Aussicht nach Vietnam vom Phnom Chngouk bei Kampot
Asien,  Kambodscha,  Sommer Fernreisen Redaktion

Eine Reise durch Kambodscha: Fahrt nach Sihanoukville, Kep und Kampot

Hier finden Sie die Kambodscha-Reisen von Sommer Fernreisen.

Im August 2010 war ich nun in Kambodscha unterwegs und absolvierte ein Praktikum in dem ich so einiges erlebte. Woche für Woche saß ich im Büro und machte am Wochenende spannende Ausflüge mit meinen Kollegen.

Nach wieder einmal einer Woche im Büro in Phnom Penh in Kambodscha ging es am Wochenende wieder auf Tour. Wieder mit den Kollegen und diesmal ging es in den Südwesten Kambodschas.  Wir fuhren nach Kampot, Kep und Sihanoukville. Ich wurde am Samstagmorgen um 5 Uhr von meinen beiden Kollegen abgeholt und wir machten uns auf den Weg in Richtung Sihanoukville an der Südwestküste von Kambodscha. Der erste Zwischenstopp war Kampot, wo wir gegen 8 Uhr ankamen. Dort frühstückten wir zunächst einmal, da das Frühstück wegen dem frühen Losfahren erst einmal ausgefallen war. Es war ein nettes kleines Restaurant und ich bekam ein sehr leckeres Omelett und ein sehr großes Baguette. Sehr lecker. Anschließend schauten wir uns zwei kleine Restaurants mit Übernachtungsmöglichkeiten an. Beide fanden wir ganz nett, wobei wir aber doch einem den Vorzug gegeben hätten. Kampot ist ein hübscher kleiner Ort mit Gebäuden im französischen Kolonialstil. Der Weg am Fluss entlang ist toll und Kampot ist ein schöner Ort, wenn man seine Ruhe haben will und nicht von Touristen umgeben sein will. Außerdem hat man einen tollen Blick auf die Bokor Berge.

Die Bokor Mountains bei Kampot Kambodscha
Die Bokor Berge

Anschließend ging es dann weiter von Kampot zum Phnom Chngouk, einer der ältesten Höhlentempel in Kampot. Dieser liegt etwa 8 Kilometer von Kampot entfernt. Wir fuhren eine ganze Weile über einen mit riesigen Schlaglöchern übersäten Feldweg. Dazu muss ich sagen, dass wir ein sehr großes allradbetriebenes Auto hatten. Ein Toyota Hillux Vigo. Mein Kollege, der das Auto fuhr war allerdings nicht mit dessen Gangschaltung vertraut, da er sonst nur wesentlich kleinere Autos oder Mopeds fährt und die Autos nur mit Automatik. Das ging teilweise ein wenig holprig zu. Diese Straße von Kampot zum Phnom Chngouk war auf jeden Fall erheblich besser für kleinere Fahrzeuge wie Motos oder Tuktuks geeignet. Die konnten die Schlaglöcher einfach umfahren, was wir nicht konnten. Es ging vorbei an grünen Reisfeldern und Hütten der Einheimischen, die dort vom Reisanbau lebten. Man konnte sehen wie der Reis geerntet wurde und die Felder gepflügt wurden. Das passierte mit dem Ochsenkarren.

Ein Reisfeld bei Kampot Kambodscha
Reisfeld bei Kampot

Die Umgebung dort, in der Nähe von Kampot kann man nur als idyllisch bezeichnen. Nach einer Weile kamen wir dann an einen Weg parallel zum Berg, wo wir hinwollten und fragten dort ein paar Kinder, wo es weiterging. Schließlich hielten wir an einer der Hütten dort und die Kinder führten uns zum Phnom Chngouk. Wir folgten einem kleinen Pfad mitten durch die Reisfelder. An diesem Feld war am Weg ein Schild angebracht, dass dies ein geräumtes Minenfeld ist. Hoffentlich wirklich geräumt. Die Kinder probierten sofort an mir ihre Englischkenntnisse aus und fragten mich ein bisschen aus. Meine Fragen verstanden sie dann allerdings nicht so gut, aber ich war beeindruckt, dass die schon ein bisschen Englisch sprechen konnten. Sie erklärten mir aber, dass sie jeden Tag eine Stunde Englischunterricht bekommen. Das ist auf jeden Fall eine gute Sache.

Nach einem kurzen Marsch durch die Felder kamen wir schließlich an den Berg Phnom Chngouk. Dort musste ich 1 Dollar bezahlen. Für meine beiden Kollegen war der Eintritt frei. Einheimische haben eigentlich immer freien Eintritt, wenn es darum geht Tempel zu besuchen und in dieser Höhle befand sich ein Tempel. Wir folgten dann den Kindern eine lange Treppe hinauf, die dort in den Felsen gehauen war. Fast oben angekommen hatten wir einen herrlichen Ausblick über das Land. Man konnte sogar bis nach Vietnam gucken.

Eine Hoehle im Phnom Chngouk bei Kampot Kambodscha
Hoehle im Phnom Chngouk

Wir gingen das letzte Stück der Treppe und waren am Eingang der Höhle angekommen. Dort fragten mich die Kinder gleich, ob ich den Elefanten erkannt hätte. Hatte ich natürlich erstmal nicht. Mit ein bisschen Fantasie lässt sich aber in den Felsen die Form eines Elefanten erahnen. Außerdem noch die Form einer Kuh und von Schildkröten. Man braucht nur ein wenig Fantasie. Wir gingen noch ein Stück weiter in die Höhle im Phnom Chngouk hinein und dort konnte man Fledermäuse hören und es gab auch noch eine zweite Höhle innerhalb der Höhle, aber da keiner von uns eine Taschenlampe dabei hatte und die Höhle stockfinster war, sind wir in der ersten Höhle geblieben. Schließlich war dort auch noch der Backsteintempel, der noch aus dem Funan-Zeitalter stammte. Da es aber doch ein wenig duster war, hat man nicht allzu viel gesehen. Nachdem wir uns alles angesehen hatten was es zu sehen gab, machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto. Unterwegs begegnete uns noch ein kleines Grüppchen von Touristen, die sich offensichtlich ebenfalls die Höhle im Phnom Chngouk anschauen wollten.

Funan Tempel im Phnom Chngouk bei Kampot Kambodscha
Funan Tempel im Phnom Chngouk

Zurück beim Auto gaben wir den Kindern ein kleines Trinkgeld und machten uns wieder auf den Weg. Es ging weiter in Richtung Kep, wo wir gegen 11:30 Uhr ankamen. Wir wollten zu einem Bootsanleger in Kep, wo wir mit dem Boot zur Kaninchen-Insel Koh Tonsay fahren wollten. Zuerst einmal waren wir jedoch am falschen Ort. Geparkt wurde trotzdem erst einmal. Leider im Graben. Mein Kollege ist mit dem Auto ein kleines Stück zu weit nach vorne gefahren und dort befand sich ein Graben, in den wir dann langsam aber sicher mit dem rechten Vorderrad hineingerutscht sind. Da war erst einmal guter Rat teuer, denn mein Kollege schaffte es erstmal nicht den Wagen dort wieder hinauszufahren. Nachdem ich aber dann auf die geniale Idee gekommen bin, den Allradantrieb zu benutzen und ihm gezeigt hatte wie man den einlegt, da auf einmal ging es und das Auto stand wieder auf dem Weg. Das brachte mir das Kompliment ein, dass ich eine so schlaue Person wäre.

Anschließend ließen wir uns den Weg erklären und landeten diesmal an der richtigen Stelle. Dort bezahlten wir für das Boot und fuhren los zur Kaninchen-Insel oder Koh Tonsay, wie sie hier heißt. Die Überfahrt vom Festland in Kep dauerte ungefähr eine halbe Stunde und war recht nass, da doch ein wenig Wellengang war. Schließlich kamen wir aber an und mir kam das erstmal vor wie ein Paradies. Herrlicher Sandstrand, Wälder und Palmen.

Hier liefen wir durch den Wald auf die andere Seite der Kanincheninsel, wo wir dann den Strand vorfanden. Herrlich. Ein leichter Wind sorgte für ein wenig Abkühlung. Am Strand lag zwar angeschwemmtes Seegras, was aber der Schönheit keinen Abbruch tat. Man konnte auf der Kanincheninsel in kleinen Hütten übernachten und es gab jede Menge kleiner Strandrestaurants, wo wir auch unser Mittagessen einnahmen. Leckeres Essen mit einem wunderschönen Blick auf das Meer. Was will man mehr?

Die Kanincheninsel oder Koh Tunsay bei Kep Kambodscha
Ankunft auf der Kanincheninsel

Kurze Zeit später jedoch entdeckte einer meiner Kollegen, dass der Autoschlüssel nicht mehr da war. Oh nein. Ich dufte also auf die Sachen aufpassen, während meine Kollegen sich auf Schlüsselsuche begaben. Ich hoffte nur, dass der Schlüssel nicht schon bei der Bootsfahrt verloren gegangen war.

Eine halbe Stunde später jedoch war der Schlüssel gefunden und die Erleichterung groß. Jemand hatte den Schlüssel am Strand der Kanincheninsel gefunden und an einem der Restaurants abgegeben. Wir mussten das Auto also nicht kurzschließen.

Anschließend machten wir uns auf den Rückweg über die Insel zum Boot, mit dem wir wieder aufs Festland nach Kep fuhren. Diesmal wurden wir richtig nass, denn der Wind war stärker geworden und dementsprechend waren auch die Wellen höher. Ziemlich nass kamen wir am Auto an. Wir fuhren jedoch direkt weiter um uns zwei Hotels in Kep anzuschauen. Nachdem auch das erledigt war und wir die Hotels für gut befunden hatten, machten wir uns letztendlich auf den Weg nach Sihanoukville. Dort angekommen checkten wir in unser Hotel ein und gingen später Abendessen. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende.

Am nächsten Tag ging es um 8 Uhr zum Frühstück und anschließend fuhren wir in Sihanoukville los und schauten uns noch ein paar Strände dort an und im Anschluss daran machten wir eine Hotelbesichtigung im 5-Sterne Luxus Resort in Sihanoukville. Wir wurden mit dem Caddy einmal durch das Resort gefahren und guckten auch einmal in die Zimmer hinein. Wir waren beeindruckt. Danach ging es zu unserem eigenen Hotel in Sihanoukville zurück, in dem wir auch noch eine ausführliche Führung vom Sales Manager persönlich bekamen. Dann war es Zeit auszuchecken und uns wieder auf den Weg zu machen. Eigentlich wollten wir von Sihanoukville noch nach Koh Kong, was noch weiter Richtung Norden gewesen wäre, allerdings war die Zeit zu knapp, so dass wir auf direktem Weg von Sihanoukville nach Phnom Penh zurück fuhren. Diese Fahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle und gegen 16:30 Uhr war ich wieder zu Hause. Insgesamt war das ein toller Ausflug in den Südwesten Kambodschas und es gibt hier wirklich schöne Strände, aber auch die Landschaft ist sehr schön und wir hatten auch Glück, dass das Wetter so gut mitgespielt hat. Ich hatte zu Beginn die Befürchtung, dass es unterwegs regnen würde. Ein schönes Wochenende mit einem Ausflug nach Kampot, Kep und Sihanoukville im Südwesten Kambodschas ging zu Ende und ich konnte mit einem schönen Erlebnis in die neue Woche starten.

 

Hier finden Sie verschiedene Kambodscha Reisen von Sommer Fernreisen.