Bindenfregattvogel
Ecuador,  Sommer Fernreisen Redaktion,  Südamerika

Vom Küstenvorland Ecuadors zur Pazifikküste

 

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Reisebericht Teil 3

Macadamia Nüsse
Macadamia Nüsse

Am Rande des Urwaldes erblickten wir hochgewachsene Kautschukbäume, Bambus-Plantagen und Macadamia-Bäume mit ihren hochwertigen Nüssen (M. tetraphylla mit rauher Schale; M. ternifolia liefert dagegen Nüsse mit glatter und etwas dünnerer Schale); auch eine kleine Verarbeitungsanlage für diese Nüsse gewährte uns Einblick.

Ein Abstecher zu den etwa 2000 Colorado-Indios, die in 7 Kommunen dieser Gegend leben (Tsa’Chila) und sich im Krankheitsfall von Schamanen behandeln lassen, vermittelte uns eine Vorstellung vom

Colorado Schamane
Colorado Schamane

Praktizieren des Schamanismus.

Schließlich erreichten wir die Küstenregion des Pazifik, für die nach der Regenzeit (Oktober bis April) eine Trockenperiode charakteristisch ist. Wir erlebten die Wälder noch in ihrem grünen Kleid, doch ein paar Wochen später beginnt für viele Bäume der Laubabwurf, um so die Trockenperiode zu überleben.
Auf der Fahrt in Richtung Pazifik eröffnete sich für uns der Blick auf eine weitgehend waldfreie Hügellandschaft mit landwirtschaftlicher Nutzung. Es dominiert eine extensive Rinderweidewirtschaft, die einen hohen veterinärmedizinischen Aufwand infolge des ständig neuen Befalls der Tiere mit Parasiten erfordert. Die einst bewaldete Region wurde in den 60ger Jahren zugunsten einer angeblich benötigten Landnutzung kahl geschlagen. Damit verschwanden auch die letzten hier lebenden Wildtiere, darunter der Jaguar; ein trauriges Kapitel.

Brüllaffe
Brüllaffe

Südlich von Pedernales wies noch einmal ein Schild auf das Überqueren des Äquators hin. Am Straßenrand erfreuten uns Teakbäume mit ihren großen Blättern und Blüten, eine prächtige Ficus-Allee mit dunklem Kernschatten führte von der Hauptstraße aus in bebautes Gelände und Saman-Bäume ( zu den Fabaceen gehörend) mit ihrer kuppelförmigen Krone gelangten ins Blickfeld.

Bergtrockenwald Ceibabäume
Bergtrockenwald

In der Nähe von Tabuga besuchten wir das Privatschutzgebiet von Pacoche, wo noch Brüllaffen leben. Jede Besuchergruppe hat im Reservat einen Baum zu pflanzen; wir entschieden uns zur Pflanzung eines Caoba-Baumes (grünes Gold) ganz am Rande des Sekundärurwaldreservates, damit er in seinem Wuchs einer geringeren Konkurrenz ausgesetzt ist und als hoch-wachsender Mahagoni-Baum den gebührenden Respekt von späteren Besuchern genießt.
Im Reservat trafen wir wiederum die große Pflanzenvielfalt an. Auch der Nonifrucht-Baum und Amarillo-Baum (z.T. plantagenmäßig kultiviert, da sein Holz begehrt ist; die Holzschnittflächen verfärben sich zu einem attraktiven Goldgelb).

Bei der Führung durch die Plantagen einer Finca (79 ha), die als Ökofarm Kakao u.a. Früchte anbaut, begegneten wir auch dem Niem-Baum (Azadirachta indica, syn. Melia azadirachta), in dessen Pflanzenteilen je nach Stamm, Rinde, Blätter oder Früchte 100 verschiedene chemische Inhaltsstoffe vorkommen sollen. Aus den Samen wird Niem-Öl gepresst, woraus sich das insektizid wirkende Azadirachtin gewinnen lässt. Andere Inhaltstoffe liefern Substanzen, die in der Medizin einsetzbar sind.
Einen wunderbaren Ziereffekt in der Nähe von Bungalows im Farmgelände bot eine prächtig rotblühende Akazienart, die Königliche Pointiane.

Reisende:
Dr. Werner Schöberlein und Frau Dr. Lore
Dr. Andreas Geisenheiner und Frau Reinhild
Leipzig und Schriesheim, am 15.07.2012

 

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