Maya Kalendar
Peru,  Sommer Fernreisen Redaktion,  Südamerika

Kein Weltuntergang im Dezember 2012

 

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Darüber sind sich die Maya-Experten inzwischen einig. Doch woher kommt diese Theorie des Weltuntergangs überhaupt?
Die Mayas besaßen zwei Kalender. Einen rituellen Kalender mit einer Zeitspanne von 260 Tagen und einen, der für den Alltag genutzt wurde und wie bei uns 365 Tage umfasste. 5 Tage davon wurden jedoch als Schalttage gerechnet. Es waren also 360 Tage, die ein „Tun“ genannt wurden. 20 mal 20 dieser „Tun“ waren ein „Baktun“ (144.000 Tage).

Nun kommt wieder der rituelle Kalender ins Spiel. Das kleinste gemeinsame Vielfache von 260, also dem rituellen Kalenderjahr, und 144.000 (ein „Baktun“) ist 1.872.000 (13 „Baktun“). Das ist die Zeit, in der diese beiden Kalender sich wieder treffen und der große Zyklus vorbei ist. Dieser große Zyklus entspricht 5.125 Jahren unserer Zeitrechnung und ist am 21. Dezember 2012 vorbei. Allerdings nur, wenn die Zeitrechnung der Maya auch tatsächlich am 11. August 3113 v. Chr. begonnen hat, wo sich die Maya-Experten untereinander nicht einig sind.  An diesem Tag, so glaubten die Maya, wurde die Welt erschaffen, so wie sie jetzt ist.

Manche glauben auch, dass die Mayas sich über das Ende eines Zeitalters überhaupt keine Gedanken machten, sondern dass einfach ein neues Zeitalter begann. Falls es eine Prophezeiung gegeben hat für dieses Datum, dann ist die Sorge jedoch auch unbegründet, denn die Maya waren nicht sehr gute Propheten. Weder haben Sie ihren eigenen Kollaps kommen sehen, noch die Eroberung durch die spanischen Konquistadoren. Zudem stimmten ihre Horoskope selten und wurden genauso gelesen wie heute und mehr oder weniger geglaubt.

Ein weiteres Indiz gegen die Weltuntergangstheorie wurde vor zwei Jahren in Xultún, einer einstmals riesigen Maya-Stadt im heutigen Guatemala, gefunden. Dort wurde ein kleines Haus entdeckt, dessen Wände mit eindrucksvollen Malereien verziert waren. Dazu kamen viele kleine Kritzeleien, die das eigentlich Interessante darstellen. Diese waren nämlich die Vorarbeiten für den ältesten Maya-Kalender. Fehler wurden nicht weggewischt, sondern es wurde eine neue Wandschicht gefertigt. Mit Hilfe dieser Berechnungen sagten die Maya vorher, dass die nächsten 7.000 Jahre die Welt genauso sein wird wie heute. Laut dem Kalender ändert sich also nichts, und es beginnt lediglich ein neues Zeitalter.

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(Quelle: die Presse online; Bild: © Truthanado)

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