Reiseblog Carolina Fenner, Nordecuador, 09.06. bis 13.06.17

Nachdem ich von der Hostería Sommergarten aus bereits Reisen nach Baños und in den Dschungel unternommen hatte, wollte ich diesmal den Norden erkunden und dabei auch kolumbianische Luft schnuppern. Von Sangolquí aus fuhr ich nach der Arbeit nach Ibarra – in die sogenannte weiße Stadt.

 

 

Dort unternahm ich am nächsten Morgen eine kleine Wanderung zur Laguna de Yahuarcocha, leider bei wolkenverhangenem Himmel. ecuador_ibarra_ortsschildAnschließend erkundete ich die Innenstadt. Außer zwei schönen Plätzen und mehreren Kirchen gibt es dort allerdings nicht viel zu sehen, weshalb ich mich auf die Weiterreise machte.

Mit dem Bus fuhr ich zum Dorf La Paz, von wo aus ich glücklicherweise von einem Mofafahrer fast bis zu meinem Ziel, der Gruta de la Paz mitgenommen wurde. Busse fuhren entgegen der Aussage des Hostelbesitzers nämlich nicht. Die beeindruckende Grotte liegt in einem malerischen Tal. Der Altar mit Jungfrauenstatue ist, für den deutschen Geschmack, allerdings etwas zu kitschig. Zurück konnte ich mit einer ecuadorianischen Familie im Auto fahren, die mich neugierig ausgefragt hat. Alleinreisende (ausländische) Frauen fallen in Ecuador doch ziemlich auf. Mit dem Bus ging es weiter nach Tulcán und von dort im Collectivo bis zu Grenze.

 

Mit neuen Stempeln im Pass fuhr ich, wieder mit einem Collectivo, nach Ipiales, der Grenzstadt in Kolumbien und von dort auf einer zweistündigen Fahrt nach Pasto, meinem Ziel in Kolumbien. Spät Abends (ich habe Kolumbien entgegen mancher Warnungen nicht als gefährlich empfunden, da auch bei Dunkelheit die Straßen voller Leben waren) kam ich erschöpft im Hostel Chacana an, in dem ich sehr freundlich empfangen wurde und mich während meines Aufenthalts so wohl gefühlt habe, dass ich es jedem Reisenden, den es nach Pasto verschlägt, wärmstens empfehlen kann!

Am nächsten Tag erkundete ich zuerst die Innenstadt. Außer unzähligen Kirchen hat die Stadt eigentlich wenig zu bieten, aber mir gefiel dkolumbien_laguna_de_la_cochaas bunte Treiben in den Straßen. Mittags fuhr ich zur Laguna de la Cocha, einem idyllischen See mit einem kleinen Hafen und farbenfrohen Holzhütten. Allerdings war mir der Ort etwas zu touristisch – alle paar Meter wurde versucht, mir eine Bootsfahrt oder Souvenire zu verkaufen.

Am Tag darauf unternahm ich zusammen mit einer Kolumbianerin und einer Holländerin aus meinem Hostel einen Ausflug zur Laguna Verde. Zuerst fuhren wir zwei Stunden mit dem Bus durch die Anden, eine Strecke mit malerischen Ausblicken. Zum Kratersee selbst mussten wir anschließend ca. 8 Kilometer durch den Páramo wandern, wobei es teilweise ziemlich steil hoch- und runter ging. Trotz regnerischem Wetter boten sich uns zwischendurch immer wieder tolle Ausblicke. Bei Ankunft an der Lagune waren wir beeindruckt von dem tollen Blick und dem intensiven grünen Wasser. Lediglich der Schwefelgeruch war etwas unangenehm. Anschließend wanderten wir durch den Páramo wieder zurück zum Bus. Auf meiner fünftägigen Reise war dieser Ausflug der absolute Höhepunkt!

 

Am nächsten Tag fuhr ich zusammen mit der Holländerin zurück nach Ipiales, wo wir einen Abstecher zur berühmten Basilika Las Lajas unternahmen. Sie befindet sich im Canyon des Flusses Guáitara und ist, vor allem aufgrund basilika_las_lajasder Lage, sehr beeindruckend.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend ging es nach Ecuador, in die Grenzstadt Tulcán, wo wir den kuriosen Friedhof besichtigten. Diesen zieren nämlich ca. 300 Figuren – aus Zypfriedhof_tulcanressen zurechtgeschnitten. Teilweise sind dies Tiere wie Eulen, Schildkröten oder Pinguine, teilweise aber auch Sagengestalten. Ein Besuch lohnt sich! Während meine Mitreisende abends weiter nach Quito fuhr, machte ich mich am nächsten Morgen auf den Weg zur Cascada de Paluz, einem Wasserfall in der Nähe des völlig untouristischen Städtchens San Gabriel. Das Hinkommen gestaltete sich etwas schwierig, da der Bus nur einmal die Stunde fuhr und ich ihn natürlich gerade verpasst hatte. Da es ganz schön regnete und der Norden Ecuadors mich mit seiner Kälte doch etwas überraschte, trampte ich kurzerhand und erreichte schließlich den Wasserfall, der mich mit seinem schmutzig braunen Wasser allerdings etwas enttäuschte. Zurück in die Stadt konnte ich glücklicherweise auf der Ladefläche eines Pickups mitfahren. Von dort trat ich den Rückweg nach Sangolquí an.