Reisebericht Ecuador mit Bergsteigen

Hier finden Sie unsere Bergsteiger-Programme in Ecuador.

Ecuador: Individualgruppe 5 Personen 08.07. bis 24.07.16

Hinweis von Ecuador Discover (Sommer-Fernreisen): Die Kleingruppe Bernkopf war unter dem Thema Natur – und Bergsteigen geplant und hatte sich bei uns einen spanischen Fahrer und Hotels  bestellt sowie autorisierte Führer für das Bergsteigen, jedoch keinen deutschsprachigen Führer.

ausblick-allee-der-vulkaneAuf unserer 14-tägigen Reise mit meiner Familie im Juli 2016 haben wir das wunderschöne Ecuador und seine Vielfältigkeit kennengelernt. Nachdem wir eine Gruppe von fünf Personen mit unterschiedlichen Interessen waren, erwies sich die Reiseplanung vorerst als etwas schwierig. Für den einen stand die Kultur, für den anderen die Natur mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt und für den Dritten die Bergwelt im Vordergrund.

Die perfekte Lösung für uns war ein Auto mit dem privaten Fahrer Luis und eine individuell für uns zusammengestellte Reiseroute. Da Luis nur Spanisch spricht, konnten wir während der zwei Wochen auch unsere Sprachkenntnisse aufbessern und hatten jede Menge Spaß mit unserem Fahrer. Seine Herzlichkeit wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

morgenstimmung-am-fusse-des-illinizaNach einer zweitägigen Eingewöhnungsphase in Quito starteten wir unsere Tour mit Luis.

Von der Hauptstadt Ecuadors ging es über La Mitad del Mundo nach Otavalo, wo wir den wahrscheinlich schönsten Markt Südamerikas besuchten und einige tolle Souvenirs wie Decken, Jacken und Schmuck kaufen konnten und das Verhandeln gut übten.

Mein Sohn, der Freund meiner Tochter und ich hatten geplant einen 5000er und einen 6000er zu besteigen.  Als Vorbereitung dafür standen einige kleinere Wanderungen am Plan, die wir gemeinsam als Familie unternahmen. Darunter die Wanderung auf den Fuya Fuya (4623m), die Umrundung der Laguna Cuicocha und der Ausflug zur Laguna Mica, wo wir in der Nähe einige Condore in freier Wildbahn beobachten konnten. Luis chauffierte uns stets sicher auch über unwegsame Straßen!

laguna-cuicochaaufstieg-zum-illiniza-norte

Der nächste Stopp war Mindo, ein Paradies für Vogelbeobachter. Um 5 Uhr machten wir uns in der Dunkelheit auf den Weg, um den Cock of the Rock, einen knallroten, endemischen Vogel, beim Balzen zu beobachten. Dieses wunderschöne und sehr laute Naturspektakel war ein tolles Erlebnis.

cock-of-the-rockbeobachtung-des-cock-of-the-rock-im-urwald

Danach ging es weiter nach Sangolqui in die Hosteria Sommergarten. Vier Nächte verbrachten wir in der netten Unterkunft mit ruhigem Garten und machten Tagesausflüge zu verschiedenen Plätzen.

Für uns drei war es dann auch schon so weit: die Besteigung des Iliniza Norte, der erste 5000er dieser Reise. Es ging schon um fünf Uhr in der Früh los. Bei wunderschönem Wetter waren wir beim Ausgangspunkt „la Virgen“. Die Wolken stiegen an diesem Tag schon sehr früh auf. Der weitere Aufstieg erfolgte im dichten Nebel. Der Rundumblick auf das Tal der Vulkane blieb uns leider verwehrt.

gipfel-chimborazo-im-abendlichtMeine Frau und meine Tochter machten an diesem Tag einen Ausflug zu den Thermalquellen von Papallacta, wo sie Wellness auf ecuadorianisch genießen konnten.

Ein weiteres tolles Erlebnis war der Ausflug zu dem höchsten aktiven Vulkan Ecuadors, dem Cotopaxi. Leider war eine Besteigung nicht möglich, da dieser vor ein paar Monaten ausgebrochen war. Aber der Anblick des perfekt geformten Vulkans aus nächster Nähe bei Sonnenschein und die Beobachtung von Wildpferden hat sich gelohnt.

Auf der Fahrt nach Süden machten wir einen Abstecher zur Laguna Quilotoa. Bei der Umrundung der Laguna hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das tiefblaue Wasser, das den Krater des ehemaligen Vulkans füllt.

abstieg-vom-chimborazoGemeinsam ging es weiter nach Riobamba, wo wir drei uns auf die Besteigung des höchsten Vulkans Ecuadors, dem Chimborasso, vorbereiteten. Nachdem wir dieses Erlebnis auch als ganze Familie teilen wollten, fuhren wir zunächst alle gemeinsam zum Base Camp des Chimborassos, zum Refugio Carrel (4800 m) und wanderten auf 5100m zur Laguna Condor Cocha hinauf. Nach einer kurzen Nacht und einem ‚Frühstück‘ um neun Uhr abends, ging es um 10 Uhr nachts los. Bei herrlichem (fast) Vollmond und sternenklarer Nacht führten uns unsere Bergführer auf einer steinschlagsicheren alternativen Route vorbei am ‚El Castillo‘ hinauf über den steilen, langen Gletscher zum Cumbre Veintimilla und nach einer kurzen Querung weiter zum höchsten Punkt auf 6310m. Unvergesslich wird uns der herrliche Blick zu den umliegenden Vulkanen bei Sonnenaufgang bleiben!

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Nach dem Wetterglück am Chimborazo gab es in Banos sintflutartigen Regen. Die Wassermassen des Wasserfalls ‚Cascadas del Diabolo‘ waren wirklich teuflisch.

Wieder im Trockenen erwartete uns in Alausi eine aufregende Zugfahrt mit Spitzkehren steil hinunter nach Simbambe. Vorbei an Ingapirca, den nördlichsten Ruinen der Inkas, kamen wir nach Cuenca, einer wunderschönen Stadt im Hochland der Anden. Kirchen, Museen, Märkte, Geschäfte und vor allem schönen Gassen luden zum Flanieren ein.

Im nebelverhangenen Nationalpark El Cajas verzichteten wir auf eine Wanderung und fuhren gleich hinunter in die Küstenregion von Guyaquil. Bei ungewohnten tropischen Temperaturen genossen wir den letzten Tag auf dem Malecon von Guyaquil.

Alle Familienmitglieder waren begeistert von der Ecuadorreise, die unsere Erwartungen übertroffen hat.

Bericht von Familie Bernkopf

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