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Flora & Fauna im Nationalpark Manu in Peru, Teil 3

Bericht von Ralph Sommer

Unsere Peru-Reisen finden Sie unter www.peru-discover.de

 

Siehe auch Berichte:
Teil 1 Wissenswertes über den Nationalpark Manu in Peru
Teil 2 Vogelbeobachtungen im Nationalpark Manu in Peru

 

Flora & Fauna im Nationalpark Manu, Peru

jaguar-spuren-im-nationalpark-manu-peruRalph Sommer zwischen Wurzeln einer Würgefeige

 

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Im Nationalpark Manu haben Jaguare sowie die etwas kleineren Pumas, Ozelots, Kurzohrfüchse, Nasenbären, Wickelbären Faultiere, Ameisenbären, Riesenotter, Tayras, die größte Landmarderart des tropischen Amerikas und Mohrenkaimane immer noch ein ungestörtes Zuhause.
Einen Jaguar in freier Natur anzutreffen, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Eine sehr gute Möglichkeit bietet sich in den Sommermonaten, wenn die Sandbänke des Río Manu hervortreten und die Raubkatze auf der Suche nach Schildkröteneiern dort am Flussufer entlang streift oder sich dort sonnt. Der mächtige geschmeidige Körper, das große Gebiss und die Erhabenheit der Bewegungen versetzen jeden Beobachter in Ehrfurcht; bis heute wurde jedoch noch kein Angriff auf Menschen verzeichnet. Leider konnte ich bei meinem Besuch im Nationalpark Manu keinen Jaguar sichten, dafür aber eine frische Spur.
Das größte Tier des Urwalds ist der Flachlandtapir. Bei der Blanquillo Lodge konnte ich einen halbzahmen Tapir als nächtlichen Besucher zwischen Pomarosas (Wasserapfel-Bäumen) beobachten, der schmatzend die saftigen Früchte verspeiste. (siehe Foto)

Weitere Huftiere sind Halsband- und Weißbartpekaris, Spießhirsche und Weißwedelhirsche. Unter den Zahnarmen sind der Große Ameisenbär, der Tamandua, der Zwergameisenbär, das Riesengürteltier, das Neunbindengürteltier und zwei Faultierarten (2- und 3-zehig) zu nennen. Zu den auffälligsten Nagetieren zählen Wasserschweine (Capybara), Pakaranas (Dinomys branickii) sowie Pakas (Dinomys branickii). Da der Manu-Park über Jahrzehnte von der Jagd verschont blieb, haben die Wildtiere keine besondere Scheu vor den Menschen und lassen sich (je nach Tierart) gut beobachten.

13 Affenarten wurden im Nationalpark registriert: Springtamarine (Goeldi’s Marmoset), die winzigen Zwergseidenäffchen (Pygmy Marmoset, eine Primatenart aus der Familie der Krallenaffen), Weißstirnkapuziner (White Fronted Capuchin), Gehaubte Kapuziner (Unterart peruanus), Braunrückentamarine (Saddleback Tamarin), Kaiserschnurrbarttamarine (Emperor Tamarin), Bolivianische Totenkopfaffen (Squirrel monkey), Schwarzköpfige Nachtaffen (Night monkey), Braune Springaffen (Brown Titi), Kahlgesichtige Sakis (Monk Saki), Bolivianische Brüllaffen (Red Howler monkey), Schwarzgesichtklammeraffen (Black Spider monkey) und Graue Wollaffen (Woolly monkey). Eine Besonderheit ist der Nachtaffe (Night Monkey), der neben dem Koboldmaki in Südostasien der einzige nachtaktive Trockennasenaffe der Welt ist.
Oberhalb von 1.700 m sind Brillenbären und in den Hochlagen Andenschakale zu Hause.

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Langnasen-Fledermäuse
Um die Langnasen-Fledermäuse zu entdecken, die sich auf der silbrig ausgebleichten Unterseite eines aus dem Wasser herausragenden Baumstammes nahezu kaum vom Untergrund abhoben (siehe Foto), bedurfte es der Hilfe unseres Führers.

Reptilien im Nationalpark Manu, Peru
132 Reptilienarten (Schlangen, Eidechsen, Schildkröten und Kaimane) wurden im Manu nachgewiesen – bis heute! Weitere gilt es zu entdecken. Der Manu Nationalpark und seine Pufferzonen repräsentieren, was Reptilien und Amphibien angeht, das reichhaltigste geschützte Gebiet überhaupt.

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Zu den eindrucksvollsten Reptilien zählen in den Lagunen und Flüssen die Kaimane, von denen 3 Arten bekannt sind: Keilkopf-Glattstirnkaiman (Smooth-Fronted-Caiman), Krokodilkaiman (White Caiman) und Mohrenkaiman (Black Caiman). Die beiden letztgenannten konnte ich am Ufer des Río Manu mehrmals beobachten (siehe Foto). Die Mohrenkaimane können eine Länge über 5 Meter erreichen. Die Kaimane können jungen Riesenottern gefährlich werden. Ausgewachsene Tiere dagegen sind fast immer im Verbund und können sich so vor Angriffen der Kaimane schützen.

Grüner Leguan (Iguana iguana): Der bevorzugte Lebensraum des Grünen Leguans sind Urwälder mit Flüssen oder Seen. Er lebt bevorzugt auf den Bäumen mit dichter Vegetation und benötigt Feuchtigkeit sowie Sonnen- und Schattenplätze. Seine durchschnittliche Kopfrumpflänge beträgt 45 Zentimeter und gemessen vom Kopf bis zum Schwanzende ist er ca. 1,5 m bis 2 m lang. gruener-leguan-nationalpark-manu-peruDas Männchen ist deutlich größer als das Weibchen; auf dem Rücken und Schwanz ist es mit längeren Stacheln als das Weibchen ausgerüstet. Leguane können bis zu 25 Jahre alt werden. Bei Gefahr lassen sie sich von den Bäumen ins Wasser fallen und tauchen oder schwimmen, wobei der Schwanz als Ruder dient. Leguane sind sehr standorttreu. Der Grüne Leguan ernährt sich ausschließlich von Pflanzen und Blättern. Die Männchen sind territorial und verteidigen ihre Reviere mit peitschenartigen Hieben des Schwanzes, der ca. 2/3 der gesamten Körperlänge ausmacht. Durch Drohgebärden, wie das Aufblähen der Kehlwamme und durch Kopfnicken verjagen sie Nebenbuhler. Mit ähnlichem Verhalten werben sie um Weibchen. Die Trockenzeit ist die Paarungszeit. Das Männchen hält das Weibchen während des Kopulierens mit einem Nackenbiss fest. Drei bis vier Wochen danach legt das Weibchen ca. 30 bis 40 Eier in einer selbst ausgegrabenen Erdhöhle. Etwa acht Wochen danach schlüpfen die Jungtiere. In der Karibik, Costa Rica, Panama und manchen Gegenden Südamerikas wird der Grüne Leguan seines Fleisches wegen gefangen und gegessen. Der Geschmack des Fleisches ähnelt dem eines Hühnchens.

Geckos: Wer in Pensionen, Öko-Lodges, Hotels übernachtet, wird ab und zu von der Anwesenheit von Geckos (Schuppenkriechtiere) überrascht, die sich an mit Saugnäpfen an den verbreiteten Haftzehen an Wänden und Decken festhalten und sich blitzschnell bewegen können. Freuen Sie sich über derer Anwesenheit, denn sie sorgen dafür, dass ihr Zimmer Mücken- und Insekten frei bleibt. Die meisten Geckos sind dämmerungs- und nachtaktiv und lauern an Lichtquellen Insekten auf, um sie mit schnellem schnalzendem Zungenschlag zu erhaschen und zu verspeisen.gecko-im-nationalpark-manu-in-peru

Südamerikanische Geckos, je nach Spezies und Alter sind ca. 5 cm bis 15 cm lange Echsen und weisen eine unauffällige gelblichbraune Färbung auf. Sie haben besonders lichtempfindliche Augen; die Zapfen der Netzhaut sollen bei Dämmerlicht 350-mal lichtempfindlicher sein als die der menschlichen Augen. Wenn Sie die Rufe der Geckos (ein lautes deutliches langgezogenes „Gecko“) hören, zählen Sie bitte mit; ein 7-maliger wiederholender Gecko-Ruf beschert nach balinesischen Vorstellungen einen glücklichen Tag.Smiley

Mohrenkaimane und Riesenotter in der Lagune Salvador (Nationalpark Manu in Peru)
riesenotter-im-nationalpark-manu-in-peruIn der Lagune Salvador besteht noch eine ansehnliche Population von Mohrenkaimanen. In einer Nacht wurden von Biologen insgesamt 354 Exemplare mit Spotlight gezählt. Die Lagune Salvador ist ein Beweis dafür, dass sowohl Riesenotter und Kaimane, die von Natur aus Feinde sind, ausreichend Fischnahrung im selben Lebensraum vorfinden. Da in Südamerika im letzten Jahrhundert im Exzess Jagd auf die Häute der Reptilien und Felle der Otter gemacht wurde, ist der Manu Nationalpark einer der wenigen Plätze, wo sich noch Kaimane und Riesenotter denselben Lebensraum teilen.

 

 

Terekay-Schildkröten (Nationalpark Manu, Peru)
terekay-schildkroete-im-nationalpark-manuDie Terekay-Schienenschildkröte (Podocnemis unifilis) trifft man besonders zahlreich an den Ufern des Río Manu an; um Sonne zu tanken, bevorzugt sie die sandigen Uferbänke und vor allem abgestorbene Baumstämme, die aus dem Wasser ragen. Beeindruckend ist der Anblick von mehreren auf einem Baumstamm sitzenden Schildkröten, umflattert von Zitronenfaltern und anderen Schmetterlingsarten, die sich auf dem feuchten Kopf und Panzer niederlassen, um Mineralien aufzunehmen. Beim Nähern eines Bootes gleiten oder plumpsen die Schildkröten ins Wasser und tauchen unter. In den Sommermonaten legen die Terekay-Weibchen bis zu 35 Eier in eine Sandgrube. Die Jungschildkröten schlüpfen nach 60 bis 70 Tagen. Bei Temperaturen unter 31 Grad Celsius werden vorwiegend Männchen geboren, ab 31 Grad Celsius jedoch Weibchen. Die Eier werden außerhalb des Nationalparks Manu von Einheimischen ausgegraben, gekocht und verspeist. Die Jungschildkröten werden von Pecaris, Greifvögeln und Jaguaren erbeutet, so dass nur ein ganz geringer Prozentsatz eine Überlebenschance hat.

Amphibien im Nationalpark Manu/Peru
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155 Amphibienarten (Frösche, Kröten, Salamander und Schleichenlurche) sind im Nationalpark Manu spezifiziert worden. Besonders schön anzusehen sind die Pfeilgiftfrösche, die durch ihre bunten Farben hervorstechen und ihre Fressfeinde damit warnen, sie anzugreifen. Ich hatte Gelegenheit, einige der Frösche zu beobachten und war jedes Mal von der Farbenpracht und Zierlichkeit (Daumennagelgröße) derselben überrascht.

 

Insektenarten im Nationalpark Manu/Peru
Viele Insektenarten gibt es in Nationalpark Manu zu entdecken: 136 Libellenarten, 650 Käferarten und über 300 Ameisenarten wurden bisher spezifiziert.

Schmetterlinge und Raupen im Nationalpark Manu/Peru

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Besonders faszinierend sind die bunten Schmetterlinge und deren Raupen. Bis jetzt wurden 1.307 Schmetterlingsarten spezifiziert. Ich hatte Gelegenheit verschiedene mir unbekannte Schmetterlinge und bunte behaarte Raupen zu beobachten.

Ameisen

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Ein besonderes Augenmerk gilt den Ameisen, die in unzähligen verschiedenen Arten vorkommen. Besonders zu erwähnen ist die Blattschneiderameise, die auf die Bäume krabbelt und aus den Blättern zentimetergroße Teile schneidet und diese teilweise über hunderte von Metern zu ihrem unterirdischen Nest transportiert. Die dort gesammelten Blattteile fermentieren und die gewonnene alkoholartige Masse dient zur Ernährung der Ameise. Der unterirdische viel verzweigte Bau ist bis zu 2 m tief. Tausende von Ameisen arbeiten an ihrem Bau, wobei feine Erdkügelchen zur Oberfläche befördert werden und einen Hügel bilden (siehe Foto). Im Bau wird die eierlegende Königin mit Nahrung versorgt, die für den Nachwuchs des Ameisenstammes sorgt.

Flora im Nationalpark Manu/Peru

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Der Manu hält mit über 15.000 verschiedenen Pflanzen einen Weltrekord, ohne die Millionen von Insekten zu erwähnen, von denen lediglich ein Bruchteil erfasst wurde. Die Forscher schätzen, dass etwa 10 Prozent aller Pflanzen, die hier gefunden werden, der Wissenschaft noch vollkommen unbekannt sind. Im Regenwald existieren Urwaldriesen mit über 60 m Höhe und bis zu 8 m Durchmesser.

Besonders eindrucksvoll sind die Ceibas (Kapokbäume), die einen mächtigen bis 30 m hohen Stamm mit bis 25 m Umfang bilden; darüber erhebt sich die ausladende Baumkrone. Der Ceiba dient Naturbeobachtern des Öfteren als Aussichtsplattform über dem Dschungeldach und ermöglicht dem Besucher einen vorzüglichen Blick über das Blätterdach des Urwalds, eine Aussicht, die sonst nur Vögeln vorbehalten ist.

Eine weitere Besonderheit sind die vielen verschiedenen Palmenarten, deren Früchte teilweise den Indigenen als Nahrung dienen und deren Blätter zur Bedeckung der Hütten verarbeitet werden, so dass diese jahrelang wasserdicht bleiben. Andere Palmenarten wie die Chonta, werden wegen des harten Holzes zu Hauspfählen, Planken und nicht zuletzt für Blasrohr, Speer, Pfeil und Bogen verarbeitet. Besondere Eigenschaften hat die Wanderpalme, die mit ihren Stelzwurzeln den Standort ändern kann, um Nährstoffe und Licht zu suchen. Lianen und andere Rankengewächse verhindern, dass das Licht den Boden des Regenwaldes erreicht. Unzählige Lianenarten, von der Curare-Liane, deren lähmendes Gift die Eingeborenen zur Herstellung von Giftpfeilen verwendet wird, bis zu Trinkwasser enthaltende Lianen oder Lianen die zur Befestigung von Dachkonstruktionen dienen, sind viele andere Arten zu finden.

 

Eine besondere Weise, sich im Urwald zu behaupten, hat die Würgefeige (Gattung Ficus) auch „Killer-Tree“ genannt, entwickelt. Im Kronendach hinterlässt zum Beispiel ein Vogel oder Affe, seinen Kot mit den Samen einer Würgefeige, der dann im günstigen Fall in einer Astgabel oder einem Ritz keimt. Die anfangs epiphytisch lebende junge Feige sendet ihre Luftwurzeln in Richtung Waldboden und manche am Stamm des Wirtsbaumes entlang. Allmählich über mehrere Jahre wird der Wirtsbaum durch das enge Geflecht immer mehr stranguliert und dessen Leitgefäße werden abgeschnürt. Hinzu kommt, dass die Blätter des Wirtsbaumes von der mächtig gewachsenen Krone der Feige beschattet und verdrängt werden. So stirbt der Wirtsbaum eines langsamen aber sicheren Todes. Inzwischen ist das Geflecht der Würgefeige so umfangreich und stabil geworden, dass diese auch ohne Stütze ihres Wirtsbaumes bestehen kann. Sie übernimmt dessen Platz, ihr „Stamm“ ist deswegen innen hohl und ein vorzüglicher Unterschlupf für Fledermäuse, Vögel und Kleintiere.

Pilze:

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Im Urwald gibt es viele verschiedene Pilzarten zu entdecken. Die Farben, Formen und Maße von „Mini“ bis „Maxi“ sind umfangreich. Weinbechergeformte Pilze, Mini-Pilzkolonien wie auch mit etwas Glück die „Tropische Schleierdame“ sind zu beobachten (siehe Fotos).

Indianer im Nationalpark Manu

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Im Nationalpark Manu befinden sich noch einige kleine Indianerstämme wie Machiguenga, Yora, Yaminahua, Mashco-Piro und Amahuaca. Die Machiguenga und Yora pflegen Kontakt zur Außenwelt und zu den Parkbehörden. Sie leben in traditionellen mit Palmblättern gedeckten Hütten; sie sind Jäger und Sammler und bauen Maniok, Papaya, Ananas und Bananen an. Ihre Gesellschaftsform wird durch Verwandtschaftsregeln und Ahnenglauben bestimmt. Sie stellen Kleider aus Baumwolle und Bromelienfasern her und töpfern keramische Gebrauchsgegenstände. Für die Jagd gebrauchen sie Pfeile, Speere und Steinäxte. Der Einfluss der modernen Gesellschaft lässt sich jedoch nicht aufhalten und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie die modernen Errungenschaften der Zivilisation annehmen.

Paititi, die verlorene Stadt der Inka
Diese soll sich im Nationalpark Manu befinden. Viele Expeditionen, zuletzt im Jahr 2002, fanden bis jetzt nur Spuren der Inka und zahlreiche, die jedoch von einer früheren Kultur stammen dürften.

Puerto Maldonado, Ausgangspunkt für Urwaldaufenthalte im Nationalpark Tambopata
Durch das enorme Vorkommen an Kautschuk kam es Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem Boom, im Zuge dessen die Stadt Puerto Maldonado gegründet wurde. Nach dem Abflauen des Booms verdienten sich viele Arbeiter ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Fellen von Jaguar, Ozelot und Schlangen- und Kaimanhäuten. Heutzutage ist Puerto Maldonado der Ausgangspunkt für Touren in den Nationalpark Tambopata. Puerto Maldonado erreicht man von Cuzco aus bequem mit dem Flugzeug nach einem ca. 30-minütigen Flug. Wer also komfortabel und ohne körperliche Anstrengungen in einer kürzeren Zeitspanne den Urwald erleben möchte (4-8 Tage), dem empfehlen wir bestens den Nationalpark Tambopata.

Gefährdung des Nationalparks Manu
Eine weitere Pufferzone des Nationalparks Manu ist das Nahua-Nanti-Reservat. Diese ist durch Perus Erdgasprojekt „Camisea“ gefährdet. Sprengungen, Verlegen von Öl- und Gas-Pipelines schränken inzwischen den Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt sowie der dort lebenden indianischen Bevölkerung ein. Es wird vermutet, dass die peruanische Regierung in Zukunft Berichten zufolge auch Öl- und Gasförderung im Nationalpark Manu in Betracht zieht, wobei diese Pläne bisher geheim gehalten werden. Peruanische NGOs und die Menschenrechtsorganisation Survival International setzen sich gegen diese Projekte und für den Schutz des Nationalparks ein.

Hinweise für den Besuch des Nationalparks Manu sowie zur Ausrüstung für den Urwald finden Sie im 1. Teil dieses Berichts „Wissenswertes über den Nationalpark Manu

Hier kommen Sie zu unseren Peru-Reisen und zu unseren Urwaldprogrammen in Peru.

Copyright Ralph Sommer

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