Erdbeben im Küstenbereich von Ecuador

Ralph Sommer, Ihr Reiseveranstalter für Sie unterwegs nach dem Erdbeben in Ecuador:

Foto: El Comercio

Ecuador, eines der kontrastreichsten und attraktivsten Touristenziele weltweit wurde am Samstag, den 16. April um ca. 19.00 Uhr ecuadorianischer Zeit durch ein gewaltiges Erdbeben (Richterskala 7,8) vor der Küste Ecuadors getroffen.

Das Epizentrum lag im Pazifik vor Pedernales (Provinzen Manabí und Esmeraldas). Das nahezu eine Minute lang andauernde Beben verursachte vor allem Zerstörungen an Gebäuden und Infrastruktur mit Todesopfern und Verletzten in den Küstenorten Pedernales und Manta, aber auch in Esmeraldas, Muisne, Jama und Canoa und in Portoviejo.

Ecuador wie andere Länder von Alaska entlang der Westküste Nordamerikas bis in den Süden von Chile wie auch die Länder Südostasiens (Japan, Indonesien, Neuguinea, Neuseeland und eine Anzahl von weiteren Inseln nördlich und südlich des Äquators) liegen auf dem pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der den Pazifik von 3 Seiten umgibt und ca. 4.000 km lang ist.

Nach dem Erbeben, das zahlreiche Nachbeben ausgelöst hatte, rief die ecuadorianische Regierung unter dem Präsidenten Rafael Correa den landesweiten Ausnahmezustand aus sowie zusätzlich den Notstand für die Küstenprovinzen Manabi, Santa Elena, Guayas, Los Rios und Esmeraldas, obwohl in der Tat lediglich die Provinzen Manabi und Esmeraldas von den Folgen des Erdbebens stark betroffen waren.

Mittlerweile wurde in den Notstandsgebieten die Strom- und Wasserversorgung wiederhergestellt. Zerstörte Straßenverbindungen wurden zum Großteil notdürftig repariert. Die eingestürzten Gebäude werden zurzeit unter Einsatz von Militär, Polizei und Hilfskräften durch Räumungsfahrzeugen abgetragen und die Bevölkerung karitativ von der Regierung und Hilfsorganisationen aus den südamerikanischen Nachbarländern mit Wasser, Lebensmitteln, Zelten und neu erstellten Bambushütten unterstützt. Außer den vielen Hilfsgeldern, die aus dem amerikanischen und europäischen Ausland in die Kasse Ecuadors fließen, hat die Regierung angekündigt, dass die Mehrwertsteuer (IVA)von 12% auf 14% ein Jahr lang erhöht werden soll und dass Eigentümer, die über 1 Million an Besitz haben, mit einer einmaligen Sondersteuer von 1% auf ihren Besitz belastet werden sollen. Die angekündigten Regierungsmaßnahmen haben bei der Bevölkerung für Unruhe gesorgt, da sich vor allem durch die erhöhte Mehrwertsteuer das Leben in Ecuador verteuern wird und es muss sichergestellt werden, dass die Hilfsgelder und Spenden tatsächlich die Bedürftigen erreichen.

Was gibt es Neues in Ecuador nach dem Erdbeben:

Der zivile Teil des Flughafens Manta (Provinz Manabí), der für Wochen gesperrt war, ist seit einigen Tagen wieder für den zivilen Flugverkehr frei. Somit sind sämtliche Flughäfen Ecuadors voll einsatzfähig.

Kann man Ecuador nach dem Erdbeben besuchen?

Ja, ohne Einschränkung können sämtliche Regionen Ecuadors: Anden, Amazonastiefland, Küstenvorland und Galapagos besucht werden, außer den oben erwähnten Küstenprovinzen, wo die Aufräumungsarbeiten voll im Gange sind. Zu erwähnen ist, dass der südliche Küstenteil von Manabi mit dem Küstenort Puerto Lopez mit seinem Nationalpark Machalilla, seinen Trockenwäldern, der archäologische Zone und der Isla de la Plata (auch bekannt unter dem Namen „Klein Galapagos“) nicht vom Erdbeben betroffen wurde und somit ohne Einschränkung besucht werden kann. Puerto Lopez wird besonders ab Ende Mai durch das Eintreffen der Buckelwale aus der Antarktis für Whalewatcher-Touren attraktiv und die vorgelagerte Insel Isla de la Plata durch eine den Galapagos ähnlichen Flora&Fauna. Auch der auf dem Weg nach Guayaquil gelegene Hafen Puerto El Morro mit seinen Magrovenwäldern, Delfinen und vor allem der Fregattvogelinsel, der größten Kolonie dieser Spezies in SüdAmerika ist nach wie vor ohne Einschränkung zu besuchen.

Sollten Sie Fragen zu Ihrer geplanten Ecuador-Reise haben, können Sie sich vertrauensvoll an unser Büro in Deutschland wenden, das mit mir täglich in Kontakt steht. Sie sind jederzeit herzlich willkommen in Ecuador und tragen mit dazu bei, das wirtschaftlich geschwächte Land durch Ihren Besuch in schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Folgende Fotos sind von mir in Sangolqui, einer Kleinstadt bei Quito aufgenommen worden und zeigen Ihnen Szenen aus dem täglichen unveränderten Leben.

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Bericht und Fotos: © Ralph Sommer, 05.05.2016, Ecuador

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