Costa Rica,  Ecuador,  Kolumbien

Sexy Energiespender in Ecuador, Kolumbien, Panama und Costa Rica

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In Ecuador sind mindestens vier Früchte dafür bekannt, dass sie Energiespendersind. Unter diesem Motto werden Sie vor allen lautstark auf lokalen Jahrmärkten an Fruchtsaftständen an der Küste und im Urwald angeboten: „Ladet Eure Batterie auf“ und ähnliche Angebote richten sich hauptsächlich an die Männerwelt, wobei die Wortwahl in der Regel eindeutig/zweideutig ist. Die gesundheitliche und aphrodisische Wirkung mag wohl medizinisch umstritten sein, aber die Indigenen sind von der positiven Wirkung überzeugt.

Guayusa-Tee – Energieträgeraus dem Urwald von Ecuador

Der Guayusabaum (Ilex guayusa) wird mehrere Meter hoch und wächst in Amazonasregion von Ecuador, Peru und guayusaKolumbien. Die Indigenen des Amazonasgebietes genießen Gayusa-Tee schon seit tausenden von Jahren, wie man aus Grabbeigaben festgestellt hat. Wenn man die Einheimischen nach den Vorzügen des Guayusa-Tees fragt, bekommt man die Antwort „Guayusa reinigt den Körper und lässt den Tag gut beginnen“. Die Männer trinken vor der Jagd den Tee, um ihre Sinne zu schärfen und um erfolgreich zu sein. Guayusa soll den Blutzuckerspiegel senken und das Diabetesrisiko minimieren. Ein hoher Gehalt an Antioxidantien verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten sowie körperlichen und seelischen Stress.

 

Nebenbei soll Guayusa verdauungsfördernd, entgiftend und stimulierend sein. Diese letzte Funktion rührt von der hohen Konzentration von Koffein in den Blättern her, die höher als in Kaffee oder Tee sein soll. Dieser traditionelle Tee der Indigenen wird seit dem Jahr 2009 nach den Vereinigten Staaten und Europa exportiert, und die Nachfrage ist auf dem Vormarsch. Man sollte aber vom Guayusa-Tee keine Wunder erwarten.

 

Borojo, Liebesapfel aus Südamerika

Der bis ca. 5 m hohe zweihäusige Borojo-Baum (Alibertia patinoi) ist im feuchttropischen Küstenvorland und im borojo-bluete-patinoi-cuatrecborojo-frucht-patinoi-cuatrecborojo-apfelAmazonasgebiet von Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador heimisch. Er entwickelt eine weiße Blüte (männlicher Baum in Büscheln, weiblicher Blüten einzeln) aus denen sich dann die Früchte entwickeln. Die unreife grüne Frucht ist rundlich geformt, sieht aus wie ein praller Apfel, wird aber erst geerntet, bis sie sich braun verfärbt und von selbst zu Boden fällt. Die Frucht hat  einen Durchmesser von 7 bis 12 Zentimetern und wird bis zu 1.000 borojo-frucht-offenGramm schwer. Das cremige Fruchtfleisch hat einen etwas strengen süß-säuerlichen Geruch und besitzt zahlreiche Kerne (bis zu 600). Der Name „Borojo“ stammt aus der Sprache der Indigenen Südamerikas: boro = Kopf und Ne-jo = Frucht. Die Borojo-Frucht ist reich an Vitamin A und C, Eisen, Magnesium, Kalzium, Zink und Phosphor und essentielle Fettsäuren und besitzt einen sehr hohen Anteil an Aminosäuren. Kaum eine andere Frucht hat so einen hohen Vitamin C-Gehalt wie Borojo. Der Proteingehalt von Borojo soll 3x so hoch sein wie beim Fleisch.

borojo-apfel-reifBekannt ist Borojo auch für seine aphrodisierende sowie energie- und potenzsteigende Wirkung und wird deshalb lokal in Ecuador auf Jahrmärkten als das natürliche „Viagra“ in Form von Smoothies (Fruchtsäften) angeboten und findet besonders bei männlichen Konsumenten einer große Beliebtheit. In Kolumbien nennt man den Borojo-Mix auch Jugo de amor (Liebessaft). Dabei wird das Borojo-Fruchtfleisch unter Beifügung von Milch oder Wasser auf Wunsch des Kunden mit Zucker, Zimt, Ei, Maracuja und Aloe in dem Mixer gequirlt, zubereitet. Außerdem wird Borojo auch zur Marmelade, Gelee, Süßspeisen, Bonbons und Speiseeis verarbeitet.

 

Noni – Alleskönner-Heilfrucht

Der Nonibaum (Morinda citrifolia L., Syn.: Morinda bracteata Roxb.) in englischer Sprache „Indian mulberry“ („Indischer Maulbeerbaum“ kommt in den Tropen von Ecuador wie auch in den Nachbarländern vor. Er blüht und fruchtet das ganze Jahr über. Der Noni-Baum stammt vermutlich aus dem pazifischen Raum und hat in nonifruchtden letzten Jahren auch in Ecuador Interesse geweckt, da die Nonifrucht international wegen ihrer medizinischen Eigenschaften sehr gefragt war und angeblich einen hohen Preis erzielte. Jedoch hat sich das „Noni-Anbaufieber“ seit Jahren gelegt und der Baum ist fast gänzlich in Vergessenheit geraten, aber immer noch existent.

Der laubabwerfende Baum wird 3 bis 5 m hoch bildet kartoffelförmige meist unregelmäßig geformte weißliche Früchte. Wenn sie reif sind, entwickeln sie geöffnet einen Handkäse ähnlichen, etwas beißenden Geruch und haben einen ebensolchen Geschmack. Dem Noni-Saft werden gesundheitsfördernde heilende Wirkungen nachgesagt, die jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen sind. Die Früchte sind reich an Vitamin C und werden im pazifischen Raum, wenn sie noch frisch sind, als Obst verzehrt. Aus den proteinhaltigen Blättern wird ein Gemüse hergestellt. Der Nonisaft wird gegen Zuckerkrankheit, Lebererkrankung, Arthritis, Malaria, Grippe, Virusinfektionen über Depressionen und Krebs eingesetzt.

Tatsächlich gibt es zu den angepriesenen Wirkungen keinerlei wissenschaftlich gesicherten Belege.

In der Regel trinkt man Nonisaft in Kombination mit anderen Frucht-Smoothies. Aber hartgesottene können ihn reiner Form zu sich nehmen. Danach sollte man ein halbes Glas Wasser trinken, was der Verdauung hilft.

 

Avocado

Der Avocadobaum (Persea americana) stammt aus den Regenwäldern Zentral-Amerikas und die Früchte werden vermutlich schon seit tausenden von Jahren von der indigenen Bevölkerung gegessen und kultiviert. Die Avocado avocadosavocados-am-baumist eine absolute Wunderfrucht, die aufgrund ihres Nährwertes und nicht zuletzt wegen ihrer aphrodisierenden Eigenschaft schon von den Azteken und Inkas hoch geschätzt wurde. Sie nutzten den Kern als Verhütungsmittel und die Blätter des Baumes als fiebersenkendes Mittel. Das Avocado-Öl wird für Hautcreme eingesetzt und der milchige kinder-mit-avocadokistenSaft aus dem Kern verfärbt sich an der Luft rot und kann dann als Färbemittel für Stoffe und auch als Tinte verwendet werden. Das Öl der Avocado-Früchte verwendet man in der Kosmetik-Industrie zur Herstellung von Hautcreme, Massageöl und Seife. Es wird jedoch auch zu Speisezwecken raffiniert. Das Essen von Avocados stärkt die Muskeln und verhindert schmerzhafte Krämpfe beim Leistungssport sowie Muskelkater. Der Verzehr von Avocados ist auch wirksames Mittel gegen chronische Hauterkrankungen.

Im 17. Jahrhundert brachten Seefahrer den Avocadobaum von Südamerika nach Europa und heutzutage wird er weltweit im tropischen Klima angebaut. Die sahnig-cremige, haselnussartige schmeckenden Avocado, auch als Butterfrucht, Avocadobirne und in Ecuador als Aguacate und Palta bekannt, hat ihren Siegeszug in der europäischen Küche angetreten. Von den über 400 Sorten heben sich vor allen 3 Typen heraus: Die mexikanische Hochlandavocado mit kleinen dünnschaligen Früchten, die „Guatamalteca“, mit langestielten dickschaligen glatten oder narbigen Früchten sowie die westindische Tiefland-Avocado, die süßlich ist.

Die Form der Avocado ist je nach Sorte von rundlich über oval bis birnenförmig und die Länge reicht von 7cm bis 20cm und entsprechend variiert das Gewicht von 100 g bis ca. 800 g, wobei die großen Sorten selten exportiert werden. Die Farbe der Haut schwankt je nach Art zwischen grün, dunkelbraun, purpur und schwarz.

Das Fruchtfleisch ist weißgelb bis hellgrün und ölig. Darin liegt der rundliche, konische oder ovalförmige Samen, der aus zwei Hälften (Keimblättern) besteht, die den Embryo umschließen.

Die reifen Avocados werden oft mit Limette oder Zitrone oder Essig, Salz, Pfeffer, kleingehackten Zwiebeln „ a la Vinegrette“ verzehrt. Sie werden auch dem Salat beigemengt oder als Püree, gewürzt mit Pfeffer, Salz und kleingehackten Zwiebeln (Guacamole) für verschiedene Gerichte verwendet.

 

Artikel und Fotos copyr. von Ralph Sommer

 

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