Mui Ne Sandduenen in Vietnam
Asien,  Sommer Fernreisen Redaktion,  Vietnam

Eine Reise durch Vietnam: Sanddünen in Mui Ne

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Das nächste Ziel auf meiner Reise durch Vietnam war Mui Ne und seine Sanddünen, in denen man sich zwischenzeitlich vorkam wie in einer Wüste da man nur noch Sand gesehen hat.

Um Punkt 8 Uhr morgens fuhr ich mit dem Bus los.

In einem Sleeperbus, ein Bus mit Liegen statt mit Sitzen, ging es auf die ca. 5-stündige Fahrt.

Um 13 Uhr kam ich endlich an. Die Fahrt war dann doch recht lang und ich kam am Tag davor recht spät ins Bett, so dass ich schon recht müde war. Da ich ja im Sleeperbus fuhr, hätte ich ja eigentlich schlafen können, aber ich wollte ja etwas von der Landschaft sehen. Also bestellte ich mir morgens zum Frühstück nicht den üblichen Tee sondern einen Kaffee, den ich zwar eigentlich nicht mag, aber der mich wach halten sollte. Das klappte allerdings nur bedingt. Irgendwann schlief ich doch kurz ein.

Mui Ne Sandduenen in Vietnam
Aussicht von einer Düne

Nach 2 Stunden legten wir eine kurze Pause ein, in der jeder auf die Toilette konnte und sich mit . Dort kaufte ich mir ein halbes Kilogramm Lychees. Die sind richtig lecker und frisch vom Markt natürlich noch besser. In Mui Ne angekommen waren die restlichen Lychees erstmal mein Mittagessen. Im Hotel in Mui Ne wurde sofort versucht mir eine Tour aufzuschwatzen, die ich dann später tatsächlich mitmachte. Mit 3 jungen Männern aus Irland ging es im Jeep auf eine Fahrt zu den Sanddünen von Mui Ne. Am ersten Stopp mussten wir durch ein Flussbett waten und kletterten dann eine Düne hoch, von wo man einen recht schönen Ausblick hatte.

Hierher begleitete uns aber nicht der Fahrer sondern ein paar einheimische Jungs. Die wollten dann auch hinterher prompt Geld sehen. Hätte ich mir eigentlich denken können. Als ich denen was geben wollte, meinte der eine aber doch glatt, dass er mehr haben will. Der wollte für die paar Minuten, die Hälfte des Preises, den ich für die ganze Tour gezahlt hatte. Ich sagte ihm dann, dass er sich entweder mit dem Geld was ich ihm gebe zufrieden geben kann, oder dass ich es sonst eben wieder einstecke. Die 3 Iren teilten sich das Ganze dann und ich legte mein Geld oben drauf und mir war egal, ob die damit zufrieden waren oder nicht. Unverschämt muss man auch nicht werden.

Fischerhafen in Mui Ne Vietnam
Fischerhafen in Mui Ne

Als wir dann wieder auf dem Weg zum Auto waren wollten doch tatsächlich noch mehr von den Jungs dort Geld haben. Wahrscheinlich als Belohnung fürs Herumsitzen, da war bei mir aber Feierabend und die Jungs haben auch nichts mehr gegeben. Das fand ich schon sehr dreist. Im Auto fuhren wir dann weiter zu den großen Sanddünen. Unterwegs hielten wir noch an der Küstenstraße an, wo man einen tollen Blick über die ganzen Fischerboote hatte. Das war schon ein schöner Anblick in Mui Ne. Unterwegs mussten wir uns noch einen Weg durch eine Kuhherde bahnen. Die Kühe liefen mitten auf der Straße und machten auch keine Anstalten bald aus dem Weg zu gehen. Unter lautem Gehupe und stetigem Vorwärtsfahren, kamen wir schließlich doch hindurch und konnten weiterfahren.

Schließlich kamen wir bei den Sanddünen von Mui Ne an. Diese lagen allerdings auch ungefähr 30 Kilometer außerhalb von Mui Ne. Unser Fahrer wartete wieder am Wagen und wir marschierten los. Unterwegs wurden wir dann gleich gefragt, ob wir mit den Schlitten da hinunterfahren wollten. Hatten wir eigentlich schon vor, aber dann wollten die natürlich auch wieder Geld haben. Auf einen Handel ließen sich die gar nicht erst ein, sondern haben direkt einen Preis gesagt. Da wir ja schon wegen dem Sandsliden gekommen waren, bissen wir also in den sauren Apfel und zückten wieder unsere Portemonnaies.

Mui Ne Sandduenen in Vietnam
Sanddünen in Mui Ne

Danach stapften wir die Sanddünen von Mui Ne hoch und suchten eine geeignete Stelle zum Herunterrutschen. Wir fanden eine Stelle, die uns steil genug erschien und während die 3 Iren sich erstmal an eine kleine Rutschpartie heranwagten, nahm ich mir gleich die große Düne vor. Das war ganz in Ordnung, allerdings recht langsam. Die Schlitten oder vielmehr die Plastikteile mit einer Schlaufe daran, waren dafür nicht so richtig gut geeignet. Wir rutschten dort noch ein paar Mal herunter und suchten uns dann eine größere Sanddüne. Dort fanden wir eine richtig steile Stelle, bei der die 3 Jungs erstmal diskutierten, ob man sich dabei nicht den Hals bricht. Während sie noch diskutierten, nahm ich meinen Schlitten und fing an dort hinunterzurutschen während mir noch viel Glück gewünscht wurde. Am Anfang war es dort auch recht langsam, aber als es fast senkrecht hinunter ging, da wurde es dann doch recht schnell, allerdings hat sich mein Plastikuntersatz dann quer gestellt und das Ganze abrupt abgebremst. Bis zu der Stelle hat es dann aber schon Spaß gemacht und es war sowieso nur noch ein ganz kleines Stück bis ganz hinunter. Als ich den Jungs versichert hatte, dass man sich nicht den Hals bricht, kamen die dann auch herunter und sie schafften es ihre Rutschuntersetzer gerade zu halten und bis nach ganz unten zu kommen. Anschließend mussten wir zurück zum Auto, weil unsere Stunde um war, die uns der Fahrer gegeben hatte. Wir wollten nämlich noch den Sonnenuntergang anschauen und dazu mussten wir wieder an eine andere Stelle fahren. Wäre wohl besser gewesen länger dort zu bleiben, denn unterwegs hatten wir einen Platten und bis das Ersatzrad dran war, hatten wir schon den halben Sonnenuntergang verpasst. Als wir schließlich dort ankamen, gingen die meisten Leute schon wieder. Wir bekamen noch die letzten Reste mit, aber das war schnell vorbei und wir wurden dann wieder am Hotel in Mui Ne abgesetzt und die Tour zu den Sanddünen von Mui Ne war vorbei. Preislich ein wenig überzogen, wenn man es mit anderen Touren vergleicht, aber trotzdem hat es Spaß gemacht. Wenn man an den Dünen keinen Wert auf Kinderbegleitung legt, sollte man diesen das am Besten sofort mitteilen. Geld wollen sie sowieso immer haben, aber sie sind eben nie zufrieden mit dem was man ihnen gibt, deswegen fängt es schnell an zu nerven. Auf jeden Fall war es eine schöne kleine Tour und hat Spaß gemacht.

 

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