Zentralmarkt in Phnom Penh in Kambodscha
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Eine Reise durch Kambodscha: Phnom Penh, Zentralmarkt und Flussufer

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Nachdem wieder mal eine Woche vergangen war, entschied ich mich für dieses Wochenende am Samstag in Phnom Penh mal wieder zum Zentralmarkt zu gehen.

Nach dem Mittagessen im nebenan liegenden Restaurant machte ich mich auf den Weg durch Phnom Penh. Unterwegs wollten mich natürlich sämtliche Motofahrer und Tuktukfahrer mitnehmen, aber da der Zentralmarkt nicht allzu weit weg vom Büro liegt, kann man dort bequem hinlaufen. Auf der „Zielgeraden“ wurden die Angebote immer häufiger, da sich dort die meisten Tuktuk- und Motofahrer aufhalten. Zuerst ging ich allerdings noch einmal in die Sorya Mall, um dort von der Kuppel aus noch ein Foto von Phnom Penh zu machen. Ich hoffte, dass ich von dort ein schönes Foto vom Zentralmarkt machen konnte, aber die Kuppel ließ den Blick in Richtung Zentralmarkt nicht zu. Ich konnte also nur in Richtung Tonle Sap-Fluss fotografieren.

Blick ueber Phnom Penh Kambodscha
Blick ueber Phnom Penh

Von dort oben konnte man den Tonle Sap-Fluss zwar ein ganz bisschen sehen, aber auf dem Foto lässt sich das nur erahnen. Nachdem ich meine Fotos von dort oben gemacht hatte. Besuchte ich dann den Zentralmarkt in Phnom Penh und natürlich verließ ich diesen mal wieder nicht mit leeren Händen. Diese Märkte haben etwas an sich, was es unmöglich macht, dort nichts zu kaufen, selbst wenn man sich das fest vorgenommen hat. Gut, so fest hatte ich mir das nicht vorgenommen und ich hatte ja auch etwas Schönes gefunden.

Im Anschluss versuchte ich die Post in Phnom Penh zu finden, was mir letztendlich auch gelang. Dort gab ich ein paar Postkarten ab und fragte anschließend nach einem Karton für ein Päckchen was ich verschicken wollte. Da mir die Kartons jedoch recht klein vorkamen, schlug mir die Dame dort vor meine Sachen mitzubringen und sie würde dann schon etwas Passendes finden. Da die Läden alle auch am Sonntag geöffnet sind, beschloss ich dies einen Tag später zu erledigen. Fast unverrichteter Dinge begab ich mich also wieder nach draußen. Ich beschloss noch einmal an den Tonle Sap-Fluss zu gehen und von dort aus mit einem Moto wieder zurück zu fahren, da es schon sehr nach Regen aussah. Am Freitag wurde ich bereits ziemlich nass, nachdem es genau dann angefangen hatte zu schütten, als ich auf dem Rückweg vom Büro war. Ich war sehr froh, dass ich meine Regenjacke dabei hatte, denn das hat gegossen wie aus Eimern und die Straßen waren komplett überflutet. Einmal hatte ich ein wenig Angst, dass ich gleich baden gehe, denn mein Fahrer hat an einer Stelle ziemlich angefangen zu wackeln. Glücklicherweise sind wir nicht umgekippt und ich behielt meine trockenen Füße. Halbwegs zumindest.

Am Samstag kam ich dann auch trocken wieder zurück und schob alles Weitere auf den nächsten Tag.

Am Sonntag machte ich mich um ungefähr 09:30 Uhr auf den Weg zur Post von Phnom Penh. Voll gepackt mit meinen ganzen Sachen, die ich verschicken wollte, setzte ich mich auf ein Moto und los ging die Fahrt. An der Post in Phnom Penh angekommen betrat zeitgleich mit mir eine Gruppe von Touristen das Postamt. Dann begann also das Abenteuer Paket verschicken. Zuerst wurde alles in einen Karton gepackt und gewogen. 6 Kilogramm waren das immerhin. Anschließend musste ich mich zwischen Seefracht und Luftfracht entscheiden. Seefracht ist sehr viel günstiger, braucht dafür allerdings ca. 2-3 Monate. Ich entschied mich allerdings aufgrund des Preises hierfür. Ich bin gespannt, ob ich oder das Paket zuerst in Deutschland ankommt. Ich musste ein paar Mal meine Adresse aufschreiben und sogar meine Passnummer angeben. Welchem Zweck das dienen sollte konnte ich mir allerdings nicht so richtig vorstellen. Nachdem ich das alles geschafft hatte, bezahlte ich und bekam noch eine Trackingnumber, mit der ich den Weg des Pakets mitverfolgen kann.

Denkmal der Witwe Daun Chi Penh Phnom Penh Kambodscha
Denkmal von Daun Chi Penh

Danach machte ich mich auf den Weg in ein Stadtviertel von Phnom Penh, das sich laut Beschreibung recht interessant anhörte. Dazu musste ich Richtung Unabhängigkeitsdenkmal laufen und hatte somit ein ziemliches Stück zu laufen. Ich finde aber, dass man beim Laufen erst richtig die Atmosphäre einer Stadt mitkriegt, deswegen mache ich das lieber, anstatt mich von einem Punkt zum nächsten fahren zu lassen. Dort angekommen, fand ich diesen Stadtteil von Phnom Penh dann doch nicht mehr soo interessant, da es die vielen versprochenen kleinen Restaurants gar nicht gab, sondern nur vereinzelte. Vielleicht war ich aber doch am falschen Ort gelandet. Angenehm ruhig war es dort aber. Ich lief also weiter und kam am Unabhängigkeitsdenkmal vorbei und lief von dort wieder Richtung Wat Phnom. Also wieder an das entgegengesetzte Ende. Ich glaube die Leute hielten mich alle für verrückt, weil ich in der größten Mittagshitze von einem Ende von Phnom Penh zum anderen lief, aber mir macht die Hitze nicht allzu viel aus und wenn andere jammern, dass es so heiß ist, freu ich mich darüber, dass endlich mal wieder Wohlfühltemperaturen herrschen. Unterwegs kam ich am Denkmal der Witwe Daun Penh vorbei, die 1372 den Bau des Wat Phnom veranlasste, der bei der Namensgebung der Stadt Phnom Penh eine Rolle spielte.

Nach einem guten Marsch erreichte ich schließlich den Wat Phnom und von dort aus ging es zum Flussufer des Tonle Sap-Flusses in Phnom Penh, wo ich mir dann ein kleines Restaurant zum Mittagessen suchte. Ich entschied mich mal wieder für „Amok“. Das ist das wirklich sehr leckere traditionelle Fischcurry. Nachdem ich mich dort gestärkt hatte, erkundete ich noch ein paar kleine Gassen von Phnom Penh in der Nähe des Königspalastes und des Nationalmuseums. Dort begegnete ich auch einem alten Bekannten wieder. Ein Tuktukfahrer, der mich in meiner ersten Woche schon angesprochen hatte und mich unbedingt, sogar umsonst, durch Phnom Penh fahren wollte. Dieser verfolgte mich schon regelrecht und fuhr mit seinem Tuktuk hinter und neben mir her und wollte mir alles Mögliche zeigen, was ich aber schon gesehen hatte. Irgendwann parkte er sogar sein Tuktuk und wollte mit mir mitlaufen. Da ich aber anscheinend ein recht schnelles Schritttempo hatte, setzte er die Verfolgung dann doch wieder mit seinem Tuktuk fort. Ich war schon richtig genervt und gab ihm dann aber doch recht freundlich jedoch ziemlich deutlich zu verstehen, dass ich doch ganz gerne meine Ruhe hätte. Anschließend gab er auf und ich konnte meine Erkundungstour durch Phnom Penh in Ruhe fortsetzen.

Park beim Nationalmuseum in Phnom Penh Kambodscha
Park in Phnom Penh

Ich entdeckte in paar kleine Läden, wo es Seidenarbeiten und Silberwaren zu kaufen gab und in der Nähe des Nationalmuseums von Phnom Penh gab es einen kleinen hübschen Park. An diesem lief ich vorbei und gelangte über einige Seitengassen wieder zum Flussufer, von wo ich mit einem Moto wieder zurückfuhr. Der Himmel hatte sich innerhalb von kurzer Zeit ziemlich bewölkt und das hieß, dass es bald regnen würde und nass werden wollte ich nicht unbedingt. Ich kam auch fast trocken wieder bei meiner Unterkunft an. Unterwegs nahm mein Fahrer einmal den falschen Weg und es hatte ein wenig gedauert, bis ich mich orientiert hatte und ihm sagen konnte, wo er hinfahren musste. In der Zeit fing es schon an zu regnen und ich kramte vorsichtshalber meine Regenjacke heraus und mein Fahrer zog sich auch schon sein Regencape über. Ein paar Minuten später waren wir dann aber glücklicherweise da und ich konnte ins Trockene flüchten. Der arme Motofahrer ist wohl noch ein bisschen nasser geworden als ich. Wenn es hier anfängt zu regnen, dann meistens richtig. Das gießt wie aus Eimern und da möchte man wirklich nicht draußen sein. So habe ich dann den Rest des Tages damit verbracht mich zu freuen, dass ich im Trockenen sitze. Damit war auch schon wieder ein weiteres Wochenende und außerdem mein Letztes in Phnom Penh um. Die Zeit verging schnell und mein nächstes Ziel hieß Vietnam.

 

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