Lampang Thailand
Asien,  Sommer Fernreisen Redaktion,  Thailand

Eine Reise durch Thailand: Lampang, Sukkhothai, Saraburi und Lopburi

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Die nächsten Ziele meiner Reise in Thailand waren Lampang, Sukhothai, Saraburi und Lopburi.

Zunächst fuhren wir nach Lampang. Dort besuchten wir mal wieder einen Tempel und mein Reiseleiter konnte wirklich einiges dazu erzählen. Das war sehr interessant. Im Prinzip sind die Tempel ja alle ähnlich, aber es gibt immer wieder etwas, wo man nachfragen muss und es ist wirklich interessant mehr über den Buddhismus und die Tempel zu erfahren. In diesem Tempel hielten wir uns eine ganze Weile auf, bevor es wieder zurück zum Auto ging.

Während der Fahrt kamen wir mal wieder an einem Markt vorbei und liefen einmal durch die Reihen, um zu schauen, was dort alles angeboten wurde. Ich kaufte mir einen Beutel mit Zimtäpfeln und krosser Schweinehaut und anschließend fuhren wir zu unserem Hotel.

Einen Tag später ging die Fahrt wieder weiter. Diesmal fuhren wir nach Sukhothai. Auf unserem Weg dorthin besuchten wir zuerst eine Färberei. Dort werden Hosen, Jacken, Tischtücher, Röcke usw. mit Indigo gefärbt und es werden auch Muster gebatikt. Die Indigofarbe wird mit Hilfe von Indigobäumen selber hergestellt. Es werden mit Wachsstempeln Muster auf die Kleidung oder Tischtücher gedruckt und anschließend werden diese gefärbt. Ich durfte mich schließlich auch einmal am Batiken versuchen und bekam zwei Platzsets vor die Nase gelegt, auf die ich dann mit Wachs die Muster darauf stempeln konnte. Das ist gar nicht so einfach, da das Wachs flüssig ist und man aufpassen muss, dass nicht alles daneben tropft.

Indigofarbe Faerberdorf Thailand
Mann beim Batiken

Außerdem darf man den Wachsstempel auch nicht zu lange auf den Stoff drücken, da sonst zuviel Wachs auf den Stoff gebracht wird und die Muster nicht mehr ordentlich sind. Mein Ergebnis war nicht unbedingt ein Meisterwerk, aber ich bin ja auch Anfängerin.

Unsere nächste Station war ein

Keramikdorf. Dort wurde früher und wird auch heute noch Keramik hergestellt. Wir sahen die alten Tonöfen, die früher benutzt wurden. Heutzutage wird diese Art von Öfen immer noch benutzt, allerdings gibt es inzwischen auch kleinere Öfen, damit auch kleinere Mengen an Schüsse

ln, Tellern und Figuren hergestellt werden können. Im Museum des Dorfes konnte man sehen, wie die Keramiksachen damals hergestellt wurden.

Auch in den Ausgrabungsorten fand man noch Überreste von den damals verwendeten Öfen und viele zerbrochene Keramiksachen, die dort überall herum lagen. Das Mitnehmen von „Souvenirs“ ist dort verboten, da man die Sachen dort erhalten will. Es war auf jeden Fall sehr interessant, wie die meisten Orte, die ich hier zu sehen bekomme.

Das nächste Ziel war eine Stäbchenfabrik. Dort konnte man sehen, wie aus Bambus verschiedene Arten von Stäbchen, Zahnstochern und weitere Dinge für den alltäglichen Gebrauch hergestellt wurden. Zuerst werden die Bambusstämme durchgesägt und in viele kleine Stäbchen geschnitten. Diese werden je nach Gebrauch noch angespitzt, zum Beispiel, wenn daraus Zahnstocher entstehen sollen. Die Stäbchen, Zahnstocher oder sonstigen Sachen werden in der Sonne getrocknet und in große Säcke verpackt und anschließend nach Gewicht verkauft. Alles wird genau abgewogen. Bei den Arbeitsbedingungen

Teakholzhaus in der Naehe von Sukkhotai Thailand
Das Teakholzhaus von außen

hier wundert es mich allerdings tatsächlich, dass mit solchen Maschinen nicht viele Unfälle passieren, aber das ist wohl alles eine Gewöhnungssache.

Im Anschluss besuchten wir ein Haus, welches komplett aus Teakholz gebaut war. Zum Teil wohnen immer noch die Besitzer dort drinnen. Was mich allerdings wundert ist, dass diese, obwohl sie sehr reich sind, wie mir gesagt wurde, immer noch dort wohnen, anstatt sich eine neue Wohnung zu suchen.

Nachdem wir uns diese Wohnung angeschaut haben fuhren wir zum Wat Chang Lom, einem Tempel in der Nähe von Sukhothai. Diesen schauten wir uns an, bevor wir uns auf den Weg nach Lobpuri machten, eine Militärstadt, die bei unserer Ankunft zum Teil unter Wasser stand. Glücklicherweise hielt sich die Überflutung der Straßen noch in Grenzen, so dass wir ohne Probleme zu unserem Hotel kamen.

Dieses war nicht ganz so schön, wie die Hotels davor, aber es war sauber und für eine Nacht durchaus in Ordnung. Wir kamen dort abends an, so dass wir an diesem Tag nichts mehr unternahmen.

Am nächsten Tag ging es aber weiter. Morgens fuhren wir zunächst jedoch eine Provinz weiter nach Saraburi, wo ein Tempel steht, in dem ein recht großer goldener Fußabdruck von Buddha steht. Dort beten die Menschen und kleben Blattgold in den Fußabdruck hinein. Die Menschen glauben, dass sie sich dann etwas wünschen können. Diesen Buddhafußabdruck gibt es auch in Bangkok in einem Tempel, allerdings darf man dort nicht den Tempel betreten, sondern kann nur von außen schauen. Der Tempel hieß Wat Phra Phutthabat. Danach fuhren wir nach Phitsanulok. Dort besuchten wir eine Buddhafabrik, in der uns gezeigt wurde, wie die Buddhafiguren hergestellt wurden. Das passiert, in dem aus Wachs die Figuren vorgeschnitzt werden. Die Arbeiter schnitzen mit größter Detailgenauigkeit und das benötigt natürlich seine Zeit. Ist diese Arbeit getan, so wird das Wachs in mehrere Tonschichten eingehüllt, in die mehrere Löcher geschnitten werden. Die Wachsfigur mit seiner Tonhülle wird anschließend im Ofen gebrannt. Dabei schmilzt das Wachs und fließt durch die Löcher im Tonmantel ab. Zurück bleibt die nun leere Tonhülle, die jetzt mit flüssigem Messing gefüllt wird. Dieses härtet aus und anschließend wird die Tonhülle zerschlagen. Übrig bleibt die Buddhafigur aus Messing, die anschließend noch bearbeitet und geschliffen wird, um die letzten Feinheiten zu schaffen. Dies ist eine überaus langwierige Arbeit, die immer wieder wiederholt wird, da für jede neue Buddhafigur auch eine neue Wachsfigur mit großer Sorgfalt erstellt werden muss. Es war überaus interessant dabei zuzusehen und zu erfahren mit wie viel Arbeit die Herstellung einer Buddhafigur aus Messing verbunden ist.

Im Anschluss ging es zurück nach Lobpuri, wo wir auf dem Weg noch eine Reisschälfabrik besuchten. Diese wurde noch mit einer Dampfmaschine betrieben und war somit recht interessant. Zu dem Zeitpunkt, als wir dort waren, wurde diese jedoch gerade repariert und wir hatten somit keine Gelegenheit zu sehen, wie diese Maschine wirklich funktionierte. Wir bekamen lediglich ein paar Informationen der Betreiber und konnten uns die Maschine anschauen.

Affentempel in Lobpuri Thailand
Beim Affen füttern

Lobpuri ist nicht nur eine Militärstadt, sondern auch eine Affenstadt. Dort besuchten wir den Affentempel. In diesem beten die Menschen und bringen die Opfer, die hinterher an die Affen verfüttert werden. Diese Affen sind wirklich sehr frech und man muss sehr gut auf seine Sachen aufpassen. Am Tempeleingang stehen immer zwei Aufpasser, damit die Affen nicht in den Tempel hineinkommen. Dies tun sie allerdings trotzdem dann und wann. Ich durfte am Ende noch ein wenig die Affen füttern. Es war mir nicht so ganz geheuer, da ich immer Angst hatte, dass die Affen mich beißen würden. Dies taten sie nicht, allerdings sah ich mich trotzdem einmal einer Affenattacke ausgesetzt. Auf einmal sprangen von hinten drei Affen an mir hoch und ich hatte auf einmal einen Affen auf dem Rücken, einen auf der Schulter und einer hing noch an meinem Hosenbein. Mein Reiseleiter hielt zuerst einmal meine Sonnenbrille fest, die einer der Affen schon versuchte an sich zu nehmen. Danach ging ich dann näher an den Stand heran, wo die kleinen Fläschchen Milch für die Affen verkauft werden und mit sanfter Gewalt und einiger kleiner Hiebe mit einem Stöckchen gelang es dem Standbesitzer die Affen zu überreden von mir herunter zu klettern.

Affentempel in Lobpuri Thailand
Affentempel

Wir beobachteten im Anschluss noch ein wenig das Treiben der Affen und gingen anschließend noch die Straße entlang, die von Affen nur so bevölkert wurde. Diese sind in diesem Teil der Stadt heilig und dürfen daher auch nicht getötet werden. Ein Stadtteil weiter jedoch, gibt es diesen Schutz für die Affen nicht mehr. Diese wissen aber wohl ganz genau, wo sie sicher sind und wo nicht und halten sich dementsprechend nur in den Gegenden auf, in denen sie sich sicher fühlen. Ich fand das schon sehr lustig, da die Affen wirklich überall waren. Sie kletterten auf Telefonmasten und auf den Souvenirständen herum und machten jede Menge Theater, was ziemlich spaßig zum Zuschauen war. Irgendwann trennten wir uns jedoch und fuhren weiter.

An diesem Tag sahen wir außerdem noch eine Fabrik, in der die Räucherstäbchen für die Tempel hergestellt wurden. Diese werden aus Bambusholz hergestellt und zunächst in die richtige Länge geschnitten. Anschließend wird die Hälfte, die am Ende angezündet wird, in Wasser getaucht und anschließend in Sägemehl gewälzt und danach getrocknet. Dieser Vorgang wird 4 Mal wiederholt. Das Sägemehl ist außerdem schon mit einem Duftstoff versehen, damit die Räucherstäbchen am Ende auch gut riechen. Ist die brennende Hälfte schließlich präpariert und das Sägemehl haftet daran, kommt der nächste Schritt, in dem die untere Hälfte eingefärbt wird. An diesem Tag wurde allerdings auch zum Teil die obere Hälfte eingefärbt, da dies eine Sonderbestellung war. Wenn die Räucherstäbchen schließlich alle getrocknet sind, werden diese verpackt, um sie später zu verkaufen. In dieser Fabrik wurde allerdings nur auf Bestellung gearbeitet und die Räucherstäbchen sind schon verkauft, wenn diese hergestellt werden.

Danach besuchten wir noch ein Dorf, in dem Kaolin (der weiße Ton) hergestellt wird. In dieser Gegend gibt es sehr viel Sandstein und aus diesem wird schließlich der Ton gewonnen und dieser wird nach der Gewinnung in Formen zum Trocknen ausgelegt. Im trockenen Zustand wiegt ein Teil des Tones ungefähr zwei Kilogramm. Diese Brocken kann man schließlich zum Beispiel zum Mischen von Zement verwenden. Es gibt allerdings noch weitere Möglichkeiten, diesen weißen Ton zu verwenden. Auf dem weiteren Weg nach Ayutthaya kamen wir noch an einem Reisfeld vorbei, welches komplett überschwemmt war. Um zu retten was zu retten ist, wurde der Reis mit dem Boot geerntet. Dieser kann allerdings nicht mehr gegessen werden, sondern wird nur noch als Aussaat verwendet. Desweiteren sahen wir, wie eine Menge Enten auf einem anderen Reisfeld herumliefen. Diese werden von Entenfarmern mit der Erlaubnis des Besitzers des Reisfeldes auf das Reisfeld getrieben, damit sie Schnecken und deren Eier auffressen um somit die Schädlinge zu bekämpfen. Während der Nacht werden die Enten in einem Netz eingesperrt, damit diese nicht abhauen können. Außerdem sahen wir noch eine Schlange, die dort im Reisfeld schwamm. Diese war allerdings so schnell weg, dass ich leider keine Zeit mehr hatte meine Kamera herauszuholen. Schlangen in freier Wildbahn sind wirklich sehr schwer zu fotografieren, musste ich feststellen. Ich hätte ja so gern mal ein Foto gehabt, aber bis ich meine Kamera habe, sind die Schlangen jedes Mal verschwunden. Vielleicht habe ich ja irgendwann noch einmal Glück. Bald darauf erreichten wir Ayutthaya und ein weiterer Abschnitt meiner Reise begann.

 

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