Asien,  Myanmar

Myanmar – Ein Land zwischen Tradition und Moderne

 

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Unsere Myanmarreise in der Regenzeit vom 17.08. bis 01.09.2014

Als allererstes  hieß es ‚Mingalar bar‘ und herzlich willkommen in Yangon, der größten Stadt Myanmars. Angekommen am Flughafen verblüffte uns die ruhige und gelassene Art der Einwohner des Landes, der Burmesen.

 

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Während der Autofahrt durch die Stadt fielen uns sofort die grell beleuchteten Elektronikgeschäfte und Shoppingcenter neben den typisch hölzernen Verkaufsständen der Einheimischen ins Auge. Schon hier wurde uns klar, dass Myanmar neben der unberührten Tradition und Kultur, auch ein Land im Wandel darstellt.

Das Highlight des ersten Tages in Yangon war der Besuch der Shwedagon-Pagode, ein beeindruckender, 100 m großer und mit mehr als 40 Tonnen Blattgold besetzter Stupa. Bei Nacht wird dieser beleuchtet und erscheint in einer magischen Aura.

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Am folgenden Tag machten wir uns von Yangon aus auf, in das 80km entfernte Bago. Hier besuchten wir ein Mönch-Kloster und hatten das Glück, gerade zur Mittagessen-Zeit der Mönche anzukommen. Nach einem dreimaligen Gong kamen geschätzte 200 Mönche einen Weg entlang, um ihre zweite und letzte Mahlzeit des Tages einzunehmen.

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Dann ging es weiter auf dem Weg zum Goldenen Felsen. Während der Autofahrt hatten wir immer wieder die Chance, bei kurzen Stopps unseren kleinen Hunger mit verschiedensten Früchten zu stillen.

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Von links nach rechts: Mangostinfrüchte, dann Durian im Vordergrund und Pomelo im Hintergrund. Besonders Durian, oder bei uns auch Stinkfrucht genannt, überraschte mit ihrem guten Geschmack, denn der Geruch ließ vorerst zu wünschen übrig. Smiley

Auch wenn die Autofahrten zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten und Schauplätzen langwierig waren, gab es immer was zu sehen links und rechts der Straße. So kamen wir zum Beispiel bei einem Trockenfisch-Stand vorbei.

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Links: Tintenfisch beim Trocknen

Da der Goldene Fels auf einem steilen Berg liegt, fuhren wir mit einem offenen Truck hinauf. Die kurvige Fahrt erinnerte ein wenig an eine Achterbahn-Fahrt.

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Pilger aus aller Welt kommen jedes Jahr um den Goldenen Felsen zu bestaunen und zu beten. Es erschien uns wirklich erstaunlich, wie dieser riesige Stein so fest auf der Klippe stehen kann, schon so manches Erdbeben erlebt haben soll und dabei niemals runtergefallen ist. (Das Foto verdeutlicht gut, wie der Fels am Abgrund steht, so, als könnte man ihm einfach einen kleinen Schubs geben).

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Als nächste Station unserer Reise besuchten wir Moulmein, welche die Briten während ihrer Kolonialzeit als Hauptstadt kürten. Hier sind noch viele englische Kirchen, meist im gotischen Stil zu besichtigen, wie zum Beispiel die St. Matthews Kirche.

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Von Moulmein aus, fuhren wir mit einem kleinen Boot über den Than-Lwin-Fluss auf die Bilu- und Shampoo-Insel.

Auf der ersten Insel angekommen, besuchten wir verschiedene Handwerksbetriebe, wie eine Kugelschreiber- und Pfeifenherstellung. Anschließend fuhren wir zu der sehr kleinen Shampoo-Insel, auf der ausschließlich Mönche und Novizen, also junge Mönche, zu Hause sind. Diese hatten gerade ihren Spaß beim Fußball spielen. Die Insel faszinierte auf der einen Seite mit saftigem Grün, doch leider konnten wir am Flussufer viel weggeworfenes Plastik erkennen.

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Am folgenden Tag machten wir uns auf den Weg zurück nach Yangon und fuhren dabei über Bago. Wir besuchten u.a. den Lumbini-Garten, benannt nach dem Ort, in dem Buddha damals in Nordindien seine Erleuchtung bekam. Außerdem machten wir eine gemütliche Bootsfahrt, vorbei an dem Berg Zwekabin und genossen die Landschaft. Auch ein riesiger liegender Buddha mit wunderschönem Lächeln erwartete uns bei einem weiteren Stopp.

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Unser nächstes Ziel war Pyay, wo sich der einzige Buddha mit Brille befindet. Um diese zu putzen sind neun Mönche nötig. Auch besuchten wir die Shwesandaw-Pagode.

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Dann ging es auch schon nach Bagan, das mir persönlich am besten gefiel, vor allem landschaftlich! Das saftige Grün der Reisfelder ist wirklich einzigartig. Von Weitem sahen wir Mount Popa, der dort zu Lande nach einer alten Sage als “Geisterberg” bekannt ist. (siehe Foto rechts)

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Alt-Bagan eignete sich wunderbar für eine abendliche Kutschfahrt, vorbei an verschiedenen Stupas, die ohne Blattgold, wie ich finde, noch schöner aussehen!

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Das darauffolgende Ziel war Mandalay, wo wir als erstes ein Schlangenkloster besuchten, in dem drei riesige Python-Schlangen ihr zu Hause gefunden haben. Diese gelten als heilig und werden von den Mönchen täglich gefüttert, gebadet und getrocknet. Viele Besucher, auch Einheimische, lockt der Ort an um die Schlangen zu sehen und mit ihnen Fotos zu machen. Auch kleinen Kindern wurde dies nicht erspart. (siehe Foto mit Baby und Schlangen-Tasche im Hintergrund)

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Weiter in Mingun besichtigten wir u.a. die größte Glocke der Welt, ein Nonnen-Kloster und fuhren mit einem kleinen Boot unter der U-Bein-Brücke entlang, eine sehr lange Brücke aus Tiekholz.

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Am folgenden Tag ging es weiter nach Pyin-oo-Lwin, wo wir einen botanischen Garten besuchten. Dieser beheimatet viele verschiedene Vogelarten, wie z.B. den Nashornvogel. Da wir Bananen dabei hatten, gelang es uns einen seiner Art anzulocken und wir konnten ihn sogar füttern. Auch sahen wir Takins, eine Mischung aus Hirsch, Kuh und Ziege.

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Anschließend führte uns unsere Reise an den Inle-See, wo wir ausschließlich mit dem Boot unterwegs waren. Wir besuchten eine Weberei, wo Frauen gerade dabei waren, einen Schal aus Seide und Lotusfäden zu weben. Auch kamen wir an einer Zigarren-Herstellungsstätte vorbei, in der Arbeiterinnen am Boden sitzend fleißig beim Drehen waren. Sah nach sehr harter Arbeit aus!

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Am letzten Tag ging es zurück nach Yangon, wo wir Chinatown besuchten. Hier wurde von Gewürzen, lebenden Krebsen, über Fleisch und Süßigkeiten, bis hin zu Früchten alles nur Vorstellbare verkauft. Als Touristen fiel es uns anfangs sehr schwer, uns an den beißenden Geruch zu gewöhnen. Nachmittags fuhren wir mit der Fähre an das andere Ufer Yangons, wo nochmals das pure Leben der Einheimischen sichtbar wurde. Trotz großer Armut, schienen einige sehr zufrieden.

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Dann neigte sich unsere Reise auch schon dem Ende zu. Es war eine große Erfahrung für uns, einen Einblick in das Land und das Leben seiner Bewohner zu bekommen. Ich bin zudem sehr gespannt, wie sich Myanmar in Zukunft entwickeln wird!

Hinweis: Wir waren bei der Planung der Reise in Deutschland etwas skeptisch wegen der „Regenzeit“, da diese als nicht zu empfehlende Reisezeit in den meisten Reiseführern stand. Unterwegs stellten wir zu unserer Freude fest, dass die Tage in der Regel mit viel Sonnenschein waren und ab und zu mit erfrischenden Regenschauern. In der Nacht jedoch regnete es heftig. Da wir die Reise so geplant hatten, dass nur zwei Flüge eingesetzt wurden, konnten wir Land und  Leute intensiver kennenlernen.

Fazit: Der August war auf jeden Fall ein gut gewählter Reisetermin – kaum Touristen, grüne Landschaften und viele Tätigkeiten in der Landwirtschaft.

Ich sage Chezu ba für die Reise und Mingalar bar!

Laura K.

 

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