Cao Dai Kirche Tay Ninh Vietnam
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Eine Reise durch Vietnam: Cu Chi Tunnel und Cao Dai Kirche

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Eine weitere Tour, die ich auf meiner Reise in Vietnam machte, war die Fahrt zu den Cu Chi Tunneln und der Cao Dai Kirche in Tay Ninh.

Morgens holte mich jemand von der Agentur gegen kurz vor 8 Uhr ab. Die Fahrt fand statt mit einem größeren Bus. Es waren ungefähr 20 Leute mit auf der Tour. Zunächst ging die Fahrt in Richtung der Cao Dai Kirche. Diese Fahrt dauerte ungefähr 2 ½ Stunden. Dort gibt es drei verschiedene Religionen. Den Buddhismus, den Taoismus und den Konfuzianismus. Unser Tourguide erklärte uns welche Farbe zu den verschiedenen Religionen gehörte. Die gelben Roben werden von den Buddhisten getragen, die roten von den Taoisten und die blauen von den Konfuzianern. Zuerst betrachteten wir die Kirche von außen.

Dort konnte man die drei verschiedenen Teile erkennen. Ganz links befand sich die Kirche, in der Mitte war der Teil des Taoismus und ganz rechts befand sich eine buddhistische Pagode. So sind drei verschiedene Religionen in einer Kirche vereint. Nachdem die ganze Gruppe ihre Fotos von außen gemacht hatte, hatten wir auch die Möglichkeit uns die Mittagsmesse in der Cao Dai Kirche um 12 Uhr anzuschauen. Allerdings hatten wir davor noch Zeit uns die Cao Dai Kirche von innen anzuschauen. Dort mussten wir alle aber erst die Schuhe ausziehen. Es gab sehr viele verzierte Säulen und Fenster mit einem Auge darin. Außerdem gab es einen sehr großen Altar mit einer sehr großen Kugel, auf der ebenfalls ein Auge abgebildet war.

In der Cao Dai Kirche Tay Ninh Vietnam
In der Cao Dai Kirche

Am Eingang der Cao Dai Kirche warteten schon die Anhänger der verschiedenen Religionen auf den Beginn der Messe. Diese begann um Punkt 12 Uhr. Die Mönche, Nonnen und Anhänger betraten die Cao Dai Ki

Cao Dai Kirche Tay Ninh Vietnam
Cao Dai Kirche

rche in einer Art Prozession. Alles lief sehr geordnet ab und auf der Empore wurden Instrumente gespielt und feierlich gesungen. Zwischendrin ertönte immer wieder eine Glocke, woraufhin sich die Betenden immer wieder verbeugten. Das ist schon sehr interessant zu sehen wie so eine Messe dort abläuft. Insgesamt hatten wir 20 Minuten Zeit uns die Messe in der Cao Dai Kirche anzuschauen, bevor wir zurück zum Bus mussten. Pünktlich zur abgemachten Zeit waren auch fast alle dort. Nachdem auch die letzten Nachzügler den Bus wieder gefunden hatten, ging es weiter in Richtung der Cu Chi Tunnel. Nach ungefähr 20 Minuten machten wir einen weiteren Stopp für das Mittagessen. Das war ein kleines Restaurant und die Auswahl nicht sehr groß. Meine Frühlingsrollen waren aber sehr lecker.

Cu Chi Tunnel Vietnam
Cu Chi Tunnel

Nach dem Mittagessen ging es weiter und wir fuhren noch einmal 1,5 Stunden bis wir an unserem Ziel, den Cu Chi Tunneln ankamen. Dort mussten wir zuerst das Ticket kaufen und dann machten wir uns auf den Rundgang über das Gelände der Cu Chi Tunnel. Zuerst sahen wir einen Film über die Cu Chi Tunnel und welchem Zweck sie dienten. Diese waren das Versteck der Guerilla Kämpfer der kommunistischen Viet Cong. Das Tunnelsystem der Cu Chi Tunnel hat insgesamt eine Länge von ca. 200 Kilometern. Es gibt viele versteckte Eingänge und Bunker, die vor den Bomben der Amerikaner Schutz boten. Uns wurde demonstriert, wie die Menschen dort hineinkletterten und konnten selber auch einmal hineinklettern. Der Eingang und die Cu Chi Tunnel selber waren wirklich sehr eng. Man konnte nur mit erhobenen Händen hinein und hinaus, da man ansonsten mit den Schultern stecken blieb, was mir beim Hinausklettern zuerst passiert ist. Die Bunker und Tunnel befanden sich auf verschiedenen Ebenen in mehreren Metern Tiefe. Die Tunnel waren allerdings sehr schmal und sehr niedrig. Man konnte nur gebückt durchlaufen. Man kann wirklich nur staunen, wie die Guerilla Kämpfer dort so schnell hinaus und hineinkamen. Beim Weitergehen sahen wir noch aufgebaute Camps der Guerilla mit Puppen, die darstellten, wie eine Situation aussehen könnte.

Cu Chi Tunnel Vietnam Ho Chi Minh Sandale
Ho Chi Minh Sandalen

Am Ende konnten wir auch selber noch durch einen der Cu Chi Tunnel kriechen. Das war ein ungefähr 40 Meter langes Stück und es wurde schon gewarnt, dass Leute mit Platzangst auf keinen Fall dort hineingehen sollten. Die Warnung war wirklich berechtigt. Dieses spezielle Tunnelstück wurde schon für Besucher verbreitert und war trotzdem noch sehr eng und schmal, so dass man wirklich aufpassen musste, wie man dort entlang lief. Es ist unheimlich schwer sich vorzustellen, dass die Guerilla Kämpfer dort unter der Erde leben mussten. Außerdem wurde uns noch der berühmte Ho Chi Minh Schuh gezeigt. Dieser bestand aus alten Autoreifen und war so konzipiert, dass man nicht ausrutschen konnte. Diese Schuhe wurden auch verkehrt herum getragen, das heißt mit dem eigentlichen hinteren Teil vorne, um den Feind zu verwirren und ihn im Glauben zu lassen, dass die Guerilla in eine bestimmte Richtung laufen, die aber in Wirklichkeit genau in die entgegengesetzte Richtung liefen. Sehr clever. Desweiteren gab es auf dem Gelände verschiedene Arten von Fallen. Diese waren wirklich sehr brutal und auch ziemlich gut versteckt. Sie wurden alle aus den Splittern der abgeworfenen Bomben der Amerikaner hergestellt. Außerdem wurde aus dem Pulver der nicht explodierten Bomben, eigene Waffen hergestellt um zum Beispiel Panzer zu zerstören. Das hieß dann quasi, die Amerikaner mit den eigenen Waffen schlagen.

Nach einer weiteren kurzen Strecke kamen wir an einen Schießstand, wo jeder sich eine Waffe aussuchen konnte und schießen konnte, wenn er denn wollte. Dies kostete natürlich und das auch nicht unbedingt wenig. Ich probierte es trotzdem aus. So eine Gelegenheit hat man ja nicht so oft. Ich entschied mich für eine M16 und hatte dann 10 Schüsse, mit denen ich auf einen Tiger am anderen Ende des Schießstandes schießen konnte.

Ich fand es schon recht lustig. Allerdings war das Zielen gar nicht so einfach. Den Tiger traf ich aber trotzdem. In einer der Patronen befand sich rote Farbe und damit konnte man erkennen, ob man das Ziel getroffen hatte oder nicht. Ich hatte getroffen. Die Waffen waren alle festinstalliert. Die konnte man nicht wegnehmen und einen Blödsinn damit machen, was allerdings auch eine sehr gute Idee ist. Das wäre schon ein wenig beunruhigend zu wissen, wenn da jeder kommen könnte und mal eben eine Waffe dort wegnehmen könnte. Die Schüsse waren sehr laut. Dafür habe ich auch extra Ohrenschützer bekommen. Der arme Kerl, der mich fotografiert hat, hatte allerdings keine. Der war hinterher fast taub, aber dafür habe ich dann hinterher auch ein Foto von ihm gemacht. Ich war allerdings die einzige in der Gruppe, die geschossen hat. Anschließend kamen wir dann noch an einer Büste von Ho Chi Minh vorbei, wo jeder noch ein Foto machen konnte und dann ging es zurück zum Bus und zurück nach Ho Chi Minh City. Damit endete eine tolle Tagestour zu den Cu Chi Tunneln und zur Cao Dai Kirche.

 

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