Tempel in Ayutthaya Thailand
Asien,  Sommer Fernreisen Redaktion,  Thailand

Eine Reise durch Thailand: Ayutthaya und Kanchanaburi

Hier finden Sie die Thailand-Reisen von Sommer Fernreisen.

Schließlich erreichten wir die Umgebung von Ayutthaya und ein weiterer Abschnitt meiner Reise in Thailand begann.

In der Umgebung von Ayutthaya besuchten wir schließlich den Wat Phra Non Chaksi Worawihan. Dieser beherbergt eine riesige Statue eines liegenden Buddha. Zu dem Zeitpunkt wurde die Figur jedoch neu bearbeitet und vorbereitet um mit Blattgold beklebt zu werden. Daher konnte man die Buddhastatue auch nur teilweise sehen, da ein Gerüst um die Statue herumgebaut war, damit daran gearbeitet werden konnte. Im Hof war ein Teil der neuen Statue zu sehen, die dort in den Tempel hinein soll.

Muscheln und Suesswassershrimps in Ayutthaya Thailand
Die Shrimpparade im Korb

Am Nachmittag erreichten wir schließlich Ayutthaya und nahmen unser Mittagessen dort auf einem Markt ein. Auf diesem Markt wurden Shrimps und Muscheln aus dem Fluss frisch angeboten. Wir bestellten Shrimps und Muscheln und diese wurden ganz frisch zubereitet, da diese vor unseren Augen noch lebend aus den Wasserbecken geholt wurden. Der einzige Nachteil bei Shrimps ist, diese aus ihren Panzern zu holen. Das ist eine ziemliche Fummelei und dauert schon etwas. Auch die Muscheln waren noch geschlossen und mussten zuerst geöffnet werden, was sich zum Teil als gar nicht so einfach herausstellte. Uns wurde allerdings ein Trick verraten mit dem es tatsächlich besser klappte. Man muss mit einem Messer oder Löffel auf das andere Ende, genau an dem Punkt, an dem die Muschelhälften zusammengewachsen sind, klopfen und dann öffnet sich die Muschel auf der anderen Seite leichter. Ich war zuerst skeptisch, aber es funktionierte tatsächlich. Da habe ich doch schon wieder etwas Neues gelernt. Nur die Shrimps bleiben weiterhin kompliziert zu essen, aber sie schmeckten wirklich sehr gut und da lohnte sich die Mühe. Als ich unser Essen noch einmal fotografieren wollte, stellte ich fest, dass der Akku meiner Kamera leer war. Das war natürlich ärgerlich, da wir an diesem Tag noch zu verschiedenen Tempeln wollten. Wir beschlossen daher, zuerst ins Hotel zu fahren, damit ich dort eine halbe Stunde Zeit hatte meine Kamera genug aufzuladen, dass es für den Rest des Tages reichte.

Tempel in Ayutthaya Thailand
Tempel in Ayutthaya

Wir besuchten im Anschluss zunächst den Phra Ubosot und dann die Wihan Luang (die große Halle). In der großen Halle gab es früher einmal eine goldene Buddhastatue, die aber von den Burmesen verbrannt wurde und es blieb schließlich nur noch der bronzene Kern. Dieser wurde nach Bangkok gebracht und dort in eine Pagode eingemauert, um die Figur zu schützen. Man sagt außerdem, dass eine Pagode nach 5000 Jahren zerstört ist und damit auch der Buddhismus zerstört wird. Aus dem Grund wird in jede Pagode eine Buddhafigur eingemauert, um den Buddhismus am Leben zu erhalten. Mein Reiseleiter konnte das alles sehr gut erklären. Nach so vielen Tempeln und Pagoden, die ich bereits gesehen hatte, fiel es mir allerdings manchmal schwer mich wieder an die Namen zu erinnern und nicht alles zu verwechseln. Wir hielten uns eine ganze Weile dort bei den Tempeln auf und wir brachen dann schließlich zu dem letzten Tempel des Tages auf. Dieser lag direkt am Fluss, der durch die Regenfälle der letzten Tage so angeschwollen war, dass die Tempel mit Metallwänden um das Gelände herum, vor den Wassermassen geschützt werden mussten. Außerdem musste noch Wasser aus dem Inneren abgepumpt werden um das Tempelgelände davor zu bewahren überflutet zu werden. Das Wasser des Flusses stand zu dem Zeitpunkt bereits ungefähr zwei  Meter über dem Boden des Tempelgeländes und wäre dort kein Schutzwall gewesen, so wäre das gesamte Gelände überflutet worden. Inzwischen war es auch schon dunkel und der Tempel wurde mit Hilfe von Flutlicht erleuchtet. Allerdings wurde das Fotografieren ein wenig erschwert, da es trotz Strahler schon ziemlich dunkel war. Ein paar Fotos konnte ich jedoch trotzdem machen.

Nachdem wir noch einmal über das Tempelgelände gelaufen sind, fuhren wir schließlich zum Hotel zurück.

Bruecke am Kwai Kanchanaburi Thailand
Brücke am Kwai

Einen Tag später traten wir die Reise nach Kanchanaburi an. Dort liegt die Brücke am Kwai, die wir uns anschauen wollten. Wir kamen gegen Mittag dort an und besuchten zunächst das Museum, das die gesamte Geschichte zum Bau der Brücke und zum Bau der Eisenbahn bis nach Myanmar zeigte. Die Japaner wollten zu dem Zeitpunkt, nach Indien und zu diesem Zweck wollten sie eine Eisenbahnlinie bis nach Myanmar bauen. Dieses Vorhaben wurde mit Hilfe von Gefangenen und eigenen Arbeitern unter den härtesten Bedingungen, die man sich überhaupt nicht vorstellen kann, gestartet. Die Abeiter bekamen weder genug zu essen, noch konnten sie sich ausruhen, da sie des Nachts von Mücken und Läusen geplagt wurden und schließlich starben die meisten durch Malaria und andere Krankheiten, die durch die harten äußeren Bedingungen entstanden. Schließlich wurde die Brücke später durch Bomben zerstört, um die Japaner am Vordringen zu hindern. Auch dabei starben einige Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Brücke aufhielten.

Vor dem Museum befand sich noch ein Friedhof für die, die während dieser Zeit und während der Arbeit an der Brücke und an der Eisenbahnlinie, starben. Ursprünglich befanden sich die Gräber entlang der Eisenbahnlinie, wurden jedoch an diese Stelle verlegt. Die Gräber befanden sich in Reihen und auf jedem Grabstein waren der Name, der Rang und das Alter des Toten eingemeißelt. Außerdem befand sich auf vielen Grabsteinen ein Spruch der Angehörigen, die ihren

Kriegsdenkmal in Kanchanaburi River Kwai Thailand
Kriegsdenkmal am River Kwai Museum

Sohn, Vater oder Ehemann verloren hatten. Im Anschluss fuhren wir zu der Brücke am Kwai, wo wir auch zu Mittag aßen. Vor dem Essen ging ich einmal über die Brücke und zurück, um ein paar Fotos zu machen. Unterwegs kam mir die Touristenbahn, die immer von einem Ende der Brücke zum anderen fuhr, entgegen. Das ist schon ein komisches Gefühl, wenn einem eine Bahn entgegenkommt und man steht mitten auf der Brücke. Glücklicherweise gab es dort Plattformen in gewissen Abständen, so dass man sich dort hinstellen konnte und warten konnte bis die Bahn vorbeigefahren ist. Trotzdem war mir das Überqueren der Brücke ein wenig unheimlich. Vor allem, weil dort kein Geländer war und an den Seiten genug Platz war, um hindurch fallen zu können. Außerdem kamen einem immer wieder Leute entgegen und wenn man nicht gerade an eine der Plattformen stand, dann musste man recht dicht an den Abgrund um auszuweichen. Da hatte ich dann jedes Mal Angst, dass mich jemand anrempeln könnte und ich dann mal eben einen Sprung ins Wasser machen musste. Ich war froh, als ich wieder von der Brücke unten war. Außerdem hatte ich Hunger und freute mich schon auf mein Mittagessen, dass wir direkt an der Brücke einnahmen.

Danach machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto. Unterwegs sahen wir dann aber noch einen Tiger. Vielmehr ein vier Monate altes Tigerbaby wie sich später herausstellte. Ein Mann, von einem Safaripark, 28 Kilometer von der Brücke entfernt, machte dort Werbung für den Park und stand da mit seinem Tigerbaby. Ich durfte dann auch gleich mal eine Runde mit dem Tiger kuscheln und ihm die Flasche geben. Das war richtig niedlich. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst, dass der beißt,

Tigerbaby an der Bruecke am Kwai Thailand
Beim Tiger füttern

aber der war ganz friedlich und hatte seine Tatze auf meinen Arm gelegt und nuckelte zufrieden und glücklich an der Flasche herum. Da hätte ich noch stundenlang sitzen bleiben können. Allerdings wollten wir ja noch weiter. Jeder von uns hat also einmal die Flasche gehalten, Fotos gemacht und dann sind wir doch weiter gefahren. Wir schauten uns noch ein Resort an, in dem man in Luxuszelten übernachten konnte. Das war wirklich ein tolles Resort. Abends wurde Lagerfeuer gemacht, sofern es nicht regnete und man kann dort in einem Naturpool baden gehen. Dieser wird von Grundwasser gespeist, das wie ein Wasserfall in das Becken hineinströmt. Daneben fließt der Fluss. Richtig schön. Außerdem ist die Lage total ruhig und man hat eine tolle Aussicht von dort. Man kann von dort auch Wanderungen oder Fahrradtouren unternehmen und ein Stück entlang der Eisenbahnlinie fahren und sich den Hellfirepath anschauen. Dieser Name entstand dadurch, dass während der Nacht gearbeitet wurde und der Pfad nur von Fackeln erleuchtet wurde und da der Pfad mitten durch den Fels führte, sah es aus wie die Hölle.

Später fuhren wir dann mit dem Boot zu einem weiteren Resort und schauten uns dieses an. Dort konnten wir auch zu einem Mon-Dorf. Dort leben die Mon und arbeiten auch zum Teil in dem Resort, wo sie auch Vorführungen machen. Wir besuchten dort die Schule und sahen eine kleine Gruppe von Kindern, die gerade allerdings Pause hatten. Im Anschluss fuhren wir mit dem Boot zu unserem Hotel und ein weiterer Tag in Thailand ging zu Ende.

 

Hier finden Sie verschiedenen Thailand-Reisen von Sommer Fernreisen.