Ecuador,  Südamerika

In Ecuador unterwegs mit eigenem spanischsprachigen Fahrer

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Reisezeitraum: 19.12.15 bis 11.01.16

Hier noch der Link zu den schönsten Fotos meiner Ecuador-Reise:

Hier zum ausführlichen Reisebericht inkl. Fotos:

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Von Sangolqui aus ging es mit einem kurzen Stopp beim Äquator (Mitad del Mundo) zur Finca Mindo Lindo, ein kleines Paradies um Kolibris zum Greifen nah zu erleben und auf selbstführenden Pfaden durch den Bergnebelwald zu streifen. Die Ortschaft Mindo war zwar nicht groß, aber die vielen, kleinen Lokale und Geschäfte an der Hauptstraße und das vielfältige Angebot an Freizeitaktivitäten (z.B. Kakao-Tour, Schmetterlingshaus, Canopy, Tubing) bei angenehmen tropischen Klima machten die 2 Tage dort sehr abwechslungsreich. Das idyllisch gelegene und gepflegte Yellow House bot gleichzeitig einen perfekten Ausgangpunkt für den “Birds Trail”. Bei einem köstlichen Frühstück auf der Terrasse konnte man zudem unzählige Kolibris beobachten.

Zurück in Sangolqui galt es die erste Bergtour zu bewältigen. Die Seilbahn „Teleferico“ brachte mich bereits auf eine Höhe von 4.000m. Die Aussicht auf Quito war unvergleichlich. Von dort aus konnte ich den Rucu Pichincha mit 4.696m in knapp 2 Stunden besteigen.

 

ecuador-kleiner-affeDie Weihnachtstage verbrachte ich in der Cotococha Lodge, nahe Tena direkt am Rio Napo gelegen. Mit nur 22 Bungalows bot die Logde ein sehr romantisches Ambiente, die Belegschaft war sehr herzlich und bemüht, meinen Aufenthalt als angenehm zu gestalten. Die Tour durch den Urwald durch den Naturführer der Logde, der praktisch im Urwald geboren wurde, war überaus interessant und zeigte, dass die Nutzung der Pflanzen und Kräuter als Heilmittel in Ecuador nach wie vor sehr stark praktiziert wird. Auch der Ausflug mit dem Boot und der Rückkehr zur Logde mit Tubing-Schläuchen war amüsant.

 

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Nach 3 entspannten Tagen wurde ich von Mauricio abgeholt zu unserem nächsten Ausflug in den Norden. Mit einem kurzen Stopp im Wallfahrtsort El Quinche und dem Markt in Otavalo ging es nach El Angel, einem auf 3.200m gelegenen Dorf. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Auto nochmals um 600m höher hinauf zur Laguna El Voladero, die mit den einzigartigen Frailejones-Blumen ein Paradies für Fotografen bot.

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Am nächsten Tag ging es zurück nach Ibarra, von wo ich im Casa Aida untergebracht war. Das einfache, aber sehr sympathisch geführte Hostal bietet einen perfekten Ausgangspunkt für Bergtouren. José Luis, der Sohn des Hauses war am nächsten Tag auch gleich mein Bergführer für die Besteigung des 4.700m hohen Imbabura. Der sagenhafte Ausblick auf die umliegenden Berge, vor allem auf den schneebedeckten Cayambe, machte die Tour selbst für eine Tirolerin zu einem Traum!

Zur Erholung besuchte ich am nächsten Tag die Lagune Cuicocha. Mit ihren 2 Inseln in Form von Meerschweinchen bot sie bei der Umrundung auf gut befestigten Wegen immer wieder wunderschöne Fotomotive.

Wieder in der Hosteria Sommergarten stationiert, folgten an den nächsten Tag ein Ausflug zum Fuße des schneebedeckten Vulkan Antizana und der Besuch der Lagune des Cotopaxi, von der man einen wunderschönen Blick auf den Gipfel hatten und auch das vom Ausbruch mit Asche bedeckten Eis sehen konnte.

Den Jahreswechsel durfte ich auch in Sangolqui erleben. Das war wirklich sehr speziell und eindrücklich! Vor allem der Brauch, dass schon während des ganzen Tages über unzählige Männer und Frauen in die verschiedensten Kostüme schlüpften, und den Verkehr aufhielten, um eine kleine Spende für ihre originelle Verkleidung zu sammeln. Diese verwenden sie dann zum Feiern und für den Erwerb von Puppen und Figuren, die um Mitternacht auf einem Haufen verbrannt werden.

ecuador-wandernDie Wanderung zum Vulkan Pasochoa, durch den schönen Wald bot mir bereits einen tollen Ausblick auf das Ziel des nächsten Tages, die Besteigung des Vulkanes El Corazón mit 4.788m. Dafür hatte ich wieder einen regionalen Bergführer. Die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung war selbst für seinen professionellen Geländewagen eine Herausforderung! Leider hat sich der Gipfel an diesem Tag in Nebel gehüllt, es war aber trotzdem ein wunderschönes Bergerlebnis.

Die letzte Woche meines Urlaubs ging es schrittweise immer weiter Richtung Süden.

ecuador-quilotoa-seeDer Besuch der Lagune Quilotoa, mit Ihren unglaublichen Ausmaßen war sehr eindrücklich. Der Weg vom Grat hinunter zum See und vor allem wieder herauf war aufgrund der Höhe nicht zu unterschätzen. Es standen aber jede Menge Maultiere zur Verfügung, mit denen man sich bequem wieder zum Ausgangspunkt hinauftragen lassen konnte.

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Dort konnte ich dann zum ersten Mal sehen, wie die berühmten Meerschweinchen zubereitet werden. Auf einen Holzstock gespießt und von Hand über heißer Kohle über eine Stunde gegrillt, bis die Haut braun und knusprig ist. Zudem schmeckten sie auch sehr gut!

ecuador-vicunasDie sehr belebte Stadt Riobamba, bot einen idealen Ausgangpunkt zum Chimborazo, dem höchsten Vulkan in Ecuador. Bis zu einer Höhe von 4.800m kann man bequem mit dem Auto fahren und auch der Weg zur 5.100m hoch gelegenen Lagune ist sehr schön angelegt. Als Kind der Berge musste ich natürlich noch ein paar Hundert Höhenmeter weiter hinauf bis zur Beginn der Gletscherzunge. Das war das für mich das schönste Erlebnis der Reise und gleichzeitig der Beschluss, beim nächsten Besuch wirklich den Gipfelsturm in Angriff zu nehmen.

Die nächsten 2 Tage verbrachten wir in Baños, einem Thermal-Bade-Ort der auch sonst extrem viel zu bieten hat. Die Möglichkeiten der Freizeitaktivitäten scheinen endlos und waren von unzähligen Aktioncenter´s zu einem guten Preis anboten. Ich konnte auch Mauricio überreden, mitzumachen und es viel fast schwer, sich zwischen Biken, Rafting, Canyoning, Canopy, Bungeejumping, Paragleiten, Quad/Buggy fahren zu entscheiden. Ich hätte ruhig noch 2 Tage mehr dort verbringen können. Zudem war auch das Nachtleben im Ort sehr rege und es gab jede Menge Discos mit Latinomusik. Der ideale Ort also auch für Junge und Junggebliebene, die Spaß haben wollen!

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Beim Ausflug zum Casa de Arbol mit seiner speziellen Schaukel, sowie zum berühmten Wasserfall “Pailon del Diablo” konnte ich mich wieder ein bisschen erholen.

Der Reise führte uns wieder zurück nach Riobamba und weiter nach Alausi, von wo die berühmte Zugfahrt über die Teufelsnase startet. Die Fahrt mit dem nostalgischen Zug war wirklich ein Erlebnis!

Der südlichste Punkt meiner Reise war die schöne Kolonialstadt Cuenca. Sehr gepflegt und auch das Klima sehr angenehm. Wir hatten das Glück, bei unserem Stadtrundgang einen Umzug zu Drei-König miterleben zu dürfen und die Bevölkerung in Ihren schönen Trachten bewundern zu können, von jung bis alt! Des weiterem besuchten wir die Fabrik in welcher der berühmte Panamahut hergestellt wird. Am frühen Nachmittag mussten wir dann leider wieder zurück Richtung Sangolqui.

ecuador-schweinebratenAm Abreisetag konnte ich nochmals ausgiebig den Sonntagsmarkt in Sangolqui besuchen und das bunte Treiben beobachten, die letzten Dollars loswerden und von einem der köstlichen Spanferkel essen, bevor mich Mauricio zum Flughafen brachte. Es fiel mir schwer, Abschied zu nehmen, aber ich bin sicher, dass ich wiederkommen werde und kann jedem nur wärmstens ans Herz legen, das Land zu besuchen … am besten mit eigenem spanischsprachigen Fahrer!!!

 

 

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