Ecuador,  Südamerika

Ecuador Natur Pur–Reisebericht

 

Unsere Ecuador-Reisen finden Sie unter www.ecuador-discover.de

 

Von 17.08. bis 06.09.2015 war ich mit sechs weiteren Personen auf der Gruppenreise Ecuador Natur Pur unterwegs.

Erste Station in Ecuador war dabei die Stadt Sangolquí die etwa 50 km von Quito der Landeshauptstadt entfernt liegt. Untergebracht waren wir in der Hostería Sommergarten, die über eine sehr schönen Gartenanlage, einen Pool und eine ausgezeichnete Küche verfügt.

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Leider konnten wir nicht wie vorgesehen den Cotopaxi besuchen, da dieser sich gerade in einer aktiven Phase befand. Dafür waren wir im Kunsthandwerksmarkt in Otavalo. Dort wurden viele bunte Pullover, Hängematten, Rucksäcke und vieles mehr verkauft. Hier habe ich mich gleich mal mit einem Alpakapullover eingedeckt.

Ein weiterer Besichtigungspunkt war der Cuicocha. Dabei handelt es sich um einen Kratersee von etwa 3 km Durchmesser. Unterwegs legten wir mehrere Stopps ein um die leckeren Bizcochos zu probieren, einen traditionellen Weber zu besuchen und uns die Kirche von el Quinche anzusehen. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk in dem erst vor kurzem der Papst zu Besuch war. Das Highlight des Tages war jedoch eine Wanderung um den Kratersee Cuicocha, der wie aus einer anderen Welt erscheint.

Beim Ausflug zum Antizana kamen die Vogel- und Pflanzenfreunde unter uns voll auf ihre kosten. Immer wieder hielten wir an um uns Flora und Fauna am Wegrand genauer anzusehen. Leider nieselte es an diesem Tag und so unternahmen wir nur eine kurze Wanderung. Als sich jedoch der Himmel kurz öffnete, konnten wir sogar einen Blick auf den schneebedeckten Gipfel erhaschen.

ecuador-urwaldAm nächsten Tag brachen wir dann auch schon auf um von Quito in den Oriente nach Lago Agrio zu fliegen. Von dort aus ging es etwa zwei Stunden mit dem Bus weiter bevor wir in ein Motorboot umstiegen und uns auf dem Fluss aufmachten zur Siona Lodge.

Die fünf Tage im Dschungel sind ein unvergessliches Erlebnis. Bereits bei der Bootsfahrt zur Lodge konnten wir viele Affen, Vögel und Schmetterlinge beobachten. Nicht einmal die Hälfte davon hätten wir ohne unseren Guide Luis entdeckt.

Die Lodge selbst ist schön gestaltet, bietet eine erstklassige Küche und liegt direkt an einer Lagune in deren Mitte auch gebadet werden kann. Jeden Morgen wurden wir von den Geräuschen des Dschungels geweckt. Darunter auch ein Vogel der das Tropfen von Wasser imitiert und dadurch mehrere Reisende in das Badezimmer lockte um dort nachzusehen ob den nicht der Wasserhahn tropft.

ecuador-urwald-huazinBei den Nachtwanderungen konnten wir viele Spinnen, Käfer und Ameisen beobachten und bei den Dschungelwanderungen am Tag haben wir viele Heilpflanzen kennen gelernt.

Für mich war das absolute Highlight des Urwaldaufenthaltes die Tour mit dem Paddelboot durch die Lagune Canangueno. In dem ruhigen Wasser spiegeln sich die Bäume und wir hatten auch das Glück einen Kaiman beobachten zu können.

Zu den Tieren die wir im Urwald gesehen haben gehören: Ameisenbär, Flussdelfine, Kapuzineraffen, Brüllaffen, Faultier, Anakonda, Kaiman, Fledermäuse sowie verschiedenste Spinnen, Vögel, Insekten, Frösche, Fische und Ameisen.

Krönender Abschluss der Tierbeobachtung war der Anblick einer Anakonda, die gerade einen Kaiman verspeist. Außerdem hatten wir währende des Aufenthalts im Nationalpark Cuyabeno die Möglichkeit, ein Fest der Siona und Secoya zu besuchen. Viel zu schnell waren die Tage im Urwald vorbei und wir flogen zurück nach Sangolquí.

ecuador-mariposarioAuf unserem weiteren Weg nach Mindo kamen wir durch „Mitat del Mundo“, also dem Mittelpunkt der Welt. Um dieses Monument ist eine riesige Anlage mit verschiedensten Souvenirshops und Restaurants eröffnet worden. Ein weiterer Stopp war bei dem Vulkankrater Pululahua, in dem Landwirtschaft betrieben wird.

Unsere Unterkunft in Mindo war das Yellow House. Dieses liegt etwas außerhalb von Mindo umgeben von einer schönen Gartenanlage. Von dort aus gehen dann verschiedene Wanderwege in den Bergnebelwald auf denen sogar Brillenbären gesichtet werden können. Besonders gefallen hat mir hier die familiäre Atmosphäre beim Frühstück. Man sitzt dabei direkt in der Küche der Vermieter und vor demecuador-mindo-kaffeetour Fenster schwirren viele verschiedenfarbige Kolibris. Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen um die Balz des Roten Felsenhahnes beobachten zu können. Diese sehen mit ihrem roten Schopf wirklich lustig aus und Veranstalten bei Ihrem täglichen Imponiergehabe einen riesen Lärm. In Mindo haben wir auch das Mariposario besucht. In dieser Halle werden verschiedenste Schmetterlinge aufgezogen. Mit etwas Bananenpast kann man die bunten Schmetterlinge direkt auf seine Hand locken. Bei der anschließenden Kakao Tour konnten wir viel über die Herstellung von Schokolade erfahren und zum Schluss unsere eigenen Kreationen ausprobieren. Abschluss des Aufenthalts in Mindo war ein Besuch in Mindo Lido bei Frau Dr. Heike Brieschke in deren Garten wir viele Kolibris aus nächster Nähe beobachten konnten.

 

Bei der Weiterreise an die Küste wurde dann eine Übernachtung am Rio Salazar eingelegt. Auf dem Weg dorthin konnten wir viele verschiedene Früchte auf einer ökologischen Farm probieren und haben auch einen alleine lebenden alten Mann besucht, der nur von den Früchten in seinem Garten lebt. Ein wirklich guter Einblick in das Leben der ärmeren Landbevölkerung. Spontan war es auch möglich, eine Palmölfabrik zu besuchen und sich über den Herstellungsprozess des Öls zu informieren, dass häufig für Kosmetikprodukte verwendet wird.

ecuador-santo-domingo-de-los-tsachilasSehr interessant war auch der Ausflug zu den indigenen Tsachilas. Die Frauen des Stammes haben ein Freilichtmuseum eröffnet und zeigen dort ihre traditionelle Lebensweise. Leider kann man dort nur wenige Männer mit den traditionell rot gefärbten Haaren treffen, da die meisten in der Landwirtschaft arbeiten. Hier hat man das Gefühl, dass es dem Stamm wirklich gut gelingt, die Traditionen und Bräuche an nachfolgenden Generationen weiterzugeben.

Die erste Küstenstadt die wir dann erreichten war Pedernales. Von dort aus ging es weiter nach Canoa, einem bei Surfern sehr beliebten Ort. In Jama besuchten wir das Jama Coaque Museum des Künstlers Ricardo. Dieser erklärte uns auf spielerische Weise seine Arbeit bei der Rekonstruktion von Fundstücken aus der alten Kultur.

 

ecuador-isla-corazon-fregattvoegelIn Bahía de Caraces besuchten wir ein Museum und auf dem Weg dorthin hielten wir an verschiedenen Schrimps Farmen um uns über die Schrimps Zucht zu informieren. Ein weiteres Highlight war der 2 Stündige Besuch auf der Isla Corazon. Mit einem Paddelboot ging es durch einen natürlichen Kanal im Mangrovenwald quer durch die Insel. Dabei konnten wir viele rote Krebse und Fregattvögel beobachten. Anschließend folgte noch ein kurzer Rundweg durch die Insel.

Unsere Unterkunft in Puerto López, die Hostería Mandála war wunderschön. Geführt wird Sie von einer Schweizerin und einem Italiener, der Künstler ist und die gesamte Anlage mit viel Liebe zum Detail in eine wahre Traumwelt verwandelt hat. Besonders stolz sind die Betreiber auf die Leguane und die weißen Fledermäuse im Garten.

ecuador-canoa-palmeVon Puerto López aus haben wir die Isla de la Plata und den wunderschönen Strand Los Frailes besucht. Außerdem haben wir uns die Laguna Blanca angesehen. Die natürliche schwefelhaltige Quelle soll nach einer Schlammpackung eine positive Wirkung auf die Haut haben. Angenehm warm ist das Wasser auf jeden Fall.

Die letzten Stunden vor unserem Abflug nach Deutschland verbrachten wir mit einer Stadtbesichtigung in Guayaquil. Besonders empfehlenswert sind hierbei der Leguan Park, die neu gestaltete Strandpromenade sowie der Aussichtspunkt Santa Ana.

Insgesamt war die Reise sehr beeindruckend und interessant. Die besonderen Highlights für mich waren der Urwaldaufenthalt in der Siona Lodge, die Wahlbeobachtung und Inselbesichtigung auf der Isla de la Plata sowie der Badestrand Los Frailles.

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Reise.

Den ausführlichen Reiseverlauf finden Sie hier: Ecuador Natur Pur, 21 Tage

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