Terrakotta-Armee
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China: Neue Krieger der Terrakotta-Armee gefunden

 

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Die Terrakotta-Armee gilt als eine der größten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts, 1974 wurde sie zufällig von Bauern entdeckt, seit 1987 steht sie auf der Weltkulturerbe-Liste. Nun haben Archäologen in Zentralchina im Laufe der dreijährigen Ausgrabungen mehr als einhundert weitere sehr gut erhaltene Terrakotta-Krieger freigelegt. Eine beeindruckende Entdeckung!

Die lebensgroßen Figuren wurden nahe des Mausoleums des Herrschers Qín Shǐhuángdì in der nördlichen Provinz Shaanxi gefunden. Das Mausoleum ist eine frühchinesische Grabanlage aus dem Jahre 210 v. Chr., welche für den ersten chinesischen Kaiser erbaut wurde. Es ist einer der größten Grabbauten weltweit und ebenso bekannt für seine Soldatenfiguren.

Bei den Ausgrabungen fanden die Archäologen zudem zwölf tönerne Pferde, Teile von Wagen, Waffen und Werkzeugen. Die Fundstücke sind allesamt sehr gut erhalten und aufgrund ihrer bunten Bemalung äußerst farbenprächtig. Die Krieger sind daher von ganz besonderer Bedeutung, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Chinesen die berühmte Armee bereits vor rund 2200 Jahren schufen!

Die ersten Figuren der Terrakotta-Armee wurden 1974 von chinesischen Bauern rein zufällig bei Brunnenbohrungen an der Grabstätte des Herrschers Qín Shǐhuángdì (in der Nähe von Xi’an, der Hauptstadt von Shaanxi) gefunden. Qín Shǐhuángdì („Erster erhabener Gottkaiser von Qin“; 259-210 v. Chr.), der Begründer der Qin-Dynastie, dem 221 v. Chr. die Einigung Chinas gelang und der als erster Kaiser des Reiches gilt, hatte das imposante Terrakotta-Heer bauen lassen, damit es ihm ins Jenseits folge.

Bislang haben die Archäologen rund 7200 Figuren von Soldaten zu Fuß und zu Pferde ausgegraben. Bemerkenswert ist, dass alle diese Figuren ganz individuell gestaltet sind, keine zwei gleichen sich – eine künstlerische Meisterleistung! Es handelt sich um die Darstellung einer vollständigen Armee der damaligen Zeit. Da die Truppen in Schlachtordnung aufmarschiert sind, lässt sich ihre Lokalisierung ungefähr rekonstruieren. Von daher gilt als sicher, dass sich noch weitere Skulpturen auf dem riesigen Gelände befinden, das bislang erst zu etwa einem Viertel freigelegt worden ist.

Wenn Sie neugierig geworden sind auf die Ausgrabungsstätte, die zu einer der wichtigsten touristischen Attraktionen Zentralchinas zählt, dann können Sie sich hier über unsere China-Reisen informieren.

(Quelle: Spiegel online; Bild: © Cornerstone / pixelio.de)

 

 

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