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Eine Reise durch Vietnam: Die Halong Bucht

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Nach meiner Tour nach Sapa während meiner Vietnamreise, fuhr ich zunächst zurück nach Hanoi. Dort angekommen musste ich vor dem Hotel fast eine Stunde warten, bis ich hineingelassen wurde, da das Hotel noch geschlossen war. An dem Tag war für mich nur das Frühstück gebucht und ich wartete schon darauf. Um kurz nach 8 Uhr wurde ich dann für die nächste Tour abgeholt. Diese ging in die Halong Bucht. Nach einer 4-stündigen Busfahrt kamen wir dort am Hafen an und unsere kleine Gruppe mit 13 Leuten checkte an Bord ein. Jeder bekam eine Kabine zugeteilt und dann konnten wir es uns erst einmal an Deck gemütlich machen, bevor das Mittagessen während der Fahrt durch die Halong Bucht serviert wurde. An diesem Tag besuchten wir zuerst eine Tropfsteinhöhle. Allerdings waren dort schon so viele Menschen, dass man mehr von den Menschen als von der Höhle gesehen hat. Trotzdem konnte man dort tolle Felsformationen erkennen und wer ein bisschen Fantasie hat, erkennt dort alle möglichen Tiere und Figuren. Wieder an unserem Boot angekommen, fuhren wir zu einer Stelle in der Halong Bucht, an der wir Kayak fahren konnten. Dort begann mein persönliches Drama. Wir mussten jeweils zu zweit in ein Kayak und ich blieb mit einem Engländer über, den ich fragte, ob er das schon einmal gemacht hatte. Die Antwort war, dass er das schon recht oft in Neuseeland gemacht hatte. Ich dachte mir, dass dann ja nichts passieren könnte. Außerdem ist von den anderen ja auch keiner gekentert. Bei uns sah die Sache dann allerdings ein wenig anders aus. Ich saß schon im Kayak und wartete darauf, dass mein Mitfahrer einstieg. Das tat er dann auch, allerdings mit dem Ergebnis, dass ich mich auf einmal im Wasser befand und das Kayak auf dem Kopf stand. Unglücklicherweise hatte ich meine Kamera in der Hosentasche, da ich gedacht hatte, dass ich unterwegs ein paar Fotos machen könnte. Meine Kamera konnte allerdings nicht schwimmen und Wasser gehörte nicht unbedingt zu ihrem Lieblingselement. Das Ergebnis war, dass meine Kamera mitsamt der Speicherkarte kaputt war und dementsprechend waren meine Bilder von dem ganzen Tag weg. Das war richtig ärgerlich und deswegen gibts bei diesem Bericht auch leider keine Bilder. Meine Kamera übergab ich erstmal unseren Guide und bat ihn, diese aufs Boot zu bringen, während wir einen zweiten Versuch starteten. Ich drehte das Kayak wieder um, allerdings fingen die Leute, die dort hingehörten, an auf einmal das Kayak zu versenken. Den Sinn der Sache konnte ich während der ganzen Zeit dort nicht in Erfahrung bringen. Uns wurde ein neues Kayak gebracht und diesmal verlief alles ohne Zwischenfälle. Zu dem Zeitpunkt wäre es allerdings auch egal gewesen, da ich sowieso schon nass war und die Kamera kaputt. Eine halbe Stunde paddelten wir durch die Halong Bucht und schauten uns die Felsen und die schwimmenden Dörfer an, bevor wir wieder zu unserer Anlegestelle paddelten, wo inzwischen hektisch nach dem versenkten Kayak gesucht wurde. Der Engländer, der mit mir paddelte durfte dann auch noch helfen, nach dem Kayak zu tauchen. Aus dem Grund verstand ich es auch nicht, dass die das Kayak zuvor versenkt hatten, da sie es danach wieder suchen mussten. Letztendlich fand sich das Kayak aber wieder und wir konnten alle wieder auf unser Boot zurück und fuhren weiter an eine Stelle, an der wir noch ein bisschen Zeit zum Schwimmen hatten. Das Boot konnten wir als Sprungbrett nutzen und uns von dort aus ins Meer in der Halong Bucht stürzen.

Im Anschluss fuhren wir an unseren Ankerplatz, an dem wir die Nacht in der Halong Bucht verbringen würden. Unsere kleine Gruppe saß noch bis spät abends an Deck, bis es schließlich anfing zu regnen und dann doch jeder recht müde war und in seine Koje verschwand. Am nächsten Tag endete meine Tour durch die Halong Bucht, während die Tour für den Rest der Gruppe weiterging, die alle eine 3-tägige Tour gebucht hatten. Ich blieb also alleine auf dem Schiff zurück, mit dem ich wieder zum Hafen zurückfuhr. Ich bekam allerdings wieder Gesellschaft von einer anderen Gruppe. Nach dem Mittagessen, das wieder an Land eingenommen wurde endete meine Tour und mit dem Bus ging es zurück nach Hanoi. Fotos konnte ich leider keine mehr machen, da alle Versuche meine Kamera wiederzubeleben, scheiterten. Auch die Speicherkarte war nicht mehr zu gebrauchen. Allerdings versprach mir einer aus der Gruppe mir seine Fotos zu schicken, was ich sehr nett fand. Dann habe ich wenigstens ein paar Fotos. Trotzdem hoffe ich, dass man die Bilder von meiner Speicherkarte noch irgendwie retten kann.

Wieder in Hanoi angekommen, kaufte ich mir eine neue Kamera, da ich am nächsten Tag nach Laos fliegen würde und dort wollte ich nicht ohne Kamera hinfliegen. Ebenfalls an diesem Abend startete das Fest zum 1000-jährigen Bestehen der Hauptstadt Hanoi und ich hatte das Gefühl, dass sich ganz Hanoi auf der Straße befand. Der Hoan Kiem See war beleuchtet und dort waren Bühnen aufgebaut und es wurde gesungen. Später gab es auch noch ein Feuerwerk. Mit diesem Tag endete meine letzte Unternehmung in Vietnam und ich freute mich schon auf mein nächstes Ziel: Laos.

 

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