Killing Cave und Tempel Battambang Kambodscha
Asien,  Kambodscha,  Sommer Fernreisen Redaktion

Eine Reise durch Kambodscha: Poipet, Battambang und Siem Reap

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Am 25. Oktober 2010 begann meine zweite Reise in Kambodscha, nachdem ich die Grenze von Thailand nach Poipet in Kambodscha überquert hatte. Weitere Ziele waren Battambang, Siem Reap und Kratie.

Der Grenzübergang erwies sich als kleines Verwirrspiel. Zuerst wurden wir Touristen an einem Markt abgesetzt, wo sich die Grenze befinden sollte, die sich als solche allerdings erst nicht erkennen ließ. Wir wurden von jemandem schließlich in die richtige Richtung geschickt und gleichzeitig aber gefragt, ob wir denn noch ein Visum bräuchten, was wir alle noch nicht hatten. Mit der Bitte ihm zu folgen, drehte sich der junge Mann um und lief los, allerdings erstmal in Richtung eines anderen Gebäudes und nicht in Richtung Grenze. Zwei unserer kleinen Gruppe folgten im dann und der Rest lief weiter Richtung Grenze. Da wir uns ja noch auf thailändischem Grund und Boden befanden, sahen wir alle nicht die Notwendigkeit hier schon das Visum zu beantragen, zumal ich schon gelesen hatte, dass die versuchen einen hier auszunehmen und einem das Visum zu teuer zu verkaufen. Das Verlassen Thailands ging recht schnell und der Grenzübergang in Poipet in Kambodscha ging auch recht schnell. Das Visum wurde problemlos beantragt und genehmigt. Ich musste lediglich einen kleinen Aufpreis zahlen, weil ich mein Passfoto, was ich eigentlich benötigt hätte, irgendwo verloren hatte. Anschließend begab ich mich auf die Suche nach den Bussen und Sammeltaxen, die in der Nähe der Grenze warten sollten. Allerdings fand ich diese erst nicht. Ich wurde aber dann angesprochen, ob ich ein Sammeltaxi nehmen wollte. Die Busse würden sowieso nicht fahren, aufgrund von Überschwemmungen auf dem Weg. Das nahm ich dem guten Mann allerdings erst nicht ab. Er machte mir aber ein Angebot für ein Taxi, was ich mir mit anderen teilen sollte und das nahm ich dann an und ich fuhr mit ihm auf seinem Moped zu der Stelle, wo angeblich das Sammeltaxi und andere Passagiere warten sollten. Jedoch weit gefehlt. Dort waren weit und breit keine anderen Touristen zu sehen, geschweige denn die Sammeltaxen. Es kam dann jedoch ein Auto vorgefahren und da wurde mir dann mitgeteilt, dass dies das Sammeltaxi ist und dass ich aber allein fahren müsste, weil keine anderen mehr nach Battambang fahren würden. Dafür sollte ich dann aber direkt das Doppelte vom ausgemachten Preis zahlen. Das wollte ich natürlich nicht, allerdings war meine Verhandlungsposition denkbar schlecht, da ich mich, dank des Eifers und der Überzeugungskraft des jungen Mannes, außerhalb der Stadt befand. Mir blieb also nichts anderes übrig, als zähneknirschend da einzusteigen und für den doppelten Preis nach Battambang zu fahren. Das war also schon mal kein guter Einstieg für meinen zweiten Aufenthalt in Kambodscha, aber mich aufzuregen macht die Sache nicht besser und so hakte ich es unter Erfahrung ab. Meine Reise ließ ich mir dadurch jedenfalls nicht verderben. Wenigstens wurde ich in Battambang direkt zum gewünschten Gästehaus gefahren. Dieses entschädigte mich wieder ein wenig, da es wirklich recht schön war. Es lag direkt am Markt und die Zimmer waren sauber und ich hatte auch ein eigenes Bad, wenn auch nur mit kaltem Wasser. Die nicht vorhandene Klimaanlage störte mich dafür umso weniger, da ich diese sowieso immer zu kalt finde. Dafür gab es aber einen Ventilator. An diesem Tag ging ich abends nur noch essen und für den nächsten Tag buchte ich eine kleine Rundfahrt durch die Gegend von Battambang.

Battambang Kambodscha
Bambuszug

Die erste Station am nächsten Tag auf meiner Rundfahrt, war der Bambuszug, mit dem ich eigentlich zuerst fahren wollte. Nachdem die Preise für eine Person aber recht hoch waren, überlegte ich mir das Ganze wieder und machte nur Fotos. Allerdings waren dort schon andere und normalerweise wären die Kosten niedriger gewesen, wenn sich mindestens fünf Personen fanden. Jedoch hat eine schon anwesende Touristin eine derartige Szene gemacht aufgrund des hohen Preises, dass die Besitzer des Bambuszuges am Ende keinen mehr mitnehmen wollten. Konnte ich im Prinzip schon verstehen. Wer will schon jemanden mitmachen, der so ein Theater veranstaltet. Ich fuhr schließlich mit meinem Tuk Tukfahrer wieder weiter. Die nächste Station war der Banan-Tempel. Ein Tempel, der sogar noch älter sein sollte, als die Tempel von Angkor. Dort angekommen, beschrieb mir mein Tuk Tukfahrer den Weg und ich marschierte los. Zuerst musste ich mir die Eintrittkarte kaufen. Dort bekam ich dann auch sofort Gesellschaft von einem kleinen Jungen, der sich mir als mein Guide vorstellte und mir voran die Treppen zum Tempel hinauf lief. Insgesamt waren es über 300 Stufen und es war schon recht anstrengend dort hochzulaufen, aber letztendlich hatte ich es dann geschafft und war endlich bei dem Tempel. Es waren überall Schilder angebracht, die vor Minen warnten und Gefahr ausstrahlten, was mich dazu veranlasste ganz genau darauf zu achten, ja nicht vom Weg abzukommen. Ein wenig merkwürdig ist einem schon zumute, wenn man sich vorstellt, dass in unmittelbarer Umgebung noch gefährliche Landminen herumliegen. Auf dem Tempelgelände selber drohte aber keine Gefahr und somit erkundete ich die Ruinen, immer gefolgt von dem kleinen Jungen, der mir was von Pol Pot und Schießereien erzählte, die dort oben stattgefunden hatten. Man hatte dort oben eine recht schöne Aussicht und es war auch recht ruhig, weil auch kaum Leute dort oben waren. Letztendlich machte ich mich aber wieder auf den Weg nach unten.

Banan Tempel Battambang Kambodscha
Banan Tempel

Vorher wollte der kleine Junge allerdings noch eine kleine Belohnung haben, die ich ihm dann auch gab. Dann konnte ich mich die 300 Stufen wieder nach unten begeben, wo mein Fahrer schon auf mich wartete. Das nächste Ziel war die „Killing Cave“. Unterwegs machten wir noch einen Zwischenstopp an einem Weingarten, der laut meinem Fahrer der einzige in Kambodscha ist. Dann kamen wir bei der „Killing Cave“ an. Dies war eine Höhle, die von Pol Pot und seinen Leuten genutzt wurde, um Menschen zu töten. Die Menschen wurden dort hinabgestürzt und somit zu Tode gestürzt. In einem Teil der Höhle konnte man noch Knochen sehen und aufgestapelte Kleidungsstücke der Toten. In einem anderen Teil der Höhle hatte man die Knochen und Schädel in einen Metallkäfig gelegt. Dort wachte außerdem ein großer liegender Buddha in Gold. Menschen kommen hierhin um zu beten und Räucherstäbchen anzuzünden. Wieder aus der Höhle draußen wurde mir noch ein weiteres Loch in einem Felsen gezeigt. Dies war ebenso tief wie dunkel und mir wurde gesagt, dass in dieses Loch die Babies hineingeworfen wurden. Es gibt wirklich kaum etwas Grausameres.

Killing Cave und Tempel Battambang Kambodscha
Tempel bei der Killing Cave

Anschließend schaute ich mir noch eine Stelle an, wo ein großer goldener Buddha aufgestellt war, der die Rolle eines Lehrers einnahm. Davor knieten sechs goldene Mönche, die von ihm gelehrt wurden. Diese riesigen Buddhastatuen sind schon ziemlich beeindruckend. Die Straße führte noch hinauf bis zu zwei weiteren Tempeln, die ich mir anschaute und eine Weile dort herumlief.  Schließlich machte ich mich auf den Weg zur Straße hinunter, wo mein Fahrer auf mich wartete. Dazu musste ich nun einigeTreppen hinunterlaufen. Insgesamt war dies doch ein ziemlich schweißtreibender, aber auch schöner Marsch gewesen. Unten angekommen stieg ich wieder ins Tuk Tuk und wir fuhren nun wieder zurück in Richtung Battambang.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich damit, durch die Stadt zu laufen und mich auszuruhen. Abends ging ich nach nebenan zum Abendessen. Dort gab es auch ein sehr leckeres Frühstück, was ich mir am nächsten Morgen noch einmal zu Gemüte führte. Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter nach Siem Reap, wo ich ebenfalls zwei Nächte bleiben wollte, um die lange Fahrt nach Kratie zu unterbrechen.

Morgens fuhr ich los und um 11:30 Uhr kam ich bereits in Siem Reap an, wo ich abgeholt wurde, von meiner Führerin, die mit mir beim ersten Mal die Tempeltour gemacht hatte. Sie brachte mich zu einem Gästehaus, was direkt neben dem Büro lag und sagte mir, dass ich sie jederzeit anrufen könnte, wenn ich Hilfe bräuchte. Anschließend begab ich mich zuerst in mein Zimmer und beschloss dann zum Markt zu laufen. Natürlich kam ich dort nicht hinaus, ohne etwas zu kaufen. Solche Märkte sind viel zu verlockend und ich sollte dort eigentlich nicht mehr hineingehen. Mein Gepäck war sowieso schon groß genug, aber wie das nun mal so ist. Man kann nicht widerstehen. Abends ging ich dort wieder hin, um etwas zu essen. Neben dem Markt gibt es nämlich drei direkt nebeneinander liegende Restaurants und das letzte der drei macht ein unheimlich leckeres Curry, das traditionelle Amok. Das ist zum Hineinlegen. Total lecker.

Am nächsten Tag ruhte ich mich lediglich aus und machte nicht viel. Ich spazierte noch einmal durch den Markt, kaufte mir ein Buch und erkundete ein wenig die Umgebung. Im Gästehaus buchte ich meinen Bus nach Kratie, mit dem ich am nächsten Morgen fahren wollte. Mein zweiter Aufenthalt in Siem Reap war also auch schon zu Ende und ich freute mich auf Kratie, da ich dort noch nicht gewesen war.

 

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