Quilotoa-Wanderung von Frau C. Fenner (12. bis 16. Juli 2017)

Meine letzten Urlaubstage während meines Praktikums in der Hostería Sommergarten nutzte ich für den sogenannten Quilotoa-Loop, einer mehrtägige Wanderung in den Anden. Nach meinem letzten Arbeitstag fuhr ich in die Andenstadt Latacunga, zwei Busstunden südlich von Sangolquí, um Paula, eine nette Holländerin, die ich auf meiner Reise nach Kolumbien kennengelernt hatte, zu treffen. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus nach SWanderweg Quilotoaigchos, einem kleinen AImpressionndendorf. Von dort starteten wir unseren Trek. Unsere Wanderung führte uns über schmale Gebirgspfade und grüne Wiesen, vorbei an vereinzelten Gehöften, Kühen und Schafen. Bei strahlend blauem Himmel hatten wir dabei stets eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berge und den Vulkan Iliniza. Nach ca. 5 Stunden Wanderung, wobei es teilweise steil bergauf ging, erreichten wir unser Tagesziel Isinliví. In dem kleinen Bergdorf suchten wir unser Hostel Taita Cristóbal auf, dass ich jedem Wanderer empfehlen kann! Im hosteleigenen Garten entspannten wir bei einer wunderschönen Aussicht auf die Berge unsere müden Beine in der Gesellschaft eines Lamas und eines Kalbs sowie anderer Wanderer verschiedenster Nationen, die wir bereits unterwegs getroffen hatten. Den Sonnenuntergang beobachteten wir von einem kleinen Aussichtspunkt unweit des Dorfes. Da wir uns auf 2.800 m Höhe befanden, wurde es aber ohne die wärmende Sonne ziemlich kalt. So versammelten sich alle Wanderer im Essensraum des Hostels neben einem wärmenden Ofen. Wir bekamen ein leckeres ecuadorianisches 3-Gänge-Menü – genau das Richtige nach einer anstrengenden Wanderung. Nach einem frühen Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf zu unPanorama Quilotoaserem nächsten Tagesziel, dem Bergdorf Chugchilán. Nach einem Abstieg ins Tal und einer Flussüberquerung ging es durch ein kleines Dorf und anschließend steil bergauf. Unterwegs mussten wir einige aggressive Hunde abwehren, die ihr Revier verteidigen wollten. Schließlich kamen wir am späten Mittag in Chugchilán auf ca. 3.150 m Höhe an. Leider wurden in dem kleinen Dorf die Straßen erneuert, weshalb es außer Baustelle nicht viel zu sehen gab. Wir fanden ein Hostel am Ende des Dorfes mit einer tollen Aussicht auf die Berge und einem schönen Garten, in dem wir dann auch erstmal in Hängematten entspannten. Abends wärmten wir uns am Kamin und bekamen wieder ein reichhaltiges, landestypisches Abendessen. Am nächsten Morgen machten wir uns früh zu unserem eigentlichen Ziel, dem Kratersee Quilotoa, auf. Nach einem kurzen Abstieg ging es mehrere Stunden bergauf, wobei wir die Höhe zunehmend merkten

Kraterlagune_Quilotoa

türkisfarbene Kraterlagune Quilotoa

. Die Luft wurde immer dünner und wir dementsprechend langsamer, der Ausblick dafür immer weiter. Schließlich erreichten wir den Kraterrand und waren überwältigt von dem Anblick, der sich uns bot. Der stille, blau-grüne See war wunderschön und besonders faszinierend war die sich steitg verändernde Wasserfarbe, je nach Zusammenspiel von Sonne und Wolken. Gemeinsam mit anderen Wanderern, die nach und nach eintrafen, saßen wir eine Weile am Kraterrand und bestaunten die Aussicht. Schließlich machten wir uns zum etwa eine Stunde entfernten Dorf Quilotoa auf, wobei der Weg immer am Krater entlangführte. Paula und ich waren begeistert von der Blumenpracht, diSchafe_am_Hange dort auf einer Höhe von 3.800 m herrscht. Im Dorf angekommen, belohnten wir uns mit einem leckeren, wärmenden Canelazo in einem kleinen Café am Ofen sitzend. So hoch oben sorgte ein eisiger Wind nämlich Landschafttrotz Sonnenschein für klirrende Kälte. Nach einem kleinen Spaziergang zum Kraterrand am nächsten Morgen, um noch einmal die tolle Aussicht zu genießen, machten wir uns zu Fuß in die Bergstadt Zumbahua auf. Wir wanderten ca. 13 km, diesmal hauptsächlich bergab, vorbei an Maisfeldern, grasenden Schafen, Kühen und Lamas sowie durch kleine Dörfer. In Zumbahua herrschte reges Markttreiben. Vom Balkon unseres Hostels direkt am Marktplatz beobachteten wir das Stadtleben und die indigene Bevölkerung in ihrer traditionellen Kleidung. Nachmittags unternahmen wir einen Spaziergang durch die untouristische Stadt. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Tigua, einem kleinen Künstlerdorf, wo wir mehrere Galerien besuchten. Anschließend ging es weiter nach Pujilí, einer Kleinstadt kurz vor Latacunga, wo Markttag war. Wir waren überwältigt von den unzähligen Ständen mit exotischem Obst und Gemüse und traditioneller Kleidung. Nach den vergangenen Tagen in der Natur kam uns allerdings alles noch lauter und trubeliger vor. Von einem Aussichtspunkt genossen wir den Blick über die Stadt und auf den schneebedeckten Vulkan Cotopaxi. Schließlich fuhren wir zurück nach Latacunga, wo unsere Reise endete.

Der Quilotoa-Loop ist ein absolutes Muss für alle Reisenden in Ecuador, die Berge und indigene Kultur hautnah erfahren wollen! Auf unserer Tour erlebten wir nicht nur eine atemberaubende Landschaft, sondern konntenLama auch einen Einblick in das Leben der indigenen Bevölkerung auf dem Land und in der Stadt bekommen. In unseren Unterkünften trafen wir auf andere Reisende der verschiedensten Länder, mit denen Marktfrauwir uns austauschen konnten, während der Wanderungen genossen wir aber eine einzigartige Ruhe inmitten der Berge.