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Einweihung der Ausstellung "Myanmar – Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern"

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München Museum 5 Kontinente – Bericht von Ralph Sommer

 

myanmar-ausstellung-muenchen-7Am 18. September 2014 wurde ich zur Eröffnung der Myanmar-Ausstellung “ Myanmar – Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern“ eingeladen.

Pünktlich um 19:30 Uhr hielt Frau Dr. Christine Kron (Direktorin des Museums) einen einleitenden Vortrag zur Ausstellung und wies besonders auf die Bedeutung des Forscherehepaares Lucian Schermann und seiner Frau Christine hin, die im Jahre 1911 nach Burma, dem heutigen Myanmar gereist waren und unter ethnographischen Aspekten eine außerordentlich eindrucksvolle Fotoserie zusammengestellt und zusätzlich mit verschiedenen Sammlerobjekten dieser Zeit-Epoche die Ausstellung des seinerseits „Münchner Völkerkundemuseums“ bereichert haben. Herr Lucian Schermann war zu dieser Zeit Direktor des Museums.

Weitere Vorträge von Dr. Ludwig Spaenle, dem bayrischen Staatsminister für Bildung und Kultur sowie von Dr. Wolfgang Stein, dem stellvertretenden Direktor, Leiter der Abteilung Südasien des Museums, ergänzten die Ausführungen von Frau Dr. Kron.

Der Vortragssaal war bis zum letzten Platz gefüllt und sowohl im Foyer als auch auf den Treppen nahmen aus Platzmangel die Gäste Platz. Für mich war es eine besondere Erfahrung, im Lotos-Sitz auf den Steinstufen dem Vortrag, der durch Bildschirme übertragen wurde zu folgen.- Die körperlich etwas anstrengende Sitzweise lohnte sich auf jeden Fall.

Nach den Vorträgen, die ca. über eine Stunde gingen, wurde feierlich die Myanmar-Ausstellung eröffnet. Über mehrere Säle und Gänge verteilt bekommt man als Besucher einen sehr guten Eindruck über Myanmar und das Ausstellungsthema „Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern“ wurde auf einer ausgezeichneten Weise präsentiert.

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Bei der Begehung der Myanmar-Ausstellung erlebt man eine in Bildern und verschiedenen Objekten bestückte „Zeitreise“, beginnend mit einem Marktplatz, der wie überall in der Welt auch in Myanmar Treffpunkt für Menschen aus nah und fern ist. Bewegten sich Schermanns seinerzeit noch „auf staubigen Straßen zu goldenen Pagoden“, so gelangen die Ausstellungsbesucher sauberen Fußes zu handverlesenen Höhepunkten. Dazu zählt eine attraktive Marionetten-Puppen-Sammlung, dessen Figuren nach hundert Jahren zu neuem Leben erweckt wurden. Dazu passte gut die HB-114intergrundmusik.

Auch die neuesten Veränderungen des „Goldenen Landes“ werden aufgezeigt und man wird Zeuge der rasanten Entwicklungen Myanmars in den letzten Jahren. Während des Besuchs der Ausstellung stellt man sich die Frage, wie sich die schnelle wirtschaftliche Entwicklung des Landes mit der Tradition und der geprägten Lebensart sowie mit der Spiritualität des Buddhismus verträgt? – Wie lebendig ist der Glaube an die uralten Nat‐Geister im neuen „Tigerstaat am Ayeyawaddy“? Sind die Naga immer noch ein „von Natur kampflustiges Volk“, wie es Christine und Lucian Scherman in ihrem Reisebericht in der Sprache ihrer Zeit ausdrückten?

Ebenfalls war das Landschafts-Thema „Inle-See“ mit den „Einbeinruderern“ und den „schwimmenden Häusern“ wie auch verschiedene Fotografien der Fotoreise der Schermanns, Fotos von den verschiedenen Ethnien und auch die Malereien zeitgenössischer Künstler Myanmars für mich ein Augenschmaus. Nicht zu vergessen sind die verschiedenen Darstellungen von Buddha im Fürstenschmuck sowie in verschiedenen Sitz-und Stehstellungen mit seinen Mudras (Handhaltung).

myanmar-ausstellung-muenchen-6Diese Ausstellung empfehle ich jedem Myanmar-Interessierten. Ich selbst kam nach der Eröffnungsfeier am darauffolgenden Tag nochmals ins Museum, um mir diese gelungene Ausstellung in Ruhe noch ein weiteres Mal anzusehen. Besonderer Dank gilt Frau Dr. Dorothea Schäfer, Leiterin der Abteilung Marketing, die mich zu dieser Ausstellung eingeladen hatte ihrem hilfreichen Team wie auch besonders Frau Dr. Christine Kron, der Leiterin des Museums.

 

 

Begleitband

Jedem Ausstellungs-Interessenten kann ich das Ausstellungsbuch empfehlen, das auf 296 Seiten auf eine anschauliche Weise dem Betrachter die Geschichte Myanmars und die verschiedenen Themen der Ausstellung näher bringt. Besondere Beachtung verdienen die Autoren, die das Land Myanmar unter verschiedenen Aspekten unter die Lupe nehmen.

Die Ausstellung findet vom 19.September 2014 bis 03. Mai 2015 statt (Di-So 9.30 Uhr- 17.30 Uhr, Eintrittspreise: 8,-/6,-/4,- (für Freundeskreismitglieder), Kinder bis 15 Jahre frei).

 

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