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Isla de la Plata – Reisebericht

 

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Die Isla de la Plata ist Teil des Machalilla- Nationalparks und liegt ca. 20 Kilometer vor der Küste der Provinz Manabí in Ecuador. Mit dem Boot erreicht man die 14 qkm große Insel von Puerto López aus in ca. 1 ½ Stunden. Ihren Namen hat die „Silberinsel“ (plata = Silber) daher, dass die Exkremente der Vögel bei Sonnenuntergang die Felswände silberfarben erscheinen lassen. Eine andere Deutung ist, dass der britische Seeräuber Sir Francis Drake dort einen Silberschatz versteckten hatte. Zu sehen gibt es auf der Isla de la Plata viele verschiedene Vogelarten wie die Blaufuß- Rotfuß- und Nazcatölpel, Pelikane und Fregattvögel. Bei der Überfahrt zur Insel bietet sich im Juli, August und September die Möglichkeit zur Walbeobachtung.

clip_image004Gegen 10 Uhr brachen wir auf der „Explorer I“ vom Hafen in Puerto Lopez auf. An Bord befanden sich 16 Touristen, 2 Naturführer und der Kapitän. Es war Anfang September und unsere Chancen standen gut, bei der 1- stündigen Überfahrt Buckelwale beobachten zu können. Diese Seesäuger werden bis zu 15 Meter lang. Und tatsächlich, nach etwa 30 min sahen wir vor uns eine Rückenflosse auftauchen. Kurz darauf sprang der Buckelwal ca. 20 Meter von uns entfernt aus dem Wasser. Dabei handelte es sich um ein Männchen, wie uns unser Naturführer mitteilte. Die Weibchen springen für gewöhnlich nicht. Immer wieder sprang der Wal neben uns aus dem Wasser und wird später bei seinen Kunststücken noch von einem Jungtier begleitet. Etwa eine halbe Stunde konnten wir ihre Sprünge beobachten, bevor wir weiter zur Isla de la Plata fuhren.

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Dort hieß es erst einmal Schuhe ausziehen und die letzten Meter an Land durch das etwa knietiefe Wasser waten. Am Strand wurden wir schon von hunderten kleinen roten Krebsen erwartet. Der Aufstieg zur Inselmitte führt über eine Treppe hinauf. Bis dorthin wanderten wir ca. eine halbe Stunde. Oben angekommen zweigen drei markierte Wege ab, deren Dauer von 1,5 bis 4,5 h reicht. Wir entschieden uns für den kürzesten Rundweg, der uns zu den Klippen führt. Unterwegs hielten wir immer wieder an und unser Naturführer informierte uns über die Geschichte der Insel, die Vegetation und die verschiedenen Tiere. Häufig trafen wir auf Eidechsen und nach kurzer Zeit auch auf die Blaufußtölpel. Diese befanden sich gerade in der Paarungszeit und wir konnten die Tänze der Männchen beobachten, die auf ihren blauen Füßen hin- und her wippten, um den Weibchen zu clip_image008imponieren. Da die Tölpel auch auf den markierten Weg sitzen, kamen wir bis ca. 1/2 Meter an die Tiere heran, die sich durch Besucher aber nicht stören ließen.

Unterwegs fielen uns immer wieder Plastikröhrchen auf. Der Naturführer erklärte, dass es sich hierbei um Rattenfallen handelt. Die Ratten kamen mit Schiffen auf die Insel und haben hier keine natürlichen Feinde. Sie stellen eine Bedrohung für die am Boden brütenden Tölpel dar, da sie deren Eier fressen.

An den Klippen angekommen, bietet sich ein fantastischer Ausblick auf den Pazifik. Auf den Felsen und in Spalten findet sich eine Vielzahl verschiedener Vögel und Vogelnester. Zudem konnten wir Pelikane beim Fischfang beobachten.

Nach der Wanderung nahmen wir auf der „Explorer I“ unser Mittagessen ein. Dabei erwartete uns schon das nächste Highlight: Wir konnten viele riesige Schildkröten beobachten, die um unser Boot herum schwammen. Diese legen ihre Eier am Strand der Isla de la Plata ab. clip_image010clip_image012

Anschließend fuhren wir mit dem Boot zum Korallenriff der Insel. Dort hatten wir die Möglichkeit zu schnorcheln und die Unterwasserwelt zu erkunden.

Gegen 16.30 kamen wir wieder in Puerto Lopez an.

So endete ein eindrucksreicher Tagesausflug auf die Isla de la Plata, den ich nur empfehlen kann.

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Autor: SFR Redaktion

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