Ta Prohm Dschungeltempel Angkor Siem Reap Kambodscha
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Eine Reise durch Kambodscha: Siem Reap und die Tempel von Angkor

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Nach einer arbeitsreichen Woche machte ich am Wochenende meinen nächsten Ausflug. Dieser ging nach Siem Reap und Angkor, wo ich die Temepl von Angkor sehen konnte. Am Samstagmorgen um 5 Uhr ging es mit meinem Chef in Richtung Siem Reap und zu den Tempeln von Angkor.

Unterwegs machten wir einen Zwischenstopp in Skun. Das ist das Dorf, wo die frittierten Spinnen verkauft werden. Es war 06:30 Uhr als wir dort ankamen und noch zu früh für Spinnen. Die werden wohl erst später geliefert. Wir frühstückten dort trotzdem, allerdings keine Spinnen.

Naga Bruecke in Kambodscha
Naga Bruecke in Kambodscha

Anschließend ging es weiter bis zum nächsten Stopp an einer Naga-Brücke. Dort konnte ich schnell ein Foto machen, bevor wir weiterfuhren.

Gegen 09:30 Uhr erreichten wir schließlich Siem Reap. Zuerst einmal fuhren wir ins Büro, welches mir ausführlich gezeigt wurde und anschließend wurde mir meine Führerin für die nächsten Tage in Siem Reap vorgestellt. Sie war die Leiterin des Büros in Siem Reap und hatte sich anscheinend extra frei genommen, um mir in den nächsten Tagen die Tempel von Angkor zu zeigen. Sie zeigte mir den Plan, den sie hatte, was sie mir zeigen wollte und wo wir hinfahren würden. Da hatte ich Einiges vor mir.

Nachdem alle Unklarheiten beseitigt waren, ging es los. Zuerst musste ich mir in Angkor einen Tempelpass kaufen. Ich hatte zur Auswahl 3-Tage oder 7-Tage, da ich eigentlich nur 2 Tage hatte, musste ich dann wohl das 3-Tage Ticket für die Tempel von Angkor nehmen. Das

kostete mich 40 Dollar gekostet und wurde sogar mit einem kleinen Foto versehen, was am Schalter gemacht wurde. Die Qualität lassen wir besser mal außen vor. Danach ging es also los. Zuerst fuhren wir mit dem Auto durch das Südtor nach Angkor Thom, eine frühere Hauptstadt des Angkor-Reiches. Wir besichtigten den Bayon-Tempel und den Baphuon-Tempel und sahen auch die Elefantenterrasse und die Terrasse des Leprakönigs. Der Bayon-Tempel war sehr beeindruckend.

Bayon Tempel in Angkor Kambodscha
Bayon Tempel in Angkor

Es gab 54 Türme und jeder Turm hat an allen vier Seiten ein Gesicht. Man wurde also von insgesamt 216 Gesichtern von oben angeschaut. Wohin man auch blickte, überall sah man Gesichter. Das ist schon beeindruckend, wie die in der Zeit damals so etwas bauen konnten. Anschließend fuhren wir weiter auf der großen Route. Es ging zum Nordtor hinaus und weiter zum Preah Khan-Tempel und Neak Pan-Tempel. An jedem Tempel blieben wir nur kurz, da wir ja noch einiges vor hatten. Mir blieb aber immer noch genug Zeit um mir die Tempel von Angkor ein wenig anzuschauen und die schönen Steinmetzarbeiten zu bewundern, die es in jedem Tempel gab. Manche Tempel waren gut erhalten, manche weniger gut, aber alle waren sie schön. Mein Lieblingstempel war allerdings der Ta Prohm-Tempel an dem auch Tomb Raider gedreht wurde.

Mitten im Dschungel gelegen und mit Bäumen bewachsen, strahlte dieser Tempel für mich eine besondere Atmosphäre aus. Es war ruhig und man hörte nur die Zikaden und das Geschrei einiger Papageien in den Bäumen. Riesige Bäume wuchsen zum Teil auf den Mauern und die Wurzeln umschlangen das Mauerwerk.

Ta Prohm Tempel in Angkor Kambodscha
Ta Prohm Tempel

Das sah einfach toll aus. Außerdem waren zu dem Zeitpunkt nicht allzu viele Touristen unterwegs, so dass wir den Tempel fast für uns alleine hatten. Aber auch hier konnten wir uns nicht ewig aufhalten und es ging weiter zum nächsten Tempel. So verging die Zeit. Das Mittagessen nahmen wir in der Nähe von Angkor Wat ein. An jedem Tempel wurden wir von einer Menge Kinder belagert, die alles Mögliche verkaufen wollten. Das Angebot reichte von Armbändern und Schals über Bücher und interessante Musikinstrumente. Ein Buch kaufte ich mir allerdings und zwar einen Führer, in dem alle Tempelanlagen von Angkor beschrieben sind. Diesen gab es sogar auf Deutsch. Meine erste Reaktion als mir mal wieder jemand Bücher anbieten wollte, war

nämlich, dass ich gefragt habe, ob es das Buch auch auf Deutsch gibt. Ich war natürlich fest der Überzeugung, dass er das Buch nicht in Deutsch hatte. Zu meiner Überraschung zog er aber tatsächlich diesen Führer auf Deutsch heraus. Nach einer kleinen Verhandlung habe ich dieses Buch dann auch zu einem akzeptablen Preis bekommen.

Angkor Wat Angkor Kambodscha
Angkor Wat

Auch der Nachmittag verging mit dem Besichtigen von verschiedenen Tempeln. Der vorletzte Tempel, den wir besuchten war schließlich Angkor Wat.

Darauf hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Am Tempel angekommen, stellten wir jedoch schnell fest, dass dieser total überfüllt war. Wir hatten eigentlich vor, nach oben zu gehen, aber das war nicht möglich. Dort standen so viele Leute an, dass wir mindestens 1,5 Stunden hätten warten müssen. Das wollten wir dann doch nicht. Wir beschränkten uns also auf die unteren Stockwerke und sahen wunderschöne Flachreliefs, die sich einmal um den ganzen Tempel zogen. Außerdem sah man Apsaratänzerinnen in den Stein gemeißelt. Diese schienen wirklich ein Lieblingsmotiv gewesen zu sein. Dort gibt es Tausende und jede von ihnen hat eine andere Frisur.

Wir hätten dort noch einige Zeit verbringen können, aber wir wollten ja für den Sonnenuntergang zu einem weiteren Tempel. Meiner Meinung nach hätten wir uns das aber sparen können. Zuerst mussten wir ein Stück den Berg hinauf, was ich einen recht schönen Spaziergang fand. Jedoch waren dort schon sehr viele Menschen unterwegs. Oben angekommen waren so viele Leute, dass man vor lauter Menschen den Tempel gar nicht mehr gesehen hat. Das war wirklich nicht so toll. Man hatte zwar einen tollen Ausblick, sogar Angkor Wat konnte man in einiger Entfernung sehen, aber es war einfach zu viel los.

Apsara Taenzerinnen Angkor Wat Angkor Kambodscha
Apsara Taenzerinnen in Angkor Wat

Wir blieben eine Weile bis die Sonne anfing unterzugehen und dann machten wir uns auf den Rückweg. Meiner Meinung nach sollte man sich zumindest für den Sonnenuntergang einen anderen Platz suche. Dort ist es um diese Zeit einfach überfüllt. Morgens und am Nachmittag ist vielleicht weniger los, aber abends fand ich es nicht sehr schön.

Anschließend fuhren wir zurück nach Siem Reap und suchten uns ein kleines Restaurant

für unser Abendessen. Danach wurde ich in mein Hotel in Siem Reap gebracht und wir vereinbarten, dass wir am nächsten morgen um 8 Uhr losfahren wollten.

Pünktlich um 8 Uhr am nächsten Morgen holte mich Racsmey, meine Führerin, ab und es ging weiter mit der Tempelbesichtigung in Angkor. Heute standen allerdings nur zwei Tempel auf dem Programm. Einmal der Banteay Srei-Tempel und einmal der Banteay Samre-Tempel. Beides sehr schöne Tempel und vor allem noch recht gut erhalten, besonders der Banteay Srei-Tempel, der etwa 38 Kilometer entfernt liegt. Dort waren dafür allerdings auch wieder sehr viele Leute. Schon morgens, als wir angekommen sind standen dort schon fast 10 Busse. Allerdings lohnte sich dieser Tempel wirklich. Es gibt sehr schöne detaillierte Steinmetzarbeiten aus rosa Sandstein und alles ist sehr gut erhalten. Ein richtig hübscher kleiner Tempel.

Banteay Srey Tempel Angkor Kambodscha
Banteay Srey Tempel

Anschließend ging es wieder zurück und wir besuchten auf dem Weg nach Siem Reap den Banteay Samre-Tempel. Dieser war ein wenig größer als der Banteay Srey-Tempel. Ebenfalls sehr schön und es waren im Gegensatz zum Banteay Srey-Tempel sehr viel weniger Menschen da. Das war sehr angenehm. Auch hier gab es schöne Steinmetzarbeiten, die allerdings nicht ganz so gut erhalten waren, wie im vorigen Tempel. Viele Stücke waren schon herausgebrochen.

Dies war der letzte Tempel an diesem Wochenende. Anschließend fuhren wir zurück nach Siem Reap und besichtigten noch zwei Hotels bevor wir Mittagessen gingen. Dort probierte ich das erste Mal das Nationalgericht „Amok“. Ich war begeistert. Das war richtig lecker. Das ist so eine Art Curry mit Fisch oder Shrimps oder auch Hühnchen. Je nachdem was man lieber mag. Ich hab „Amok“ erstmal mit Fisch probiert. Das könnte ich wohl öfter essen.

Danach fuhren wir zum Tonle Sap-See in Siem Reap, um dort eine Bootsfahrt zu machen. Dort angekommen kauften wir die Tickets und wir wurden auf unser Boot gebracht. Auf den ersten Blick sahen die ganzen Boote, die dort lagen, recht klapprig aus und beim Einsteigen musste auch erstmal ein Brett an seinen Platz gebracht werden, aber ansonsten war das Boot recht stabil.

Bootsfahrt auf dem Tonle Sap See Siem Reap Kambodscha
Bootsfahrt auf dem Tonle Sap

Das Boot hatten wir für uns alleine. Abgesehen von unserem „Kapitän“ und seinem Helfer war niemand an Bord. Wir passierten schwimmende Dörfer und es gab sogar eine schwimmende Schule und eine schwimmende katholische Kirche. Unglaublich. Das Leben auf den schwimmenden Dörfern scheint recht ruhig zu sein. Racsmey hat mir erklärt, dass die meisten Leute am Tag schlafen und abends auf den See hinausfahren um zu fischen. Die Kinder waren viel am Schwimmen und es wurde Geschirr gewaschen und Fernsehen geschaut oder mit dem Boot eingekauft. Die Kinder müssen mit dem Boot zur Schule fahren. Es war schon sehr interessant zu sehen, wie das Leben dort abläuft. Schließlich sind wir aber auf den See hinausgekommen. Dieser ist riesig und wir sahen die ersten Fischer auf den See hinausfuhren und ihre Netze bereit machten. Wir schauten ein bisschen zu und fuhren dann wieder zurück. Unterwegs machten wir einen kurzen Zwischenstopp an einem schwimmenden Souvenirladen. Dort war bereits eine Gruppe, in der sich einer nach dem anderen eine Python um den Hals hängte. Der Besitzer schien nirgends zu sehen zu sein, bis die Schlange auf einmal von einem kleinen Jungen genommen wurde, der noch seine Faxen mit der Riesenschlange gemacht hat, die wahrscheinlich doppelt so groß war wie das ganze Kind. Man kann da ja nur hoffen, dass die Schlange nicht mal die Geduld verliert und liebevoll zudrückt.
Neben der Schlange wurden auch noch Krokodile gehalten. Hoffentlich haut da nicht mal eins von ab. Im See findet man das bestimmt nicht so schnell wieder.

Schwimmende Kirche auf dem Tonle Sap See Siem Reap Kambodscha
Schwimmende Kirche auf dem Tonle Sap

Insgesamt war das ein toller Ausflug mit dem Boot in Siem Reap auf dem Tonle Sap See und ich konnte so einiges sehen.

Wir sind schließlich wieder zurück nach Siem Reap gefahren, wo wir in einem netten kleinen Restaurant unser Abendessen einnahmen. Dort bestellte ich mir dann noch mal „Amok“, weil’s so schön war. Anschließend fuhren wir noch kurz durch Siem Reap und schauten uns auch den Nachtmarkt an, was auch sehr schön war. Leider hat es angefangen zu regnen und das war demnach auch unsere letzte Aktion für den Tag. Racsmey brachte mich dann wieder in mein Hotel in Siem Reap und am nächsten Tag sollte es um kurz nach 8 Uhr weitergehen.

Nachdem ich heute zum letzten Mal die Nacht im Hotel verbracht hatte und anschließend noch das leckere Frühstücksbüfett genutzt hatte, checkte ich aus dem Hotel aus und wurde anschließend von Racsmey abgeholt. An diesem Tag standen ausschließlich Hotelbesichtigungen in Siem Reap auf dem Plan. Um 13:30 Uhr sollte mein Bus zurück nach Phnom Penh gehen. Bis dahin jedoch hatten wir noch einiges vor. Insgesamt acht Hotels schauten wir uns in Siem Reap an. Das war wirklich viel. Am Ende wusste ich gar nicht mehr, wo ich jetzt überall gewesen war. Das Mittagessen fiel auch aus, weil wir sonst zu wenig Zeit gehabt hätten. Da kaufte ich mir später noch ein belegtes Brötchen, damit ich nicht ganz hungrig im Bus sitzen musste. Den Bus erreichte ich noch ganz knapp. Um genau halb zwei kam ich dort an. Gerade rechtzeitig. Ich verabschiedete mich schnell von Racsmey, packte meine ganzen Taschen mit den Prospekten ein, die ich bekommen hatte und ließ mich letztendlich in den Sitz im Bus fallen. Geschafft. Dort bekam jeder noch ein kleines „Travelkit“. Soll heißen, dass jeder eine kleine Flasche Wasser und eine Art Kuchen bekommen hat. Fand ich sehr nett. Ich hatte jedoch erstmal mein Brötchen.

Nach etwas mehr als vier Stunden Fahrt kam ich in Phnom Penh an. Im strömenden Regen. Das war ein nasser Empfang. Der Bus stand noch gar nicht, da liefen schon die Tuktuk-Fahrer nebenher um sich einen Mitfahrer zu schnappen. War mir allerdings ganz recht, denn im Regen auf dem Moped mitzufahren ist auch nicht so schön. Also verhandelte ich erst einmal den Preis und sagte dem Fahrer wo er hin müsste. Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, da die Straßen komplett überflutet waren. Wenn es hier also regnet, dann richtig. Mein Fahrer hatte schon Angst, dass sein Tuktuk absäuft wegen dem vielen Wasser. Ist aber alles gut gegangen und nach ungefähr einer Stunde Fahrt, für die ich sonst 15 Minuten brauche, wenn ich mit einem Moto fahre, war ich endlich am Ziel.

Das war ein erlebnisreiches Wochenende in Siem Reap auf meiner Reise in Kambodscha, mit vielen Tempeln in Angkor und vielen Hotels in Siem Reap, aber es war klasse.

 

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