Meine Ecuadortour, Teil 2, 09.08.-17.08.17

  • Guayaquil: Malecón 2000, Santa Ana, Zentrum mit Parque Bolívar
  • Guayaquil: Isla Santay, Parque Histórico, Parque Victoria
  • Salinas
  • Montañita: Relaxen und Party
  • Montañita: Playa Olón
  • Puerto López: Promenadenbummel
  • Puerto López: Isla de la Plata
  • Puerto López: Agua Blanca
  • Puerto López: Los Frailes

 

Guayaquil: Malecón 2000, Santa Ana, Zentrum mit Parque Bolívar

 

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In Guayaquil angekommen, fiel mir zunächst der Wärmeunterschied auf. Trotz zunächst bewölktem Himmel fand ich es ganz schön heiß. Ich besichtigte an meinem ersten Tag die Stadt zu Fuß. Zuerst lief ich die moderne Uferpromenade, den Malecón 2000, entlang. Der Blick auf den etwas trüben Fluss fand ich allerdings etwas enttäuschend. Am Ende der 2,3 km langen Promenade stieg ich die 444 Stufen zum Leuchtturmblick-von-santa-ana-guayaquil auf dem Hügel Santa Ana empor. Die Treppe führt durch kleine Gässchen mit vielen Cafés und Kneipen links und rechts. Oben angekommen hat man eine gute Sicht auf Guayaquil. Anschließend lief ich zurück in die Innenstadleguan-parque-bolivart, wo sich moderne Hochhäuser und alte Gebäude abwechseln. Der berühmte Parque Bolívar, in der Landleguane mitten in der verkehrsreichen Großstadt frei leben, ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

 

 

 

Guayaquil: Isla Santay, Parque Histórico, Parque Victoria

Am nächsten Tag unternahm ich einen Ausflug zur Isla Santay, einer mit Mangroven bewachsenen Insel, die nur für Fußgänger und Fahrradfahrer über eine lange Brücke zugänglich ist. Auf Holzstegen kann man durch den Mangrovenwald laufen und Vögel beobachten – und das nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt! Am anderen Ende der Insel erreichte ich Durán und fuhr von dort zum Parque Histórico. Dieser Park ist eine Mischung aus Tierpark, botanischem Garten und einer Geschichtsausstellung. Besonders gut gefiel mir der erste Teil mit den Tieren. Neben Kaimanen und Schildkröten, die wie im Zoo hinter Gitter sind, gibt es auch Macaws und andere Vögel zu bestaunen, die dort frei leben und jederzeit wegfliegen könnten. So nah habe ich vorher noch nie so einen wunderschönen Papageien betrachten können. Im botanischen Garten gibt es hauptsächlich Medizinalpflanzen zu bestaunen sowie eine interessante Ausstellung zum Anbau und der Verarbeitung von Kakao. Im geschichtlichen Teil des Parks kann man Häuser, die wie Anfang des 20. Jh. eingerichtet sind, begehen.

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Salinas

Nach meiner Ankunft in Salinas, einer kleinen Stadt an der Südküste Ecuadors, besuchte ich zunächst die Uferpromenade und schnupperte Meeresluft. Da ausgerechnet an diesem Tag ein nationaler Feierla-chocolateratag war, wimmelte es am Strand nur so von, hauptsächlich einheimischen, Touristen. Deshalb machte ich mich schon nach kurzer Zeit zur sogenannten Chocolatera auf, dem westlichsten Punkt des ecuadorianischen Festlands. Dort herrschte ein erfrischender Wind und der Blick auf das weite Meer strahlte ein Gefühl von unendlicher Freiheit aus. Ich wanderte einen Pfad entlang zur Lobería, einem weiteren Aussichtspunkt. Unterwegs sah ich in der Ferne einen Wal, besser gesagt dessen riesige Schwanzflosse – ein besonderes Erlebnis! An der Lobería konnte ich Seelöwen beobachten sowie zahlreiche Surfer, die in den hohen Wellen ihr Können unter Beweis stellten. Zurück in Salinas führte mein Weg durch Cevichelandía, eine Straße, in der sich ein Ceviche-Restaurant an das andere reiht. Die Spezialität – ein Cocktail aus Meeresfrüchten – ist sehr lecker und bei Einheimischen und Ausländern gleichermaßen begehrt.

 

 

 

 

Montañita: Relaxen und Party

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Am nächsten Tag fuhr ich weiter nach Montañita, dem Surf- und Partyort in Ecuador. Aufgrund des verlängerten Wochenendes wimmelte es in dem kleinen Dorf nur so von einheimischen und ausländischen Touristen. In den kleinen Sträßchen reihte sich eine Saft- und Cocktailbar an die andere und überall ertönte schon mittags Musik. Ich unternahm einen Bummel durch Montañita und tanzte abends mit anderen Reisenden aus meiner Unterkunft zu lateinamerikanischen Klängen in einer Strandbar unter freiem Himmel – 100 % Urlaubsgefühl!

 

 

 

 

 

 

 

Montañita: Playa Olón

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Am nächsten Tag spazierte ich nach Olón, dem benachbarten Ort und lief dort am fast menschenleeren Strand entlang. Vor mir huschten rote Krabben in ihre Strandlöcher und ein Pelikan zog seine Kreise. Leider ist es an der Küste Ecuadors im Sommer (fast) täglich bewölkt und deshalb etwas kühl zum Schwimmen.

 

 

 

 

 

 

 

Puerto López: Promenadenbummel

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Am nächsten Tag fuhr ich weiter nach Puerto López, ein ca. 45 km entferntes Fischerstädtchen. Dort schlenderte ich die Uferpromenade entlang und beobachtete am Kai des Hafens Fregattvögel und zahlreiche Pelikane. Abends entspannte ich bei Grillenzirpen und Meeresrauschen in einer Hängematte in meiner Unterkunft.pelikane-puerto-lopez

 

 

 

 

 

 

 

Puerto López: Isla de la Plata

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Am folgenden Tag unternahm ich einen Ausflug zur Isla de la Plata, die aufgrund der ähnlichen Flora und Fauna auch Klein-Galápagos genannt wird. Dies ist jedoch irreführend, wie uns erklärt wurde, dbuckelwalea die Isla de la Plata nicht wie die Galápagosinseln vulkanischen Ursprungs ist. Die Insel ist nur im Rahmen einer geführten Tour zu besichtigen, damit der Nationalpark durch den Tourismus nicht zerstört wird. Bereits auf der seegangreichen Überfahrt von einer guten Stunde entdeckten wir Wale. Ganz in unserer Nähe zeigten sich Eltern mit ihrem Kind, tauchten auf um Luft zu holen und zeigten uns anschließend ihre gigantischen Schwanzflossen – ein beeindruckendes Naturspiel! Auf der Insel angekommen, wanderten wir einen kleinen Rundweg entlang. Schon nach wenigen Metern stießen wir auf ein Blaufußtölpel-Pärchen, das vor sich hin döste. Später sahen wir auch noch fliegende und herumlaufende Blaufußtölpel, die ein amüsantes Bild abgeben, da ihr Gang eher tänzelnd oder watschelnd ist und ein wenig an Pinguine erinnert. Ein weiteres Highlight des Spaziergangs waren Tropikvögel, die vor unseren Nasen ihre Kreise zogen. Außerdem beobachteten wir Fregattvögel und mehrere kleine Eidechsen, die auf den Wegen umherhuschten und kamen an Palo Santo-Bäumen vorbei, die für ihren Duft bekannt sind. Wieder am Boot angelangt, hatten wir die Gelegenheit, die Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu entdecken. Dabei sah ich einige Moränen, verschiedenste bunte Fische und Fischschwärme mit hunderten von kleinen Fischen. Eine Meeresschildkröte sah beim Schnorcheln leider keiner von uns, dafür entdeckten wir später vom Boot aus zwei, die sogar ganz nah herankamen und ihre Köpfe aus dem Wasser streckten. Auf der Rückfahrt nach Puerto López bot sich uns wieder der Anblick mehrerer Wale, ein paar sprangen sogar aus dem Wasser! Insgesamt war diese Tour ein unvergessliches Erlebnis und ich kann sie jedem Ecuadorreisenden als ein absolutes Highlight des Landes empfehlen!

 

Puerto López: Agua Blancaagua-blanca schwefellagune-agua-blanca
Am darauffolgenden Tag besuchte ich Agua Blanca, eine kleine Kommune im Nationalpark Machalilla. Vom Eingang, an dem man einen kleinen Beitrag zur Erhalt der Kommune leistet, führt ein einstündiger Fußmarsch zum Dorf, in dem noch Hühner, Ziegen und Schweine frei herumlaufen. Es gibt ein kleines Museum, in dem Fundstücke der Manteño-Kultur ausgestellt sind. Anschließend kann man, von einem einheimischen Guide begleitet, auf einem Rundweg die vielfältige Flora, Fauna und weitere archäologische Fundstellen kennenlernen. Ich traf auf eine deutsche Reisegruppe, der ich mich anschloss. Unser Guide zeigte uns unter anderem Kapok- und Palo Santo-Bäume und wir beobachteten sogar einen wunderschönen Lachfalken. Etwas Besonderes ist die Schwefellagune am Ende des Rundgangs. In ihr kann man baden – das Wasser soll sehr wohltuend für die Haut sein – und sich mit natürlichen Gesichts- oder Körpermasken aus dem Schlamm der Lagune verwöhnen. Der Anblick der vielen Gäste mit schlammbraunem Gesicht sorgte für Lacher.

 

 

Puerto López: Los Frailes

An meinem letzten Tag in Puerto López unternahm ich vormittags einen Ausflug zu Los Frailes, einem bekannten und sehr beliebten Strand im Nationalpark. Auf einem kleinen Wanderweg gelangt man zuerst zu einem kleinen Strand in einer Bucht mit schwarzem Sand, anschließend zu einem größeren Strand, an dem man je nach Monat aufgrund der Strömung nicht baden kann, danach zu einem Aussichtspunkt und schließlich zu Los Frailes. Als besonders empfand ich die ersten beiden, menschenleeren Strände, an denen außer dem Rauschen der Wellen absolut nichts zu hören war. Vom Aussichtspunkt aus entdeckte ich in der Ferne, mit bloßen Auge gerade noch zu erkennen, Wale. Nachmittags fuhr ich mit dem Bus weiter zu meinem nächsten Reiseziel Canoa, einem kleinen Küstenort ca. 6 Stunden nördlich von Puerto López.

In diesen anderthalb Wochen erlebte ich von Großstadt über Fischerdorf und Partyort alles. Mein absolutes Highlight war die Tour zur Isla de la Plata mit Walbeobachtung – ein sehr beeindruckendes und besonderes Erlebnis. Das entspannte Strandleben ist die perfekte Abwechslung zu meinen Wandertouren in der Woche zuvor in den Anden. Nun bin ich gespannt, was für Erlebnisse noch in meiner letzten Reisewoche durch Ecuador auf mich warten.

hier geht es zu meinem 1. Teil Bericht

hier geht es zu meinem 3. Teil Bericht

 

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