Außenansicht der Shwedagon Pagode
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Shwedagon Pagode in Yangon (Myanmar)

 

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Die Shwedagon Pagode gilt heutzutage als das Nationalheiligtum Myanmars und ist somit die wichtigste Anlaufstelle vieler Buddhisten. Prachtvoll und majestätisch erstreckt sie sich 105 m in die Höhe und ist somit schon von weitem gut sichtbar. Bereits der Name Shwedagon („Shwe“=Gold und „Dagon“=drei Hügel) spiegelt die Eigenschaften des Geländes der Pagode wieder: sie ist komplett mit Blattgold überzogen und erstreckt sich über die drei Abstufungen des Singuttara-Hügels in Yangon. Sie besitzt in jede Himmelsrichtung hin einen Aufgang und ist somit von den verschiedensten Gegenden um Yangon herum gut zu erreichen.

Skizze der Shwedagon Pagode
Skizze der Shwedagon Pagode (Um zu vergrößern, bitte klicken)

Legende und Mythen:

Die Legende besagt, dass Gautama Siddharta vier Wochen nach seiner Erleuchtung den Kaufleuten Tapussa und Bhalika aus dem fernen Okkala begegnete. Sie schenkten ihm Reisbrei und Honigkuchen und baten ihn, sie zu belehren. Somit wurden sie seine ersten Laienanhänger. Als die Kaufleute wieder zurück nach Okkala gehen mussten, schenkte ihnen Buddha 8 seiner Haare. Tapussa und Bhalika bewahrten die Haare in einer mit Edelsteinen gefüllten Schatulle auf. Auf ihrem Weg begegneten sie einem indischen Raja und dem Nagakönig Jayasena, denen sie jeweils zwei Haare überließen. Als sie schließlich in Okkala ankamen wurden sie dort feierlich vom König empfangen. Sie überreichten ihm die Schatulle und als er sie öffnete, waren wieder alle 8 Haare Buddhas zwischen den Edelsteinen vorzufinden. Die Bewohner gruben daraufhin einen Schacht in den Siguttara Hügel und legten dort die Schachtel zusammen mit den Reliquien der drei früheren Buddhas – dem Wasserfilter von Kakusandha, der Robe Konagamanas und dem Stab Kassapas – hinein. Darüber wurde im Jahr 588 v. Chr. die prächtige Shwedagon Pagode erbaut.

Tatsächlicher Ursprung und Werdegang der Shwedagon-Pagode:

Betende Menschen in der Shwedagon Pagode
Betende Menschen in der Shwedagon Pagode

Der tatsächliche Ursprung der Pagode ist bis heute allerdings nicht nachweisbar und wirft ein großes Rätsel auf. Archäologen glauben, dass die Pagode zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert von dem Mon-Volk errichtet wurde. Über die Jahre zerfiel sie und wurde aber immer wieder von den Herrschern der Geschichte aufgebaut und dabei erhöht und verschönert. Unter der Herrschaft des Königs Hsinbyushin aus Innwa erlangte die Pagode eine Höhe von 98 m. Rund herum wurden Klöster und Andachtshallen erbaut. Bereits im 15. Jahrhundert wurde die Pagode zum ersten Mal vergoldet. Verantwortlich dafür war die Königin des Mon-Reiches, die dafür ihr Körpergewicht in Gold stiftete. Im 20. Jahrhundert litt die Shwedagon Pagode unter den Folgen schwerer Naturkatastrophen. In den Jahren 1919 und 1970 suchten sie zwei Erdbeben heim und zwischendrin, im Jahre 1931, wütete dort und in der Umgebung ein großes Feuer. Neben den Gebäuden um den Stupa wurden auch viele Teile der Stadt zerstört. Anfang der 1990er Jahre begann man mit einer umfassenden Sanierung der Pagode. Sie erhielt eine neue Plattform mit neuen Aufgängen und wurde mit viel Gold majestätischer als je zuvor geschmückt.

Shwedagon-Pagode heutige Form:

Shwedagon Pagode bei Nacht
Shwedagon Pagode bei Nacht

Heute steht die aus größtenteils Blattgold bestehende Shwedagon-Pagode auf einer 60.000 m² großen Marmor-Plattform auf einer Anlage. Sie hat zwei Plattformen, wobei die untere für den Rundgang vorgesehen ist und die obere, die direkt an die Basis angrenzt, nur buddhistischen Würdenträgern vorbehalten ist. Auf beiden Plattformen befinden sich viele Schreine und Andachtshallen. Die achteckige Basis ist im charakteristischen niedermyanmarischen Stil gebaut. An jeder Seite der Basis sind jeweils 8 Repliken des Stupas platziert. Wie auch bei anderen Stupas geht die mehreckige Basis in eine schmaler werdende Kegelform über. Nun kommt der obere glockenförmige Teil der Stupa. Er ist mit 16 Blumen verziert und geht dann in die umgedrehte Opferschale über. Daran schließt ein Lotoskranz an und es bauen sich Bananenknospen auf. 13.000 Goldplatten wurden in diese Teile der Pagode eingearbeitet. Darauf folgt die Spitze der Pagode. Sie setzt sich aus dem Schirm, der Fahne und der Diamantenknospe zusammen. Der Schirm ist 16 m hoch und an der breitesten Stelle 5 m breit. Er ist mit über 83.850 verschiedenen Juwelen sowie 4.016 kleinen Glocken bedeckt. Er wiegt etwa 5.000 kg, wovon 500 kg pures Gold sind. (Das Gesamtgewicht des Goldes der Shwedagon-Pagode wird auf 60 Tonnen geschätzt.) Die Fahne misst eine Länge von 130 cm und eine Breite von 76 cm. Auch sie ist mit Gold und Juwelen verziert und wiegt 419 kg. Der wohl prachtvollste Teil ist die Diamantenknospe. Sie ist 56 cm hoch und hat einen Durchmesser von 27 cm. 4.351 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von 1.800 Karat sind hier eingearbeitet. Der Diamant an der Spitze wiegt 76 Karat. Von einer bestimmten Stelle am Boden kann man ihn glitzern sehen.

 

Öffnungszeiten:

Für Touristen ist die Shwedagon-Pagode täglich zwischen 4:30 Uhr und 21:30 Uhr über den Südeingang zugänglich. Dort gibt es Fahrstühle, die Touristen auf die Plattform fahren. Ein Besuch der Pagode ist somit auch für Rollstuhlfahrer möglich. Der Eintritt beträgt zur Zeit 5 USD pro Person für ausländische Besucher. Es gibt keine Ermäßigungen. Für Einheimische ist der Eintritt frei.

 

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Goldener Buddha in der Shwedagon Pagode in Yangon
Goldener Buddha in der Shwedagon Pagode in Yangon

Bericht vom Stupa-Aufbau von Isabel Grüterich, Fotos © Ralph Sommer Myanmar Discover
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