Tempel der Literatur Hanoi Vietnam
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Eine Reise durch Vietnam: Hanoi und Sapa

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Weitere Ziele auf meiner Reise durch Vietnam waren Hanoi und Sapa im Norden von Vietnam.

Von Hue fuhr ich mit dem Schlafbus nach Hanoi, wo ich gegen morgen ankam. Die Reise von Hue nach Hanoi war lang und ich hatte diesmal die obere Liege im Schlafbus und konnte dort nicht besonders gut schlafen, da dort die Klimaanlage besonders kalt war und ich immer den Wind von der Klimaanlage abbekam.

In Hanoi angekommen, wurde ich abgeholt und in mein Hotel gebracht, wo ich schnell eincheckte, bevor es auf eine kleine Stadtbesichtigung durch Hanoi ging. Hier stellten sich die ersten Schwierigkeiten ein. Es war kurz vor der Feier des 1000-jährigen Bestehens der Hauptstadt Hanoi und aus diesem Grund wurden sämtliche Gebäude renoviert und waren demnach für Touristen geschlossen. Dies war für mich ein wenig ärgerlich, da nun meine Sightseeingtour ein wenig knapp ausfiel.

Ich besuchte jedoch den Tempel der Literatur, der eine ehemalige Schule war, wo auch die Studenten gelebt haben.

Tempel der Literatur Hanoi Vietnam
Schildkröten im Tempel der Literatur

Am Eingang gab es eine Reihe von steinernen Schildkröten, die einige Schriftplatten auf ihrem Panzer trugen. Dort hatten Gelehrte ihre Sprüche auf chinesisch darauf geschrieben. Heute kann dies aber kaum mehr jemand lesen. Mir wurde das Innere des Tempels gezeigt und dort gab es unter anderem auch eine Statue von Konfuzius.

Im Inneren des Tempels der Literatur in Hanoi gab es aber nicht nur die Statue von Konfuzius, sondern ebenfalls von einigen anderen. Diese Statuen war sehr prunkvoll und die Hauptfarben waren gold und rot. Unheimlich schön und beeindruckend.

Außerdem waren wir noch am Hoan Kiem Lake in Hanoi. Dort leben ziemlich große Schildkröten und der Legende nach hat eine dieser Schildkröten das Schwert des Königs wieder aus dem Wasser geholt, nachdem es dort versenkt worden war.

Hoan Kiem See Hanoi Vietnam
Feier am Hoan Kiem See

An dem See gab es auch gerade eine Feier und es wurde getanzt und gesungen. Die Menschen dort trugen Trachten und es sah sehr bunt und auch sehr feierlich aus. Allerdings konnte mir keiner sagen, was dort gerade gefeiert wurde. Mit dem Besuch dort, endete auch die Stadtrundfahrt und ich wurde zurück in mein Hotel in Hanoi gebracht. Von dort startete ich nun selber eine kleine Erkundungstour durch die Straßen von Hanoi. Das erste was mir auffiel war, dass ich hier noch viel mehr auf der Straße aufpassen musste als in den anderen Orten, an denen ich bisher war. Die vielen Mopeds und wenigen Autos kamen von allen Seiten und wenn man nicht einfach zielstrebig weitergegangen ist, hatte man keine Chance über die Straße zu kommen. Die Straßenanordnung war allerdings ein wenig verwirrend. Ich merkte mir eigentlich immer ganz gut die Richtung, allerdings sind die Straßen nicht gerade angeordnet, sondern verlaufen zum Teil halbkreisförmig. Ich bin allerdings immer von gerade verlaufenden Straßen ausgegangen und habe mich dementsprechend auch immer wieder in der Straße vertan, so dass ich am Ende immer weiter weg von meinem Hotel gelaufen bin. Irgendwann beschloss ich dann doch die Karte herauszuholen, was eine ziemlich gute Idee war, ansonsten wäre ich wohl ganz am anderen Ende von Hanoi gelandet. Mit Hilfe der Karte kam ich allerdings wieder dort an, wo ich hinwollte.

Abends nahm ich dann den Nachtzug nach Sapa, weiter im Norden von Vietnam. Dort war ich in einem Viererabteil in einem Schlafwagen und die Betten dort waren wirklich sehr bequem. Die Nacht im Zug schlief ich wunderbar. Gegen 06:30 Uhr kam ich in Lao Cai an, wo sich der Bahnhof befindet und wurde dort abgeholt. Dieser liegt nämlich noch 38 Kilometer von Sapa entfernt. Von Lao Cai sind es dagegen nur noch 3 Kilometer bis zur chinesischen Grenze.

Sapa Cat Cat Village Minderheiten Vietnam
Aussicht in Sapa

In Sapa checkte ich zuerst einmal ins Hotel ein, wo ich dann später auch noch frühstücken konnte, bevor meine Tour zu den Bergstämmen von Sapa begann. Eine 8 Kilometer lange Wanderung von Sapa zu den Bergdörfern stand auf dem Plan. Meine Führerin schätzte die Zeit auf ca. 4 Stunden. Der erste Teil der Strecke ging über die Straße. Wir wurden dort auch sofort von 2 Frauen aus einem dieser Bergstämme begleitet. Die Bergstämme gehören zu der Minderheit der Hmong. Eine der Frauen bastelte mir kurz nach Beginn der Wanderung ein kleines Pferdchen aus Gras. Fand ich sehr niedlich. Allerdings meinte sie dann zu mir, dass ich ihr dafür ja später etwas abkaufen könnte. Soviel also zum Thema Geschenk. Später wurde der Weg dann kleiner, steiniger und matschiger. Die Sache fing an recht rutschig zu werden. Zumal auch immer mal wieder ein leichter Nieselregen einsetzte. Später wurde der Pfad richtig schmal und an der Seite ging es recht steil bergab und endete in einem Fluss. Mehr als einmal sah ich mich schon in dem Fluss liegen, da ich über diesen Pfad mehr gerutscht als gelaufen bin. Die Frauen der Bergstämme bewahrten mich öfter davor, den Abhang hinunterzurutschen und hielten mich fest. Nach einer ganzen Weile hatten wir es aber geschafft und der Weg wurde wieder besser. Die Landschaft dort ist einmalig und einfach wunderschön. Dort sieht man unendlich viele Reisterrassen und Berge und Wälder. Dies war für mich ein persönliches Highlight in Vietnam. Die Landschaft ist unwahrscheinlich grün und obwohl oder gerade weil das Wetter nicht so schön war, sondern ein wenig trüb und verregnet, haben die Reisterrassen regelrecht grün geleuchtet. Die Sicht, die man auf dieser Wanderung hat ist einfach überwältigend.

Sapa Vietnam
Hmong Frauen

Wir kamen nun an das erste Dorf. Dieses nannte sich Lao Chai. Das zweite Dorf durch das wir kamen hieß Tan Van. Dort konnten wir den Dorfalltag beobachten und natürlich wollten die beiden Frauen jetzt, dass ich etwas von ihnen kaufe. Dieses tat ich letztendlich auch und kaufte ihnen ein paar Armbänder ab. Danach fuhren meine Führerin und ich mit dem Moped zurück nach Sapa, da der Rückweg zu Fuß zu lange dauern würde. Wir saßen also mal wieder zu dritt auf einem Moped. Ich bekam allerdings einen Helm. Dieser passte zwar nicht richtig, aber besser als gar nichts. Wieder in Sapa angekommen, verabschiedete ich mich von meiner Führerin und machte mich auf, den Rest von Sapa zu erkunden. Dies war allerdings nicht sehr entspannend, sondern eher ziemlich nervenaufreibend, da ich sofort wieder von ein paar Frauen aus den Dörfern umringt war, die mir etwas verkaufen wollten. Diese verfolgten mich quer durch die Stadt und ich konnte sagen was ich wollte, die versuchten es immer weiter mir etwas zu verkaufen. Schließlich war es dann soweit, dass ich so genervt war, dass ich denen eine Kleinigkeit abgekauft hatte, nur um meine Ruhe zu haben. Ich bin hinterher regelrecht ins Hotel geflüchtet und war froh, dass ich dort dann ein wenig Ruhe hatte. Abends ging ich dann noch einmal eine Runde durch die Stadt, auch um mir ein gemütliches Restaurant zum Abendessen zu suchen. Natürlich bekam ich prompt wieder Begleitung. Ich war wirklich froh, als ich wieder im Hotel war.

Am nächsten Tag, besuchte ich auf eigene Faust das Cat Cat Dorf. Dort gab es einen kleinen Wasserfall, was auch das Highlight dieser Wanderung war. Es gab unterwegs jede Menge kleiner Hütten, wo die Bergvölker ihre Waren verkauften. Diese Strecke ging relativ schnell zu laufen und ich war recht schnell wieder in Sapa, wo ich bis abends meine Zeit verbringen musste, bis ich wieder nach Lao Cai gefahren wurde, wo ich mit dem Nachtzug wieder zurück nach Hanoi fuhr.

 

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