann aber das letzte Stück zum Kachang Wasserfall. Der Kachang Wasserfall gefiel mir sehr gut und er lag ziemlich im Dschungel. Es gab dort noch eine Hängebrücke, von der man schöne Fotos machen konnte. Von dort ging allerdings kein richtiger Weg mehr ab und die Hängebrücke diente wohl nur dem Zweck, dass man von dort schöne Fotos machen konnte und auf die andere Seite des Kachang Wasserfalls kam. Wir blieben dort eine Weile. Otto, einer der beiden Finnen, ging dort noch schnell eine Runde schwimmen, bevor wir uns auf den Weg zu dem Highlight des Tages machten. Den Yeak Laom See. Das Schwimmen hob ich mir allerdings für diesen See auf. Zunächst jedoch gingen wir etwas essen in der Nähe des Kachang Wasserfalls. Dort war auch eine Kautschukfabrik, in der das Kautschuk von den Bäumen weiterverarbeitet wurde. Unser Essen bestand ganz unkompliziert aus Bratreis und Bratnudeln mit Rindfleisch. Dazu gab es heißen Tee und Softdrinks. Nach dieser kleinen Stärkung machten wir uns schließlich auf zum Yeak Laom See, auf den wir uns alle schon den ganzen Tag freuten. Dort mussten wir noch einen Dollar Eintritt zahlen und dann waren wir dort und machten mit unseren Fahrern aus, dass wir in zwei Stunden wieder da sein würden.

Yeak Laom See Banlung Rattanakiri Kambodscha
Wanderung um den Yeak Laom See

Wir begannen zunächst um den Yeak Laom See herumzulaufen. Das war wie ein Dschungeltrek. Der Weg wurde mit der Zeit immer schmaler und wir waren so ziemlich alleine unterwegs. Das war allerdings auch recht angenehm. Unterwegs sahen wir außerdem noch eine kleine Schlange, die allerdings so schnell wieder weg war, dass ich mal wieder kein Foto machen konnte. Schlangen gesehen habe ich jetzt unterwegs öfter mal, aber ich schaffte es nie, diese auch zu fotografieren. Sie sind einfach zu schnell.

Wir brauchten fast 1,5 Stunden, um den Yeak Laom See zu umrunden, allerdings gingen wir auch recht langsam.

Wir sahen ja immer überall etwas Interessantes, wo wir kurz anhalten mussten und genauer schauen mussten. Da dauert es dann seine Zeit. Dann freuten wir uns jedoch auf ein erfrischendes Bad im Yeak Laom See. Das Wasser des Sees erwies sich als wärmer, als das Wasser aus den Duschen in unserem Gästehaus. Das tat richtig gut und wir wollten gar nicht mehr heraus aus dem Wasser. Das einzige Problem was Laura und ich erst hatten, war, dass wir uns erstmal in unseren Bikinis recht unwohl fühlten, da alle anderen, hauptsächlich die Einheimischen, komplett angezogen ins Wasser gingen. Allerdings waren wir dort auch erstmal die einzigen Touristen und ich hatte vergessen, meine Shorts und mein Top mitzunehmen, womit ich hier normalerweise schwimmen gegangen war, wenn ich unterwegs mal dazu kam schwimmen zu gehen.

Yeak Laom See Banlung Rattanakiri Kambodscha
Yeak Laom See

Wir sprangen also schnell ins Wasser und ließen uns dann von Otto Schwimmwesten bringen, die wir sowohl als Luftmatratze nutzten, als auch dazu uns ein wenig mehr anzuziehen. Die Schwimmwesten wurden dort verliehen, da viele der Einheimischen nicht schwimmen können. Das Angebot wurde auch eifrig genutzt und wir waren zuerst die Einzigen, die erstmal ohne Schwimmwesten ins Wasser sprangen. Das Wasser war auf jeden Fall herrlich erfrischend und ganz klar. Einfach nur toll. An der tiefsten Stelle war der Yeak Laom See ungefähr 70 Meter tief. Der Yeak Laom See ist ein Kratersee und ziemlich kreisrund. Was diesen See außerdem so schön macht, ist dass er von Dschungel umgeben ist. Man kann dort einen wunderschönen Spaziergang herum machen. Genauso wie wir es gemacht hatten. Das ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Wir wären ziemlich gerne noch ein wenig länger geblieben, aber wir mussten uns letztendlich schweren Herzens losreißen, da unsere Fahrer schon auf uns warteten. Wir zogen uns also wieder um in extra dafür aufgestellten Umkleidekabinen. Die waren allerdings recht eng und dann trat ich noch in eine Ameisenstraße hinein, die mein Eindringen mit Beißattacken quittierten, woraufhin ich schnellstmöglich die Umkleidekabine verließ. Schließlich suchten und fanden wir unsere Fahrer wieder, mit denen wir auf direktem Wege zurück zu unserem Gäste zurück fuhren. Damit war ein wirklich sehr gelungener Tagesausflug zu Ende, den ich sehr genossen hatte. Gleichzeitig war dies auch der letzte Ausflug auf meiner Reise in Kambodscha. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus zurück nach Phnom Penh, wo ich zwei weitere Nächte blieb, um dann meinen Flug zurück nach Deutschland anzutreten. Insgesamt erlebte ich eine wunderschöne Zeit in Kambodscha und genoss meinen Aufenthalt hier sehr.

 

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