Flussufer des Mekong in Kratie
Asien,  Kambodscha,  Sommer Fernreisen Redaktion

Eine Reise durch Kambodscha: Kratie und Fahrt nach Rattanakiri

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Auf meiner weiteren Reise in Kambodscha besuchte ich als nächstes Kratie und Rattanakiri. Ganz früh morgens um 06:30 Uhr sollte ich abgeholt werden und stand pünktlich bereit, um die 10-stündige Busfahrt von Siem Reap nach Kratie anzutreten. Der Bus zum Abholen ließ sich jedoch Zeit und um kurz vor 07:00 Uhr wurde ich dann endlich abgeholt und zur Bushaltestelle gebracht, wo der Bus wartete. Die Fahrt begann und es wurde zwischenzeitlich ein paar Mal angehalten um Leute abzusetzen. Gegen Mittag war jedoch Endstation des Busses, dabei waren es noch vier Stunden zu fahren. Es stellte sich jedoch heraus, dass nur wenige Leute nach Kratie wollten und somit wurden die verbliebenen Reisenden in einen Minibus geladen. Dieser war sehr unbequem. Die Rückenlehne ließ sich nicht gerade einstellen, sondern war nach vorne geneigt, so dass ich während der ganzen vierstündigen Fahrt nicht richtig sitzen konnte, sondern immer vorgebeugt irgendeine Position finden musste. Zudem wurde die Fahrt unterbrochen, als Leute mitfahren wollten und es mussten Pakete abgeliefert werden. Die Fahrt war also recht langwierig. Ich war sehr froh, als ich endlich in Kratie ankam. Der Ort ist sehr klein und man kann alles innerhalb weniger Gehminuten erreichen. Ich fragte mich durch zu dem Gästehaus, wo ich hinwollte und checkte dort für zwei Nächte ein. An diesem Tag konnte ich nicht mehr viel machen, da es bald dunkel werden würde. Ich drehte also nur noch mal eine kleine Runde durch den Ort und freute mich dann auf den nächsten Tag, an dem ich mir ein Fahrrad ausleihen wollte, um zu dem Ort zu fahren, wo man die seltenen Irrawaddy-Delfine, die einzigen Süßwasserdelfine der Welt, beobachten konnte.

Flussufer des Mekong in Kratie
Flussufer in Kratie

Ich lief am Mekong entlang und machte dort noch ein paar Bilder, bevor ich den Tag mit einem leckeren Abendessen in meinem Gästehaus beendete. Der nächste Tag erwies sich jedoch als nicht mein Tag. Es regnete praktisch den ganzen Tag, so dass ich nichts machen konnte. Morgens, als es noch nicht regnete verschlief ich und mein Frühstück schien meinem Verdauungstrakt mal wieder nicht zu bekommen. Zum Fahrradfahren war es zu nass und bei dem Wetter würde ich die Delfine nicht zu Gesicht bekommen. Ich wartete also ab und hoffte, dass der Regen bald aufhörte, doch es regnete den ganzen Tag und so war der ganze Tag verschwendet ohne dass ich etwas machen konnte. Das war wirklich ärgerlich, zumal ich mich wirklich schon darauf gefreut hatte die Delfine zu sehen. Das war wohl nichts .Für den nächsten Tag hatte ich bereits mein Busticket nach Banlung in Rattanakiri gebucht. Den Abend und die Nacht verbrachte ich also noch in meinem Gästehaus.

Am nächsten Tag wurde ich überpünktlich schon um 08:00 Uhr statt um 08:30 Uhr von dem Bus nach Banlung in Rattanakiri abgeholt. Der Bus war schon recht voll, dachte ich, und lediglich ganz hinten, neben einem Pärchen aus Finnland war noch Platz. Ich setzte mich also hin und wartete darauf, dass wir losfuhren nach Banlung in Rattanakiri. Zunächst jedoch fuhren wir noch mindestens eine Stunde durch Battambang um noch diverse Leute abzuholen. Soviel zum Thema, dass der Bus voll ist. Es gab 13 Sitzplätze plus Fahrersitz und am Ende waren wir 21 Leute in dem Bus plus der Fahrer. Dazu hatten wir noch ein Moped

geladen und diverse Koffer, Taschen und Rucksäcke der Mitreisenden. Hinten auf der Anhängerkupplung war noch ein Korb mit 8 Schweinen darin festgezurrt. Zudem befanden sich noch diverse Säcke mit Gemüse an Bord. Hier erlebte ich jetzt Busfahren auf kambodschanische Art und Weise. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die über sieben Stunden dauernde Fahrt nach Banlung in Rattanakiri auf diese Weise ziemlich anstrengend und unbequem war. Ich kann gar nicht sagen wie froh ich war, als wir endlich ankamen und ich aus diesem Bus hinaus konnte. Außer den beiden Finnen und mir war auch kein weiterer Ausländer mit dabei und wir schlossen uns dann auch gleich zusammen. Wir wurden in ein Gästehaus gebracht, mit dem der Busbetreiber zusammenarbeitete. Ich denke mal, dass der Busfahrer eine kleine Provision bekommt, wenn er die Gäste dort abliefert. Auf jeden Fall blieben wir dort und es war gar nicht mal so schlecht. Es lag zwar relativ außerhalb, aber dafür war es ruhig und die Zimmer waren relativ sauber. Für fünf Dollar pro Nacht kann man aber wohl auch keinen Luxus erwarten. Immerhin gab es einen Fernseher im Zimmer. Ich schätze mal, dass der Fernseher hier das Wichtigste ist. Wenn es auch sonst nichts gibt, einen Fernseher gibt es garantiert. Nach der langen Fahrt nach Banlung war das Erste was ich machte nach dem Einchecken, in das Restaurant dort gehen und etwas essen. Danach buchte ich noch meinen Bus nach Phnom Penh und für den nächsten Tag eine Tour zum Yeak Laom Lake, einem Wasserfall und einem Minderheitendorf. Vor der Busfahrt nach Phnom Penh graute es mir da allerdings schon. Diese sollte nämlich 11 Stunden dauern. Diesmal allerdings in einem großen Bus und keinem Minibus, der angeblich schneller gewesen wäre. Allerdings ist es nicht garantiert, dass es schneller geht und außerdem wollte ich nicht schon wieder mit so vielen Leuten in einem Bus sitzen und dann 11 Stunden lang komplett eingequetscht sitzen. War ja eine ganz interessante Erfahrung, aber ein zweites Mal muss das nicht sein. An diesem Tag erholte ich mich also von der strapaziösen Fahrt und genoss ein leckeres Abendessen in dem Restaurant des Gästehauses. Ich freute mich schon auf den nächsten Tag auf meine kleine Tour durch die Umgebung.

 

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