14-tägige Erlebnisrundreise auf der "Perle des Indischen Ozeans" Sri Lanka

Hier kommen Sie zu unseren Sri Lanka Reisen.

Mitte August 2016 – Noch vor Sonnenaufgang landeten meine Mutter, Schwester und ich auf der „Perle des Ozeans“ Sri Lanka. Das Abenteuer auf der magischen Tropeninsel begann. Herzlich empfangen von unserem einheimischen Fahrer und Führer Sarath Liyanage, kurz „Liya“, ging es sogleich vom Flughafen Colombo in die idyllische Hafenstadt Negombo.

fischauktion-negomboNoch vor Halt im Hotel fuhren wir zu Negombos bekannter Fisch-Auktion, die nur früh morgens besucht werden kann. Hierbei breiteten die Einheimischen ihre frisch gefangene Beute zum Verkauf an die Zwischenhändler aus. Es ging von Thunfischen, über kleinere Haie bis hin zu riesigen Rochen – einerseits etwas schockierend und doch sehr spektakulär.

katholische-kirche-negomboNach einer Pause im Catamaran Beach Hotel machten wir uns auf, die von Holländern und Portugiesen geprägte Handelsstadt weiter zu erkunden. Da viele Kolonialbauten und Kirchen das Stadtbild Negombos schmücken, wird es auch liebevoll als „Little Rome“ bezeichnet. Auch ein durch die Stadt führender Kanal namens „Hamilton-Kanal“ mit vielen bunten Booten darauf, erinnert stark an die Kolonialzeit der Engländer. Abends konnten wir den Tag am hoteleigenen Strand wunderbar ausklingen lassen.

king-coconuts-mit-schmetterlingUnsere Reise führte uns weiter gen Nordosten nach Dambulla. Auf der Fahrt dorthin durfte natürlich eine King Coconut nicht fehlen – typisch für Sri Lanka und ein ganz besonderes Erlebnis für die Geschmacksknospen. Tolle Landschaften, Hindu-Tempel, Affen am Straßenrand und bunte Verkaufsstände der Einheimischen versüßten die Autofahrt. In Dambulla kamen wir in dem netten Rangiri Resort unter, das mit eigenem Gemüsegarten gesundes und geschmackvolles Essen garantierte. Ein Highlight Dambullas stellte der Goldene Tempel dar, der größte Höhlentempel des Landes mit über 100 Buddha-Statuen und Wandmalereien. Sehr interessant!

archaeologische-staette-polonnaruwabuddha-statue-archaeologische-staette-polonnaruwaVon Dambulla aus ging es Richtung Osten nach Polonnaruwa, auch bekannt als zweite Königsstadt Sri Lankas. Dort angekommen, besichtigten wir eine weiträumige Archäologische Stätte mit Relikten der damaligen Zeit. Auch Buddhas waren in dem Ruinenfeld zu finden. Besonders eine Statue überraschte uns, da deren Handhaltung doch sehr untypisch war.

buffet-von-einheimischem-lokalUm den kleinen Mittagshunger zu stillen, machten wir inmitten von Reisfeldern an einer kleinen Hütte halt, in der ein Buffet mit einheimischen Speisen auf uns wartete. Von verschiedenen Currys, über Brotfrucht, Dal, gekochtem Gemüse, Reis bis hin zu frischen Früchten – die Landesspezialitäten schmeckten außerordentlich gut! Auch einen Blick in die Küche durften wir werfen, wo eine einheimische Familie liebevoll die Speisen zubereitete. Davon könnten sich so einige touristische Hotelbuffets etwas abschauen…

 

elefantenfamilie-minneriya-nationalparkwasservoegel-minneriya-nationalparkAm Nachmittag desselben Tages erwartete uns ein ganz besonderes Erlebnis: Eine Safari durch den Nationalpark Minneriya im nördlich gelegeneren Mihintale. Besonders die Tatsache, dass man dort wilde Elefanten sehen kann, ließ unsere Vorfreude steigen. Mit Fernglas und Kamera ausgestattet starteten wir unsere Jeep-Tour und es dauerte nicht lang, da trat uns die erste Elefanten-Familie vor die Linse. Doch vor allem am Rande der Stauseen fanden sich verschiedene Elefantenherden ein. Da wir gerade in der Trockenzeit unterwegs waren, war dies nicht ungewöhnlich – die Dickhäuter kamen zum Baden und Trinken an die Wasserstellen. Einfach atemberaubend, die Tiere in freier Wildbahn zu beobachten (das merkte man auch an den vielen Bildern, die an diesem Tag entstanden). Auch Wasservögel und Pfaue sichteten wir in dem großen Schutzgebiet.

menschenschlange-sigiriya-felsenfestungBevor es für ein paar Tage an den Strand ging, machten wir uns früh morgens auf, den Löwenfelsen Sigiriya zu besteigen. Dies ist nichts für schwache Nerven, denn der Aufstieg über viele Wendeltreppen und Steinwege führt steil nach oben. Zunächst kamen wir auf halber Höhe des Bergs zu einer kleinen Höhle, in der farbige Fresken die Wände zierten. Wie wir erfuhren, handelt es sich dabei um die Wolkenmädchen von Sigiriya, die noch aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammen – beeindruckend! Weiter ging der Weg zum Gipfelplateau. Bei einer weiteren Plattform ragten zwei große steinerne Löwentatzen hervor, in deren Mitte ein steiler Weg nach oben führte. Auch diesen bezwangen wir, bis wir in 200 m Höhe am Gipfel des Bergs – leicht außer Atem – ankamen. Doch wir wurden sogleich mit einem eindrucksvollen Blick über den Urwald belohnt.

sigiriya-seitenansichtsigiriya-aussicht

jetski-am-passikudah-strandstrand-von-passikudahNun ging es an die Ostküste Sri Lankas, genauer nach Passikudah. Nach einem doch vollen Reise-Programm freuten wir uns auf drei Tage Entspannung am Strand. Im Marina Beach Hotel Passikudah ließ es sich wunderbar aushalten. Es bot einen weitläufigen Strand direkt vor der Zimmertür, einen großen Pool und zahlreiche Wassersport-Angebote. Meine Schwester und ich versuchten uns im Jet Ski fahren, was durch die Wellen des Indischen Ozeans ziemlich aufregend und feucht fröhlich war. Auch machten wir einen Schnorchel-Ausflug mit, wobei wir Nemo leider nicht auffinden konnten.

kakaofrucht-ranweli-spice-gardenNach den Strandtagen führten wir unsere Rundreise fort Richtung Westen, auf dem Weg nach Kandy. Zunächst aber machten wir Halt im Ranweli Spice Garden, durch den wir eine Führung bekamen. Zwar hätte ich es nicht erwartet, doch stellte sich dieser Programmpunkt als einer der besten der Reise heraus. So simpel es klingen mag, war es sehr interessant für uns zu sehen, wie Kakao-, Ingwer-, Ananas-, Pfeffer-, Kardamompflanzen und viele mehr wachsen. Eine kleine Nacken-Massage für jeden mit pflegendem Aloe Vera Öl rundete die Tour ab.

taenzer-in-kandyIn der Weltkulturerbe-Stadt Kandy angekommen, kamen wir gerade rechtzeitig zu einer Aufführung der Kandy-Tänzer und –Trommler. Durch bunte Tanz- und Musikeinlagen bekamen wir einen Einblick in Sri Lankas musikalische Tradition. Das akrobatische Talent der Darsteller beeindruckte mich am meisten – fünffache Saltos schienen ein Leichtes zu sein für die Künstler. Abgerundet wurde die Show durch den Auftritt von Feuerartisten.

kandy-aussichtUnser Reiseleiter nannte Kandy die schönste Stadt Sri Lankas, doch der erste Eindruck unsererseits war anders, was wohl am Verkehrschaos und der dicken Luft lag. Doch dann, vom Aussichtspunkt mit Blick auf den See, den berühmten Zahntempel, grüne Hügel und eine große weiße Buddhastatue, fiel der zweite Eindruck doch positiv aus.

Am darauffolgenden Tag machten wir uns auf zu dem Tempel mit dem kostbarsten Heiligtum Sri Lankas: Der Zahntempel in Kandy, der einen Eckzahn Buddhas beherbergt. Wir kamen gerade rechtzeitig zu einer Zeremonie, was den Strom an Besuchern erklärte. Weiterhin besuchten wir eine Batik-Fabrik in der Stadt. Die filigrane Handarbeit der Frauen war ziemlich eindrucksvoll.

batikfabrik-kandyzahntempel-kandy

teeplantage-nuwara-eliyaUnsere Tour ging weiter in das Bergland nach Nuwara Eliya. Und zwar dieses Mal nicht mit dem Auto, sondern mit dem Zug der Einheimischen. Die Zugfahrt gewährte uns tolle Aussichten auf Wasserfälle und Teeplantagen, die von der Straße aus nicht sichtbar gewesen wären. Am Ziel angekommen, wurden wir von dem kühlen Klima überrascht, das eher an das deutsche Herbstwetter erinnerte als an das einer tropischen Insel. Doch sind die Temperaturen optimal für die zahlreichen Teeplantagen, die in der Gegend zu finden sind. Was uns auch schon zu unserem nächsten Punkt, einer Teefabrik, führte. Wir bekamen eine interessante Führung, bei der uns die Teeproduktion nahegelegt wurde, natürlich mit frischem Ceylon-Tee als Abrundung. Genau das Richtige bei diesen Temperaturen!

Da unser Safari-Fieber geweckt war hieß unser nächstes Ziel Yala Nationalpark, im Südosten der Insel gelegen. Besonders gespannt waren wir darauf, wilde Leoparden zu sehen, wobei man dafür viel Glück bräuchte. Landschaftlich unterschied sich Yala gewaltig von dem Minneriya Nationalpark in Mihintale. Statt saftigem Grün, ist das Yala Reservat geprägt von Dornbuschsavanne sowie vielen kleineren Seen und nicht zu vergessen hat man an manchen Stellen Blick auf das Meer. Wieder zur Nachmittagszeit mit einem Jeep unterwegs, bekamen wir zu spüren, dass das Glück auf unserer Seite war. Gleich zu Beginn kamen wir an einem Felsen vorbei und da saß nicht nur ein Leopard, sondern gleich zwei der anmutigen Raubkatzen, die miteinander spielten. Ein eindrucksvolles Erlebnis. Weiterhin konnten wir Krokodile, Wildschweine, Rehe, Mungos, Pfaue, Pelikane und bunte Kleinvögel sichten. Das war wieder ein spannender Tag!

leoparden-yala-nationaparkleopard-yala-nationalpark

krokodil-yala-nationalpark

Zum Abschluss unserer erlebnisreichen Rundreise hieß es nochmal für ein paar Tage Entspannen am Strand. Wieder an der Westküste, doch ein wenig südlicher, in Bentota. Im Marina Bentota Hotel, zwischen einem Fluss auf der einen und dem indischen Ozean auf der anderen Seite gelegen, konnten wir es uns nochmal gutgehen lassen. Unweit vom Hotel, gibt es eine Schildkrötenauffangstation, die wir als nächstes Ausflugsziel ansteuerten. Hier werden kleine Schildkröten aufgezogen, die in der freien Wildbahn keine Überlebenschance hätten und anschließend wieder freigelassen. Auch behinderte und kranke Schildkröten finden auf der Farm ein zu Hause. Ein abolutes Highlight war das in die Hand nehmen ein paar Tage alter Schildkröten, sehr niedlich! Auch Albino-Schildkröten hatten wir alle noch nie davor gesehen.

babyschildkroete-bentota-schildkroetenfarmalbino-schildkroete-bentota-schildkroetenfarm

colombo-city-tourBevor unsere knapp 14 Tage lange Rundreise sich dem Ende neigte, machten wir noch eine Stadttour durch die Hauptstadt Sri Lankas – Colombo. Diese Stadt bietete eine Vielzahl sehenswerter Bauten, die an die verschiedenen Kolonialmächte erinnern. Doch vor allem überraschte Colombo mit vielen Hochhäusern, die in sehr moderner Architektur in den Himmel ragten.

Nun führte uns der Weg schweren Herzens aber mit vielen gewonnen Eindrücken im Gepäck zurück an den Flughafen in Colombo, wo wir unsere Heimreise antraten. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Sommer Fernreisen, die uns diese Reise ermöglicht haben und natürlich auch an unseren tollen Fahrer Liya, bei dem wir uns stets gut aufgehoben und sicher gefühlt haben.

In diesem Sinne Ayubowan und bis zum nächsten Mal, beautiful Sri Lanka!

Laura K.

Zu unseren Sri Lanka Reisen