Tempelruinen My Son World Heritage Hoi An Vietnam
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Eine Reise durch Vietnam: Bootsfahrt in Na Thrang, Hoi An und Tempelruinen von My Son

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Meine nächste Station auf meine Reise in Vietnam war Na Thrang, wo eine Bootsfahrt auf dem Programm stand und Hoi An, wo ich die Tempelruinen von My Son besichtigte.

Nach einer Busfahrt mit ein paar Pannen, wie zum Beispiel ausgefallener Klimaanlage und geplatzter Reifen kam ich endlich in Na Thrang an. Dies ist eine Stadt direkt am Meer, mit einem doch recht schönen Strand, wie ich persönlich finde. Der erste Gang war natürlich der in die Unterkunft. Ich übernachtete in einem recht hübschen Hotel in Strandnähe. Zum Zentrum von Na Thrang waren es ungefähr 10 Gehminuten, wenn man ein etwas höheres Grundtempo hat. Da ich gegen Mittag in Na Thrang ankam, suchte ich mir zuerst einmal ein gemütliches Plätzchen zum Essen und machte dann eine kleine Erkundungstour durch Na Thrang und legte mich dann für eine Weile an den Strand.

Abends ging ich in ein kleines einheimische Restaurant zum Essen und freute mich dann auf den nächsten Tag, da es dann auf die Bootstour in Na Thrang gehen würde.

Am nächsten Tag also packte ich meine Sachen. Checkte aus dem Hotel aus und konnte meinen kleinen Koffer noch im Hotel in Na Thrang lassen. Danach wurde ich abgeholt und die Tour begann. Der Kleinbus war schon voll besetzt als ich abgeholt wurde und dann ging es los in Richtung Hafen, wo das Boot auf uns wartete. Allerdings waren wir es dann, die eine kleine Weile warten mussten, bis wir auf das Boot durften.

Aquarium auf Bootsfahrt in Na Thrang Vietnam
Das Aquarium von außen

Endlich war es dann soweit und unsere Gruppe enterte das Boot, dass uns zu den verschiedenen Inseln von Na Thrang fahren sollte. Die Fahrt begann und unser Tourguide versuchte zunächst einmal ein wenig Partystimmung zu machen, was allerdings erstmal misslang, da jeder zunächst die Bootsfahrt ein wenig genießen wollte. Unsere erste Station war ein Aquarium, wo es verschiedene Fischarten, wie Haie, Clownsfische, Seesterne, Seepferdchen und sogar Schildkröten anzuschauen gab. Hier mussten wir allerdings extra den Eintritt bezahlen. Insgesamt hatten wir dann 45 Minuten Zeit um uns das Aquarium anzuschauen und wir konnten sogar die Fütterung von ein paar Fischen und Schildkröten im großen Außenbecken beobachten. Danach ging es wieder auf unser Boot. Dazu mussten wir über zwei weitere Boote klettern, die ebenfalls dort festgemacht hatten. Schließlich schafften es aber doch die meisten zur verabredeten Zeit wieder auf dem richtigen Boot zu sein und die Fahrt zu den Inseln in Na Thrang ging weiter. Nun wurden wir zu einer kleinen Insel gebracht, wo wir Schnorcheln konnten. Schnorchel und Masken lagen für uns bereit und wir mussten nur noch zugreifen und ins Wasser laufen. Das war allerdings ein wenig schmerzhaft, da der Strand komplett aus Steinen bestand. Diese waren zudem noch ziemlich glatt, so dass man die ganze Zeit ausrutschte und sich die Zehen an einem weiteren Stein anschlug. Im tiefen Wasser angekommen wurde man jedoch für die

Aquarium Bootsfahrt in Na Thrang Vietnam
Aquarium

angeschlagenen Zehen belohnt. Es gab einige kleine und größere Korallen und jede Menge Fische dazwischen. Ein schöner Ort zum Schnorcheln. Das einzig Negative war, dass dort außer uns noch drei weitere Boote waren und es aus dem Grund im Wasser ziemlich überfüllt war und das hat das Schnorchelvergnügen ein wenig getrübt. Insgesamt konnten wir uns eine Stunde lang beim Schnorcheln vergnügen bevor wir wieder auf das Boot mussten.

Dort wurde nun ein Mittagessen serviert. Die Bänke in der Mitte waren nun zu einem großen Tisch umgebaut worden, auf dem ein sehr reichhaltiges Mittagessen serviert wurde. Unter anderem gab es Shrimps, Bratnudeln, Rührei, Salat und noch einiges mehr. Bei dem Mittagessen wurde nun wirklich jeder satt. Das Aufräumen hinterher ging auch sehr schnell vonstatten und im Anschluss kam so eine Art Boyband an Bord.

Zumindest wurde es uns so angekündigt. Diese spielten dann für jede Nation, die an Bord war, einen Song und jeweils einer musste mit unserem Guide auf die „Bühne“. Ich wurde

Boyband auf Bootsfahrt in Na Thrang Vietnam
Die vietnamesische Boyband

glücklicherweise verschont, da sich in deren Repertoire kein deutscher Song befand. Da hatte ich ja noch mal Glück gehabt. Nachdem die Band dann noch zwei vietnamesische Songs gespielt hatte, verabschiedete diese sich. Ich muss allerdings sagen, dass die Musik zum Teil mehr laut als schön war. Allerdings war es lustig. Danach durften wir vom Boot alle ins Wasser springen und hatten dann jede Menge Spaß dabei. Außerdem gab es noch so eine Art schwimmende Bar. Einer von der Mannschaft hatte sich in einem speziellen Sitz ins Wasser gesetzt und angefangen Wein zu verteilen. Ich bin dann allerdings lieber noch ein paar Mal vom Boot gesprungen als im Wasser Wein zu trinken. Nach einer Weile war dann der Spaß aber auch schon wieder vorbei und unser Guide beorderte uns alle zurück ins Boot und die Fahrt ging zu unserer letzten Station. Eine Insel, wo wir noch einmal Zeit zum Schwimmen hatten und auch Parasailing machen konnten. Dies schaute ich mir allerdings nur an, da ich die Preise recht unverschämt fand. Ich schlug mir lieber noch ein paar Mal die Zehen an um ins Wasser zu kommen und ein bisschen zu schwimmen. Auch hier gab es nur steinigen Untergrund, was nicht sehr angenehm war. Nach fast 1,5 Stunden beendeten wir unseren Aufenthalt auf dieser Insel und wir fuhren wieder zurück zum Hafen in Na Thrang, wo eine recht schöne Tour zu Ende ging.

Abends fuhr ich mit dem Nachtbus nach Hoi An. Dieser fuhr die Nacht durch und morgens gegen 07:00 Uhr kamen wir in Hoi An an. Zuerst stellte ich fest, dass ich mit meinem Trolley ungefähr 2,5 Kilometer laufen müsste um zum Hotel zu kommen. Ich habe mich dann für ein Taxi entschieden, da ich keine Lust hatte, meinen Trolley 2,5 Kilometer hinter mir herzuziehen. Ich fragte nach dem Preis und der Taxifahrer nannte mir diesen dann. Ich stieg also ein und die Fahrt ging los. Kurze Zeit später kamen wir am Hotel an und der Preis auf dem Taximeter war in etwa die Hälfte von dem, was mir der Taxifahrer genannt hatte. Dieser bestand allerdings zunächst auf seinen Preis, den ich mich allerdings weigerte zu zahlen. Schließlich musste ich dann doch nur den Preis zahlen, der auf dem Taximeter stand. Dann ging das Problem aber erst los, da ich nur einen größeren Schein hatte und durch reinen Zufall konnte der Taxifahrer kein Geld wechseln. Sehr bequem für ihn. Zufälligerweise konnte allerdings auch weder das Hotel noch ein Shop daneben Geld wechseln.

Das war nun wirklich ärgerlich. Er gab mir dann ein bisschen Geld zurück, aber ich hatte immer noch einiges mehr gezahlt, als auf dem Taximeter stand. Jetzt hatte ich die Touristenabzocke nun doch am eigenen Leib erfahren, aber das gehört nun mal dazu und ich beschloss mir die Laune dadurch nicht verderben zu lassen und ging auf den Markt von Hoi An, um diesen mal ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen. Den Tag über erkundete ich also ein bisschen Hoi An und am nächsten morgen begann meine Tour zu den Tempelruinen von My Son, die zum Weltkulturerbe gehören.

My Son World Heritage Hoi An Vietnam
My Son

Wer allerdings vorher in Kambodscha die Tempel von Angkor besucht hat, wird hier vielleicht ein wenig enttäuscht werden. Diese Tempelruinen von My Son sind bei weitem nicht so beeindruckend wie Angkor. Der Guide erzählte uns ein bisschen über die Tempel von My Son. Zum Beispiel, dass diese von dem Volk der Cham errichtet wurden. Hier wurde hauptsächlich die Hindugottheit Shiva angebetet. Ein großer Teil der Tempel wurde während der Bombardements der Amerikaner zerstört und es wird nun daran gearbeitet, die Tempel wieder zu restaurieren.

Die Ruinen von My Son lagen recht verstreut und waren zum Teil sehr überwuchert. Die Mauer war komplett überwachsen und nur noch zu erahnen. Insgesamt hatten wir dort einen Aufenthalt von einer dreiviertel Stunde bis wir wieder zurück zum Bus mussten. Sehr beeindruckt von der Tour nach My Son war ich jetzt nicht, aber ich denke, dass es eine schöne kleine Tour ist für Leute ist, die noch nicht in Angkor waren. Zurückfahren kann man entweder mit dem Bus oder mit dem Boot. Die Rückfahrt mit dem Boot dauert etwa 2 Stunden länger. Ich selber fuhr mit dem Bus zurück, da ich meinen Bus nach Hue noch erreichen musste und somit nicht genug Zeit hatte um die Bootsfahrt zu machen. Insgesamt waren die letzten Tage aber doch sehr schön, trotz Abzocke und ich freue mich auf weitere Tage und schöne Touren in Vietnam.

 

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