Fossa
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Einzigartige und rätselhafte Tierwelt Madagaskars: Die Fossa

 

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Haben Sie schon einmal von einem Tier namens Fossa gehört? Wollen Sie wissen, was das Besondere an diesem Puma mit Katzenkopf ist, der bisweilen auch Frettkatze genannt wird? Hier erfahren Sie Interessantes über dieses auf Madagaskar endemisch lebende, seltene Raubtier, das man in freier Wildbahn kaum zu Gesicht bekommt.

Die Fossa (Cryptoprocta ferox), das größte Raubtier Madagaskars, erinnert auf den ersten Blick mit ihrem kurzen Schädel und den abgerundeten Ohren ein wenig an eine europäische Hauskatze. Doch ihr Körper ist schlank und langgestreckt, mit muskulösen Gliedmaßen, wie bei einem Puma. Die Einzelgänger leben in großen Revieren und zählen zu den gefährdeten Arten.

Die geschmeidigen dämmerungs- und nachtaktiven Tiere sind gefürchtete Räuber des Waldes, Lemuren zählen zu ihrer bevorzugten Beute. Die Fossas halten sich zwar zumeist am Boden auf, doch als hervorragende Kletterer jagen sie ihrer Beute auch auf den Bäumen hinterher. Der lange Schwanz hilft ihnen, bei ihren Sprüngen im Geäst das Gleichgewicht zu halten. Doch auch Fossas haben Feinde, wenn auch nur wenige. So könnte Ihnen beispielsweise der Angriff eines Krokodils an der Wassertränke das Leben kosten.

Die Fossas besitzen eine ganz außergewöhnliche Eigenschaft und geben den Wissenschaftlern damit noch immer Rätsel auf: Während die Fossa-Weibchen heranwachsen, vollzieht sich bei ihnen im zweiten und dritten Lebensjahr – zu dem Zeitpunkt also, wenn die Jungtiere schon von ihrer Mutter vertrieben wurden – eine vorübergehende „Geschlechtsumwandlung“ und sie bilden typisch männliche Geschlechtsmerkmale aus. Zugleich imitieren die Weibchen eine weitere, typisch männliche Körperfunktion, indem sie ein streng riechendes Sekret absondern, welches ihr Bauchfell orange färbt. Nach Erlangung der Geschlechtsreife im Alter von drei bis vier Jahren bilden sich die männlichen Geschlechtsmerkmale wieder zurück.

Eine derartige zeitweilige Geschlechts-Metamorphose konnte bislang noch bei keiner anderen Säugetierart beobachtet werden und wirklich plausible Erklärungen hierfür stehen noch aus. Wissenschaftler vermuten darin einen Schutzmechanismus, der verhindern soll, dass das noch unreife Weibchen (daher „getarnt“ als Männchen) zur Paarung gezwungen wird. Andere Forscher sind der Ansicht, dass durch diese zeitweilige „Vermännlichung“ gefährliche Revierkämpfe vermieden werden könnten.

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(Quelle: geo online; Bild: © Ran Kirlian)

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