Dalat Citytour Crazy House Vietnam
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Eine Reise durch Vietnam: Dalat, Crazy House und Bao Dai Sommerpalast

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Mein weiterer Weg auf meiner Reise durch Vietnam, führte mich nach Dalat. Dort machte ich einen halben Tag lang eine Stadtrundfahrt und sah mir das Crazy House, den Bao Dai Sommerpalast, den Markt und den Bahnhof an.

Am ersten Tag erkundete ich nachmittags die Stadt Dalat für mich alleine. Ich lief durch die Straßen und kaufte mir auf dem Markt wieder ein wenig Obst. Kurze Zeit später lief ich aber direkt ins Hotel zurück, da es begonnen hatte zu regnen. Es schüttete wie aus Eimern und hörte nicht mehr auf. Den restlichen Nachmittag verbrachte ich zwangsläufig also erstmal im Hotel.

Dalat Citytour Crazy House Vietnam
Zimmer im Crazy House

Am nächsten Morgen wurde ich um 8 Uhr abgeholt, um eine kleine Stadtrundfahrt zu machen. Bei dieser sah ich das Crazy House, den Bao Dai Sommerpalast, den Markt und den Bahnhof von Dalat.

Wir begannen im Crazy House. Dies ist ein Haus, das aussieht wie ein Baum oder zumindest so aussehen soll. Die Räume dort haben alle verschiedene Namen und es ist außerdem ein kleines Hotel, in dem man übernachten kann. Dieses Haus hat wirklich eine spezielle Atmosphäre. Von den Betten im Crazy House, kann man in den Nachthimmel schauen, da die Decke ein Glasfenster hat. Total klasse. Wir besahen uns das ganze Haus, in dem auch die Besitzerin wohnt. Das Crazy House ist allerdings noch nicht fertig gestellt. Es wird noch daran gearbeitet und es wird wahrscheinlich 2015 fertig gestellt sein.

Dalat Citytour Bao Dai Sommer Palast Vietnam
Bao Dai Sommerpalast

Unser nächstes Ziel war der Bao Dai Sommerpalast. Dies war der Ort, an den der frühere König herkam, um sich zu erholen. Der König hatte insgesamt 13 Kinder mit 7 verschiedenen Frauen. Mit seiner offiziellen Frau hatte er 5 Kinder, die aber alle in Frankreich gelebt hatten, da sie dort auch zur Schule geschickt wurden. Der Bao Dai Sommerpalast wurde zum großen Teil so wie damals belassen und man kann sich die Räume dort anschauen. War schon interessant zu sehen, wie und wo die Königsfamilie ihren Urlaub verbracht hatte.

Im Anschluss ging es zum Bahnhof von Dalat. Dieser ist recht alt und man kann mit der alten Bahn auch eine 7-Kilometerlange Zugfahrt in Dalat machen. Dies machte ich allerdings nicht. In der Bahnstation von Dalat gibt es bunte Fenster und man kann die Architektur dort sehen. Natürlich kann man dort auch die alten Züge bestaunen. So ähnlich wie bei uns eine Museumsbahn.

Nachdem wir aus dem Bahnhof wieder draußen waren, fuhren wir zum Markt von Dalat. Dort sahen wir wie die Kinder zum Mondfestival mit Trommeln Musik machten und es wurde ein Tanz aufgeführt, verkleidet mit einem

Dalat Citytour Zentralmarkt Vietnam
Tanzender Drache

Drachenkostüm. Sah schon sehr toll aus wie die mit ihrem Drachenkostüm getanzt haben. Im Markt von Dalat selber gab es alles Mögliche zu kaufen. Es gab Obst und Gemüse, Gewürze, Tee, Reis, Mais und getrocknete Früchte, um nur ein paar der Dinge zu nennen. In einem anderen Teil des Marktes konnte man Kleidung und Kunsthandwerk kaufen. Im oberen Stockwerk im Markt von Dalat kann man außerdem noch etwas essen.

Das waren also die Stationen, die ich auf der Stadtrundfahrt in Dalat gesehen habe. Das Crazy House, den Bao Dai, Sommerpalast, den Bahnhof und den Markt.

Im Anschluss buchte ich dann noch eine Motorradtour und fuhr mit einem Guide auf einem Motorrad durch die ländliche Gegend von Dalat. Diese Tour war einfach nur super. Ich kam in Gegenden in der Umgebung von Dalat, die man als Tourist sonst

Easy Rider Countryside Tour Dalat Elefantenwasserfall Vietnam
Elefantenwasserfall

normalerweise nicht sieht. Ich sah den Elefantenwasserfall. Ich besuchte einen See, an dem sich ein Blumengarten und eine wunderschöne Pagode befanden. Außerdem besuchte ich ein Dorf der ethnischen Minderheit der Kho und dort schaute ich mir die Seidenarbeiten dieser Community an und ließ mir ein bisschen was über das Leben dort erzählen. Dort fand ich auch heraus, dass die Menschen dort hauptsächlich Mais essen und nicht Reis, da der Mais dort selber angebaut wird und der Reis teuer gekauft werden müsste. Außerdem konnte ich einen kleinen Spaziergang durch das Dorf machen und das Dorfleben beobachten. Das Dorf nannte sich Chicken Village und am Eingang des Dorfes in der Umgebung von Dalat stand ein sehr großer Hahn aus Holz. Mein Guide ließ mir soviel Zeit wie ich wollte. Er hetzte mich nicht und mahnte zum Aufbruch, sondern wartete in aller Ruhe auf mich, bis ich fertig war. Fand ich total klasse. Auf dem weiteren Weg durch die Umgebung von Dalat sah ich noch eine Pilzfarm. Draußen sah man die Pilze, die zum Trocknen ausgelegt waren und in den kleinen Häusern hingen viele Plastikbeutel gefüllt mit einer Mischung aus Kalkstein, Reis und Pilzsporen. Durch die feuchte Luft wachsen die Pilzsporen und die Pilze wachsen aus den Plastikbeuteln heraus. Die Pilze nennen sich Ohrenpilze, weil sie aussehen wie eine Ohrmuschel. Die Fahrt ging weiter durch Kaffee- und Pfefferplantagen und mir wurde erklärt, dass Vietnam der zweitgrößte Exporteur für Kaffee ist. Nach Brasilien. Mein Guide erklärte mir alles Mögliche und kannte sich sehr gut aus. Er brachte mich außerdem zu einem Haus, wo Seidenraupen gezüchtet wurden. Dort konnte ich sehen, wie die Seidenraupen ihren Kokon herstellen. Der Seidenfaden kommt aus deren Mund und die spucken sozusagen den Seidenfaden aus. Damit wickeln sie sich in einen Kokon ein, der später zu den Seidenfabriken gebracht wird. Später konnte ich in einer Seidenfabrik auch die Herstellung von Seide beobachten. Die Kokons werden erst in heißem und dann in kaltem Wasser gewaschen und es werden die Fäden dann über Rollen aufgewickelt. Das was nicht aufgewickelt wird, wird von den dort arbeitenden Frauen von Hand aufgewickelt und ist die zweite Klasse. Diese wird zum Beispiel für Seidenteppiche verwendet und nach Ho Chi Minh City gebracht. Mein Guide erklärte mir, dass man für ein Kilogramm Seide acht Kilogramm von den Kokons der Seidenraupen benötigt. Es ist also ein ziemlich großer Aufwand für relativ wenig Seide, vor allem wenn man bedenkt wie klein und leicht diese Kokons sind und wie viel Arbeit es braucht aus den Kokons die Seidenfäden herauszuholen und aufzuwickeln. Letztendlich muss dann das Ganze noch gefärbt werden und dann werden aus den fertigen Seidenfäden Stoffe gewoben und zum Beispiel zu Schals, Kleidung und Taschen weiterverarbeitet.

Easy Rider Countryside Tour Dalat Gemuesefelder Vietnam
Gemüsefelder in Dalat

Auf dem weiteren Weg sah ich noch einige Gemüsefelder, da in Dalat und Umgebung hauptsächlich Gemüse angebaut wird. Dort wurde mir auch erzählt, dass 80% der Bevölkerung von Vietnam Farmer sind. Leider fing es irgendwann an zu regnen und das war dann nicht mehr so schön. Es hat zwar nicht geschüttet, aber es kam doch einiges herunter und ich war wieder einmal froh, dass ich meine Regenjacke dabei hatte. Außerdem musste ich mir noch etwas Langärmliges anziehen, da es dort in Dalat schon recht kühl ist, wenn es regnet. Das kommt daher, weil Dalat in den Bergen liegt. Die Temperaturen sind tagsüber auch recht angenehm und es ist nicht so brütend heiß, wie in den unteren Gebieten.

Auf dem Rückweg in die Stadt Dalat hielten wir noch an Gewächshäusern an, wo Blumen für den Weiterverkauf gezüchtet wurden. Dies war allerdings nur ein kurzer Stopp und dann ging es weiter Richtung Dalat. Nach einer insgesamt fast 5-stündigen Tour durch die Umgebung von Dalat kam ich dort wieder an. Diese Tour war wirklich fantastisch und ich kann nur jedem empfehlen, der die Zeit dazu hat, eine Motorradtour dort zu machen. Man sieht die Gegenden abseits von den Touristenzentren und lernt auch etwas über die ethnischen Minderheiten, die etwa 20% der Bevölkerung Vietnams ausmachen. Diese leben in kleinen Communities und sind völlig unabhängig von der Regierung. Die Community, in der ich war, lebt in einem sogenannten Matrimonium, das heißt, dass die Männer den Frauen folgen müssen. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Seite von Vietnam ebenfalls kennenzulernen. Außerdem machte mir die Fahrt mit dem Motorrad unheimlich viel Spaß. Allerdings war dieser Spaß auch nicht ganz billig. Gelohnt hat es sich dennoch. Ein grandioser Tag ist zu Ende und ich freue mich schon auf den nächsten Tag meiner Reise durch Vietnam.

 

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